Suchen

Gemeinsam sind wir Bikes

Aus dem Tagebuch des »bike und business«-Chefredakteurs (KW 7/I), Folge 753: Helm ab für die mutigen Weichenstellungen, welche die Macher der Intermot in diesen Tagen gestellt haben für die nächste Aufführung der Motorradmesse in Köln. Die Stunde(n) der Wahrheit schlagen dann...

Firma zum Thema

Rasender Reporter: An dieser Stelle redet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner regelmäßig Benzin.
Rasender Reporter: An dieser Stelle redet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner regelmäßig Benzin.
(Bild: Vogel Communications Group)

...vom 6. bis 11. Oktober 2020 in den Kölner Messehallen. Wohin führt die Reise der Intermot? Begonnen hatte dem Vernehmen nach alles mit einem Rundgang von IVM-Präsident Henning Putzke und Intermot-Director Ingo Riedeberger sowie weiteren an der Messeplanung Beteiligten auf der letztjährigen Gamescom in Köln. „Wahnsinn, was uns da für eine Begeisterung und Kreativität auf den Messeständen entgegenschlug“, erinnert sich BMW-Mann Putzke. Messebesucher, die stundenlang Schlange standen, um neue Produkte selbst zu testen. Produktshows, Mitmachaktionen, Livestreaming – ein fantastisches Messe-Begleitfeuer. Dazu empathische und mitreißende Livediskussionen mit Spieleentwicklern, Influencern und Besuchern. Strahlende Konsumentenaugen beim Ergattern von Selfies mit ihren Branchenvorbildern und den Stars und Sternchen der Community, und jede Menge Geschichten zu erzählen.

Bei den verblüfften Gamescom-Guckern aus der Motorradszene machte es klick, und das Konzept einer neuen Intermot nahm Gestalt an. Vorgestellt wurde es letzten Donnerstag auf dem Digital-Campus incube8 in Köln (siehe Bericht).

„Die neue #Intermot2020“ soll „neue Maßstäbe im internationalen Motorrad-Messe-Markt“ setzen.

Vor allem in den Möglichkeiten der Stage X-Bühne und dem digitalen Mitmachansatz der Community stecken große Chancen, weltweit für immense Aufmerksamkeit für den Motorradmesse-Standort Köln zu sorgen. Für die markenübergreifende „Pressekonferenz-Show“ am Medien-Eröffnungstag haben BMW, Honda und Triumph bereits zugesagt, wichtige Weltpremieren zu präsentieren. Weitere Marken sollen sich diesem medialen Spektakel anschließen. Gut so, mit Speck fängt man Mäuse. Gab doch gerade die Abwesenheit relevanter Motorrad-Innovationen auf der 2018er Intermot Anlass zu berechtigter Kritik.

Zurück zur Stage X: Die Technik dieser Eventbühne ist vom Allerfeinsten und gewährleistet eine mediale Live-Verbreitung auf der ganzen Welt. Moderiert werden soll sie von einem medien-relevanten Celebrity – auf englisch, ein Tribut an die Zahl der internationalen Besucher, die schon immer zahlreich auf der Messe vertreten waren. Auf der Stage X sollen jeden Tag eine Vielzahl an Show-Acts zu sehen sein – von Einzelpräsentationen der Unternehmen beispielsweise zu neuen Mobilitätskonzepten bis hin zu Influencer-Shows, Modeschauen oder Business-Talks.

Meinen Kollegen und mir gefällt das Stage-X-Konzept so gut, dass wir von »bike und business« dieses Jahr die Chance nutzen, uns auf dieser einzigartigen Plattform zu präsentieren. Am 7. Oktober um 17 Uhr 15 verleihen wir den Award „Bike Woman of the year“ auf der Stage X in Halle 8. Unterstützung bekommen wir dabei von den Powerfrauen der Initiative ladies @ intermot und den Frauen-Communityplattformen She is a rider und Mo's Bikeblog.

