Gefahren: Suzuki V-Strom 1000

Autor / Redakteur: Tom Müller / Martina Eicher

Ausfahrt mit der Suzuki V-Strom 1000, die neue Allrounderin im Straßenenduro-Segment 2014

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Der Kurvenjäger von Eichenbühl: »bike und business«-Autor Tom Müller beim Praxistest des neuen Suzuki-Musterschülers.
Der Kurvenjäger von Eichenbühl: »bike und business«-Autor Tom Müller beim Praxistest des neuen Suzuki-Musterschülers.
(Foto: Alexander Rempt)

Als die neue Suzuki V-Strom 1000 im Spätherbst 2013 der Presse vorgestellt wurde, schienen die Wünsche nicht nur bekennender V-Strom-Jünger wahr zu werden. Von Presse und Hersteller mit allerlei Vorschusslorbeeren versehen, steht dem neuen Bike jetzt eine Ausfahrt in heimischen Gefilden bevor. Rechtzeitig vor dem Saisonstart. Also hin zum Suzuki-Händler meines Vertrauens und einen nagelneuen Vorführer abgeholt. Vorab vielen Dank an Stephan Laux vom Suzuki Team Laux in Triefenstein für die freundliche Leihgabe.

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Jetzt gilt's

Mit gerade mal neun jungfräulichen Kilometern auf dem Tacho steht sie da. Lackiert in rassigem Candy Daring Red. Kaum wiederzuerkennen nach Face-Lifting und viel neuer Technik in der Substanz (wir berichteten in Ausgabe 11/2013). Man muss schon zweimal hinsehen, um dieses Bike als neue Vertreterin einer im Jahr 2002 von Suzuki begründeten Modellfamilie zu erkennen. Die großen stylischen Schriftzüge beidseitig des Tanks sind schon mal eine Hilfe. Umso größer die Erwartungen vor der ersten Ausfahrt.

Vor dem Start mache ich mich mit den Neuerungen im Cockpit vertraut. Ein Mix aus digitalen und analogen Instrumenten versorgt den Fahrer mit allen wichtigen Informationen. Auffallend ist der analoge Drehzahlmesser neben dem Bordcomputer mit Ganganzeige, numerischem Tacho und der darunter positionierten Bordsteckdose. Der Bordcomputer gibt Auskunft über Verbrauch, Reichweite, Außentemperaturanzeige samt Frostwarner (!), Tankinhalt und Kilometerstand. Nur fürs Protokoll: Der Lichthupenschalter befindet sich jetzt an der Vorderseite des linken Lenkerbediensegmentes. Das Vorführ-Bike ist zusätzlich mit optionalen Extras wie Sturzbügel, Motorschutz, LED-Zusatzscheinwerfern und Hauptständer ausgestattet.

Hörenswert ist der Sound des neuen Aggregates über die 2-in-1-Auspuffanlage. Knurrig und fordernd zugleich. Schon nach dem Kaltstart brabbelt der V-Zylinder in gleichmäßiger Leerlaufdrehzahl. Erster Vorgeschmack auf das, was das neue Motormanagement bei 4 Ventilen und zwei Zündkerzen pro Zylinder so zu bieten hat. Auch in Sachen Ergonomie wurde neu gedacht. Die Sitzposition erscheint höher und hat sich nach vorne verlagert. Der Lenker kommt mir gegenüber dem Vorgängermodell um circa 3 cm entgegen. Ich habe den Eindruck, dass ich fast im Cockpit sitze und unmittelbaren Blickkontakt zur Straße habe. Die schlanken Verkleidungsteile samt clever per Fingerdruck verstellbarer Frontscheibe tragen dazu wesentlich bei. Die Verschlankung gegenüber der Vorgängergeneration ist am ganzen Bike spür- und sichtbar. Sportiver, (de-)taillierter und puristischer.

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