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GS Trophy 2012: Nichts für Blümchenpflücker

| Autor / Redakteur: Jochen Vorfelder / Martina Eicher

»bike und business«-Autor Jochen Vorfelder meldet sich aus Südamerika, Tag vier des großen Enduro-Events.

Die GS Trophy – in jeder Hinsicht eine Herausforderung.
Die GS Trophy – in jeder Hinsicht eine Herausforderung.
(Fotos: Vorfelder/Metzeler )

All jene, die jemals behauptet haben, die GS Trophy 2012 sei eine Fahrt zum Blümchenpflücken, sei gesagt: Sie ist es nicht. Die Enduro-Sonderprüfung mit den schweren BMW F 800 GS auf einem lokalen Motocross-Parcours forderte den 45 Fahrern alles ab – und am Ende gab es zwei Teilnehmer weniger.

Als die Fahrer am Morgen des vierten Fahrtages ihre Zeltstadt im Peuma Hue Resort verließen, ahnten sie noch nicht, dass schon eine halbe Stunde später die möglicherweise härteste Sonderprüfung auf sie wartet: Jeder Fahrer musste 20 Runden auf einem knapp einen Kilometer langen Motocross-Rundkurs bewältigen – rund 20 Kilometer auf einer schweren, für diesen Zweck definitiv ungeeigneten F 800 GS, sind kein Zuckerschlecken.

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Für Marc-Andre Octeau, einem Fahrer von Team Canada, war diese Aufgabe das Ende der Trophy. Bei einem Crash bricht er sich vier Rippen und verletzt sich die Lunge. Nach einer Erstbehandlung durch die zwei Rallye-Doktoren direkt an der Strecke und einem längerern Aufenthalt im Krankenhaus von San Carlos de Bariloche, kam am Abend die Entwarnung: Alles im grünen Bereich.

Auch Willi Schmidtmayr, einer der drei Fahrer vom Team Alpen, stürzt zwei Mal auf einer seiner letzten Runden und musste behandelt werden. Er konnte, obwohl die Verletzungen gering waren, die weiteren Etappen nicht weiterfahren. An seine Stelle rückte der Journalist Guido Glutschitsch nach.

Nach diesem heftigen Auftakt bot der restliche Tag etwas Entspannung. Der Weg zum Schwarzen Gletscher Ventisquero Negro am Mount Cerro Tronador war schlichtweg spektakulär und entschädigte für die Anstrengungen am Morgen.

Nach der Rückkehr zum Camp folgte eine weitere Aufgabe für die Fahrer: das Durchwechseln der Batterien an zwei Motorrädern mit einem BMW-Bordwerkzeug. Als Belohnung danach: eine traditionelle argentinische Grill-Sause.

Nach Fahrtag vier gehen folgende Teams in Führung: Frankreich konnte seine Position nicht halten und fiel zurück auf Platz drei. Argentinien rückte vor auf Platz zwei und Spitzenreiten ist nach wie vor Deutschland. Tolle Leistung!

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