Godfather of Motorcycles und andere coole Händler-Slogans

Anmerkungen zu aktuellen Barnchenthemen

| Redakteur: Stephan Maderner

Rasender Reporter: An dieser Stelle redet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner regelmäßig Benzin.
Rasender Reporter: An dieser Stelle redet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner regelmäßig Benzin. (Foto: Ducati/Collage: Elisabeth Haselmann)

Aus dem Tagebuch des »bike und business«-Chefredakteurs (Kalenderwoche 41/2015/I). Ein aktuelles Stimmungsbarometer aus Handel und Industrie rund um Motorrad, Roller und Quad/ATV – ein Radar, das Branchentrends von morgen auf dem Schirm hat.

Würzburg, den 6. Oktober 2015 – Klasse, wie meine neue Redaktionspraktikantin Jacqueline Neumann die publizistische Lücke geschlossen hat, die ihre Vorgängerin Lena (nur ganz kurzzeitig) nach ihrem Weggang hinterlassen hat. Es ist schon erstaunlich, wie schnell der journalistische Nachwuchs heutzutage am Gas hängt. Da hat es sich ausgezahlt, dass Lena ihre Nachfolgerin zwei Tage lang intensiv eingearbeitet hat. Die 21-jährige gebürtige Würzburgerin Jacqueline ist an der Friedrich-Alexander-Universität Nürnberg-Erlangen für ein Zweifachbachelorstudium in Germanistik und Politikwissenschaft eingeschrieben. Journalistische Erfahrungen sammelte sie bereits in der „daily x“-Redaktion der „Main-Post“ und im Rahmen eines Medienseminars für Schüler bei der Hanns-Seidel-Stiftung. Mit dem Thema Motorrad hat sie bislang nichts am Hut, hat aber wohl mitbekommen, wie den Redaktionspraktikantinnen hier die Begeisterung für die Zweiradmobilität vorgelebt wird und ihr die Motorradmaterie quasi von allen Seiten um die Ohren „fliegt“.

So konnten mein Kollege Jan Rosenow und ich vergangene Woche guten Gewissens auf die 2.145 Kilometer lange Jury-Rundreise zu den nominierten Motorradhändlern des Jahres 2015 gehen. Der Trip führte uns zu vier leidenschaftlichen Händlerbetrieben auf einer Route nördlich von Würzburg bis an die dänische Grenze und wieder retour. In Altendiez bei Limburg begeisterten uns Stefan Schmidt und sein Team von MCA (BMW, Ducati, Honda, MV Agusta). Der Händler mit dem Slogan „for emotion“ ist eine Marke für sich. Auf den T-Shirts und auch andernorts prangt zudem das geschützte Warenzeichen „Godfather of Motorcycles“. In Leipzig fühlten wir der BMW-Motorradabteilung von Automobile Müller auf den Zahn. Verkaufsberater Matthias Jacob wusste bestens Bescheid und vertrat seine Chefin Elke Müller von der Inhaberfamilie glänzend. Jene war in Andalusien zum Motorraddienst am Kunden abkommandiert. In Oeversee, nur einen Katzensprung von Flensburg entfernt, statteten wir dem Team von G. Wilhelmsen Motorradtechnik bereits zum zweiten Mal nach 2011 einen Besuch ab. Bis in die Haarspitzen motiviert legte das Team um Prokurist Fritz Doser und Medienprofi Micha Mark Knierim eine sehr emotionale Vorstellung ihres Betriebes hin. Team Wilhelmsen präsentiert und vermarktet seit kurzem neben BMW, Triumph, Can-Am und Kymco auch Motorräder der Marke KTM edel und professionell. Selbstredend nahmen auch Inhaber Gerhard Wilhelmsen und sein Sohn Thore engagiert an der Jury-Präsentation teil. Thore Wilhelmsen baut nach seinem erfolgreich abgeschlossenen Studium „Internationales Management“ in Flensburg ab kommenden Herbst in München bei BMW noch seinen „Sales Master“ und wird voraussichtlich 2016 als Unternehmensnachfolger einsteigen. Slogan der Wilhelmsen-Truppe: „Man kann auch ohne Motorrad leben, es lohnt sich nur nicht!“

Last but not least leitete uns das Navisystem noch in die Bundeshauptstadt, Grabensprung 8, Berlin-Biesdorf. Dort wartete unser Kandidat Nummer vier auf der Juryrundreise: GST Berlin mit Christoph Lessing und seiner KTM- und Husqvarna-Truppe (sorry Christoph für den Rechtschreibdreher im letzten Newsletter, wo wir bedauerlicherweise GTS schrieben). Richtig muss es natürlich GST heißen. Weil das Kürzel für Gelände Sport Technik steht. Da hat der Inhaber und der Betrieb seine Wurzeln, obgleich der orangene Onroad-Sektor mittlerweile die Offroad-Sparte zahlenmäßig überflügelt hat. Echt ein toller Laden: professionell, modern, effizient – und chic dazu. Nach dem Prinzip gebaut: Das Beste aus Motorrad- und Autohaus unter einem Dach vereint. „Wir sind das Motorradhaus des 21. Jahrhunderts“, sagt Lessing selbstbewusst. Und wir fügen mit Goethe hinzu: „Hebt mich das Glück, so bin ich froh und sing in dulci jubilo; senkt sich das Rad und quetscht mich nieder, so denk ich: Nun, es hebt sich wieder.“

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