Wie lädt man Motorradbatterien richtig?

19.03.2019

Auch wenn qualitativ hochwertige Motorradbatterien über einen langen Zeitraum die geforderte Leistung liefern, muss der Ladezustand regelmäßig geprüft werden. So funktioniert's.

Um interne Schäden an einer Batterie zu vermeiden, sollte diese immer vollständig geladen sein. Bei regelmäßigen Fahrten von über zehn Minuten stellt das Laden kein Problem dar, sofern die Lichtmaschine in Ordnung ist. Längere Fahrpausen oder kurze, unregelmäßige Fahrten hingegen laden die Batterie nicht vollständig auf.

Für diese Fälle ist es notwendig, in den Standzeiten des Motorrads ein intelligentes Ladegerät anzuschließen. Smarte Ladegeräte überwachen eine Batterie sicher und warten sie zusätzlich. Außerdem halten sie bei längeren Standzeiten, z. B. im Winter, eine optimale Spannung aufrecht sowie Assistenzsysteme und ECU-Speicher aktiv. Ob das jeweilige Ladegerät über einen Wartungsmodus verfügt und sich für unbeaufsichtigtes Laden eignet, wie es die Ladegeräte aus der Yu-Power-Serie von GS YUASA ermöglichen, ist in dessen Merkblatt notiert.

Ladezustand

Um den Batterieladezustand (die Spannung) zu prüfen, wird die Batterie zunächst mit einem elektronisch geregelten Ladegerät, z. B. von GS YUASA, vollständig aufgeladen. Nach einer Ruhezeit von ungefähr zwei Stunden lässt sich die offene Klemmenspannung (OCV) mit einem digitalen Voltmeter überprüfen. Hierfür erfolgt das Anschließen des Spannungsmessgeräts an die positive und negative Batterieklemme. Geladene AGM-Batterien zeigen eine Spannung von 12,8 – 13,0 Volt an, konventionelle Batteriemodelle liegen bei 12,6 bis 12,8 Volt.

Tipp: Vor dem Laden einer YuMicron oder herkömmlichen Motorradbatterie empfiehlt es sich, die Ventilkappen zu öffnen. So lässt sich sicherstellen, dass während des Ladevorgangs keine brennbaren oder explosiven Gase entstehen.

Fahrzeugladesystem

Zur Überprüfung des Fahrzeugladesystems ist die Voltmeterleitungen direkt an die Batterie anzuschließen – Rot auf die positive und Schwarz auf die negative Klemme. Dann folgen das Ablesen der Leerlaufspannung und das Starten des Motors. Bei einer Beschleunigung auf 3000 und 4000 Umdrehungen pro Minute das Voltmeter beobachten. Hält das Ladesystem des Fahrzeugs die Spannung zwischen 13,5 und 14,5 Volt aufrecht, arbeitet es voraussichtlich richtig. Ist die Spannung gleich der Leerlaufspannung, in der Regel weniger als 13,0 Volt, arbeitet das Ladesystem nicht und eine weitere Überprüfung in der Fachwerkstatt ist erforderlich.

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