Ich glaube auch fest an die Synergien, welche aus der Kooperation mit der Gamescom entstehen werden, dem wohl coolsten und begeisterndsten Event, für welches die Kölner Messe verantwortlich zeichnet. 61 Prozent der rund 380.000 Besucher dieser Messe sind zwischen 18 und 29 Jahre alt, zumeist männlichen Geschlechts. Das Event sorgt für mächtig Traffic im World Wide Web: Mit über 100 Milliarden News- und Videoaufrufen weltweit. Was für ein gigantisches Potenzial für die Motorradbranche!

Gespannt bin ich auch, wie das Team Bike im virtuellen Rennen mit dem Team Games beim neuen Intermot Cup (powered by BMW, Honda, Kawasaki, KTM und Triumph) abschneiden wird. Wer da wohl beim virtuellen Rennenfahren im Simulator die Nase vorn haben wird? Der Motorrad-Influencer Sören Aulbach, im Netz besser bekannt als „Blackout“ versus Deutschlands Top-Gamer „Gronkh“ alias Erik Range – das wäre doch ein spannendes Duell.

Wichtig wird es jetzt sein, das Konzept weiter mit Leben zu füllen. Klasse finde ich deshalb, dass neben dem interaktiven Showcharakter des Events für Endverbraucher auch die Fachleute nicht vernachlässigt werden. Im Gegenteil: Die neue Intermot tut sogar viel fürs Businesspublikum. Zum Multi-Brand-Networking-Event zum Ausklang des ersten Tages laden Fahrzeughersteller, aber auch Zulieferer, Hersteller von Ausrüstungsprodukten und Großhändler gemeinsam ihre wichtigsten Handelspartner in die Arena Stage X ein. Gemeinsam möchte man einen unterhaltsamen Abend in einer besonderen Atmosphäre erleben. Für entspannte Gespräche sorgen eine Live-Band und natürlich Getränke und Essen. Initiiert wird das erste Multi-Brand-Networking-Event von BMW, Matthies und Nolan. Jetzt müssen natürlich noch weitere renommierte Marken und Hersteller, die Händlern ehrliche Wertschätzung entgegenbringen wollen, auf den Party-Zug aufspringen.

Nochmal ein Blick zu den Kollegen von der Gamescom. Das Leitthema des letztjährigen Megaevents in Köln lautete, „Gemeinsam sind wir Games“. In Köln trafen Enthusiasten auf Schulklassen, kostümierte Cosplayer auf Fortnite-Fans, Fifa-Zocker auf Mario-Spieler. Dazu Journalisten, Influencer, Streamer, Youtuber, Publisher und Entwickler aus der ganzen Welt. Wie ein einziges großes Klassentreffen!

Die Formel kann aus meiner Sicht deshalb nur lauten: „Intermot + Gamescom = Bikescom“. Nur das Beste aus zwei Welten ist gut genug!

Eine Herkulesaufgabe wartet auf die Messemacher. Jetzt muss das Team Intermot das Beste aus sich herausholen. Dazu gehört es zugkräftige Influencer aus der Motorrad- wie aus der Spielewelt zu mobilisieren und einfach Bock zu machen auf das Produkt Zweirad in seinen Ausprägungen Motorrad, Roller, Quad/ATV, Trike, E-Kickscooter oder alternative Antriebe. Gewiss keine leichte Managementaufgabe. Da braucht es viel Power und die richtigen Unterstützer und Exzellenzen auch der jüngeren Semester.

Dabei wird bei der ersten Auflage der neuen Intermot, die ich gerne auf den Namen „Bikescom“ taufen würde, gewiss nicht gleich alles wie am Schnürchen funktionieren. Doch der Schuss im Oktober muss sitzen und aufzeigen, wohin die Reise am Ende führen soll. Hauptsache, das Motorradevent wird erkennbar bunter, jünger, internationaler, moderner, netzwertorientierter, gam(e)iger, digitaler – und weiblicher. „Gemeinsam sind wir Bikes“ – lassen wir uns alle von der neuen Intermot begeistern: Save the date: 6. bis 11. Oktober 2020.

PS. Was halten Sie von der neuen Intermot? Fühlen Sie sich vom neuen Angebot angesprochen? Was vermissen Sie gegebenenfalls noch? Schreiben Sie mir Ihre Meinung! Ich freue mich wie immer auf Ihre gute Ideen.

(ID:46355700)

Über den Autor