Gefahren: Harley-Davidson Fat Bob

Wuchtbrumme mit markantem Macho-Faktor

| Autor / Redakteur: SP-X/Ulf Böhringer / Fabian Pfeiffer

Die neue Harley-Davidson Fat Bob.
Die neue Harley-Davidson Fat Bob. (Bild: Harley-Davidson)

Harley-Davidson stellt im Rahmen der völlig neu entwickelten Softail-Baureihe die martialisch aussehende Fat Bob auf fette Räder.

Einiges an der Fat Bob ist im XXL-Format ausgeführt: schwarze Lenkstange mit mächtigen Klemmfäusten, die 49-Millimeter-USD-Gabel, der Frontpneu und der plattgedrückte Lichtbalken gehören dazu. Ganz im Gegensatz dazu steht das Pölsterchen hinter dem opulenten Fahrersitz; sich hier geborgen zu fühlen, dürfte höhere Yoga-Künste voraussetzen. Nein, natürlich ist die Fat Bob nicht für entspannte Genusstouren zu zweit gemacht; dafür hat Harley andere Modelle im Angebot. Die Fat Bob ist die Inkarnation des Bösen – optisch zumindest; damit erfüllt dieses Modell den Anspruch der Abteilung Produktplanung des US-Herstellers perfekt, so illegal wie möglich auszusehen. Einschüchternd wirkt dieses Motorrad auf alle, die nicht auf dem 71 Zentimeter niedrigen Fahrersitz Platz genommen haben.

Metall dominiert, die Farbe Schwarz herrscht vor. Stabile Rahmenrohre aus Rundstahl, extrem knapp gehaltene Kotflügel, dazu ein eher knapp bemessener, asymmetrischer Tank, auf dem ein Analogdrehzahlmesser Platz gefunden hat; alle anderen fürs Fahren und die Zulassung nötigen Angaben werden in einem kleinen LC-Display digital angezeigt. Chrom-Akzente oder blank poliertes Metall gibt es nur an wenigen Stellen, beispielsweise an der Tankkonsole oder dem doppelten Auspuff-Endtopf.

Eine Blenderin ist die Fat Bob auch in punkto Starrrahmen, denn natürlich gibt es eine Federung fürs 18 Zentimeter breite Hinterrad; es versteckt sich perfekt unterm Sitz, ist für die Einstellung der Vorspannung dank eines seitlich nahe dem Auspuffkrümmer angebrachten Hydraulik-Drehknebels aber ausgezeichnet zugänglich. So speziell die Fat Bob wirkt, beeindruckt sie andererseits durch weitere praktische Details: Auf dem leicht erreichbaren Ölmessstab finden sich alle nötigen Anweisungen und sogar die Nachfüllmenge. Zudem sind die Zündkerzen bestens zugänglich, selbst wenn zu vermuten ist, dass sie erstens Longlife-Qualität aufweisen und zweitens nur in den seltensten Fällen vom Fahrzeugbesitzer eigenhändig gewechselt werden.

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