Gefragt: Der Außendienst als Problemlöser mit Budget

Anmerkungen zu aktuellen Branchenthemen

| Autor: Stephan Maderner

Rasender Reporter: An dieser Stelle redet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner regelmäßig Benzin.
Rasender Reporter: An dieser Stelle redet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner regelmäßig Benzin. (Bild: Vogel Communications Group)

Aus dem Tagebuch des »bike und business«-Chefredakteurs (KW 48/I), Folge 737: „Der Handel ist das schwächste Glied der Kette“, schrieb ich am 12. November als Überschrift in meinem Speedlog. Als Die Stimmung zwischen Hersteller und Handel ist bei vielen Marken an einem Tiefpunkt angekommen. Gibt es auch positive Beispiele...

...der Zusammenarbeit?“ fragte ich die Community. Die zustimmenden Antworten kamen prompt und bezogen sich zumeist auf die Marken Harley-Davidson, Kawasaki und BMW (rein zufällig auch die drei Marken bei der diesjährigen Best-Brands-Verleihung). So schrieb mir ein Händler aus Norddeutschland: „In meinen Augen macht BMW sicher nicht alles richtig und hat auch Probleme, aber der Umgang mit uns Händlern und den Problemen ist auf Augenhöhe. Das liegt vielleicht nicht zuletzt daran, das es einen funktionierenden starken Händlerverband gibt.

BMW missbraucht auch nicht ,unsere' Ausstellung als Herstellerlager, grundsätzlich wäre ich gar nicht dagegen, aber dann soll uns der Hersteller dafür bezahlen!

Der Handel ist das schwächste Glied in der Kette

Der Handel ist das schwächste Glied in der Kette

12.11.19 - Aus dem Tagebuch des »bike und business«-Chefredakteurs (KW 46/I), Folge 734: Die aktuelle Geschäftspolitik vieler Motorradhersteller treibt den Händlerpartnern die Sorgenfalten in die Stirn. Das Ergebnis der aktuellen »bike und business«-Umfrage... lesen

Der Außendienst bei BMW ist kein Postbote, wie bei anderen Herstellen, er ist ein Problemlöser mit Budget. Zum Glück erinnert sich BMW daran, was in den Jahren 2007 bis 2008 los war: Viele Händler gingen einfach Pleite, das hat logischerweise auch BMW viel Geld gekostet. Der (Motorrad)-Einzelhandel muss doch ein regionales stabiles Geschäft aufbauen. Dazu gehört Kontinuität, Vertrauen, Fachkräfte, Zuverlässigkeit usw....und nicht zuletzt mit dem Produkt Geld zu verdienen, damit es auch für einen Händlernachfolger interessant ist, eigentlich ganz einfach. Das kollidiert aber in den meisten Fällen mit den schnell wachsenden Herstellern. Diese Balance mit dem Handel zu finden, ist mit Sicherheit die größte Herausforderung . Aber einige Hersteller interessiert das überhaupt nicht, noch dazu, wenn die offiziellen Zulassungszahlen dem Hersteller ja recht zu geben scheinen. Andere Marken wiederum haben große Probleme, Händler zu finden. Man kann nur hoffen, dass diese Marken wieder den richtigen Weg finden. Ich warte ab. Oder ist das am Ende alles zu sentimental, was ich schreibe Kontinuität, Vertrauen, Fachkräfte, Zuverlässigkeit usw...Bin ich für diese Motorradwelt schon zu alt?“.

Was meinen Sie? Können Sie diesen Thesen zustimmen? Oder ist diese Lobeshymne für Weiß-Blau aus Sicht eines zufriedenen Partners zu blauäugig? Schreiben Sie mir.

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