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GS Trophy 2012: Die Sonderprüfungen fordern ihren Tribut

| Autor / Redakteur: Jochen Vorfelder / Dipl. sc. Pol. Univ. Stephan Maderner

Team Deutschland geht am dritten Fahrtag der Rallye in Führung, meldet »bike und business«-Autor Jochen Vorfelder aus Argentinien.

Grandiose Biker in grandiosen Landschaften.
Grandiose Biker in grandiosen Landschaften.
(Fotos: Vorfelder/Metzeler )

Der dritte Tag der 2012er GS Trophy wird aus mindestens drei Gründen als ein Rekordtag in die Geschichte der Rallye eingehen: Er bot die bisher längste Etappe, kollabierende Teilnehmer und die erste Führung des deutschen Teams in der aktuellen Gesamtwertung.

Von den insgesamt 450 Kilometern von Junin de los Andes nach Bariloche in der argentinischen Provinz Rio Negro führten weit über die Hälfte über Schotter, durch Weichsandpassagen und pulveriesierten Vulkanstaub: Die längste Etappe der 2012er Rallye war - so einer der Fahrer - eine „verfluchte Plackerei“.

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Verstärkt wurde dieser weit verbreitete Eindruck durch die Sonderprüfungen an der Strecke. Schon am Morgen - quasi auf nüchternen Magen - mussten die 15 Teams ihre drei Motorräder durch einen Rundkurs und einen Fluss schieben - eine Übung , die wenig später an einer anderen Stelle mit viel Wasser wiederholt wurde. Mehrere Teilnehmer waren danach am Ende ihrer Kräfte und mussten von Ärzte-Team wieder aufgepäppelt werden.

Auch die dritte Sonderprüfung forderten die physischen Fähigkeiten der Fahrer: Diesmal mussten die drei Team-Fahrzeuge über einen Baumstamm gehoben werden - was erst richtig Eindruck macht, wenn man weiß, dass besagter Stamm einen Durchmesser von rund einem Meter hatte. Zwei gequetschte Finger, ein blaues dickes Knie und diverse demolierte und verschrammte Bodenplatten - eine beeindruckende Bilanz für eine lustigen Nachmittag auf einer Freundschaftsfahrt.

Gut geschlagen haben sich auch die Karoo-Reifen: Nach einer massiven Pechsträhne am ersten Tag mit drei geplatzten Schläuchen dürfen wir seit Montag keine weiteren Vorkommnisse melden - das Thema scheint damit durch zu sein.

Über den Zwischenstand nach Fahrtag Drei freuen sich folgende drei Teams: Argentinien hat seine Position drei gehalten. Frankreich, der neue Zweite, nur einen Platz verloren. Und neuer Spitzenreiter ist - hiermit ein kleiner Tusch!! - Team Deutschland. Weiter so, Jungs!

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