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GTÜ hat E-Bike-Träger getestet

| Redakteur: Markus Lauer

Die GTÜ hat zehn Radträger für die Anhängekupplung zwischen 300 und 600 Euro unter die Lupe genommen: Zwei Modelle erwiesen sich als „nicht empfehlenswert“.

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(Foto: GTÜ )

Seit der Trend zu immer leichteren Fahrrädern gestoppt und stattdessen vermehrt gewichtige E-Bikes gekauft werden, sind die Ansprüche an moderne Radträger gewaltig gestiegen. Die hohe Zuladung zerrt beim Transport am Auto mächtig an der Trägerkonstruktion. Was halten die Träger aus?

Die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) hat zehn aktuelle Radträger zur Montage an der Anhängekupplung geprüft. Testsieger mit dem Prädikat „sehr empfehlenswert“ wurde der Uebler X21 nano. Auf Platz 2 Westfalias Fahrradträger BC 60 in der allerneuesten Version des Modelljahres 2013, der ab Mitte Mai im Handel verfügbar sein wird.

Knapp dahinter Thules Easy-Fold 931, der ebenfalls als „sehr empfehlenswert“ eingestuft wurde.

„Empfehlenswert“ schnitten Eufab Jake, Bosal Bike Carrier Compact, Atera Strada E Bike M und der Euro-Select-Compact von MFT ab, „bedingt empfehlenswert“ der Paulchen Kupplungslader First Class. Fabbris Elektro-Bike Exclusiv Deluxe 2 und der Fischer E-Bike Kupplungs-Fahrradträger erwiesen sich als „nicht empfehlenswert“.

Begrenzte Stützlast an der Anhängerkupplung

Auf 75 Kilo ist die zulässige Stützlast an der Anhängekupplung aktueller Mittelklassefahrzeuge häufig begrenzt. So auch im Falle des zum GTÜ-Test herangezogenen Mercedes 350 CDI Kombi mit elektrisch ausfahrbarer Anhängekupplung. Bei Eigengewichten der geprüften Fahrradträger zwischen 13 und mehr als 24 Kilogramm (siehe Testtabelle) lässt sich da nicht mal in allen Fällen deren maximale Zuladung von bis zu 60 Kilo voll ausschöpfen. Mit den beiden – aus Sicherheitsgründen ohne montierten Akku getesteten – zusammen noch knapp 45 Kilo schweren E-Bikes bleibt die Fuhre zwar gewichtsmäßig immer innerhalb der rechtlich zulässigen Limits. Dennoch scheint die Belastung für manchen der Kandidaten schlicht zu groß. Bei den Fahrversuchen registrierten die Prüfer allerlei Mängel bis hin zum Beinaheabwurf der Bikes mit komplettem Bruch der Radhalterungen.

Gute Noten für Thule, Uebler und Westfalia

Geprüft wurden die Träger von der GTÜ zusammen mit dem ACE Auto Club Europa in den Punkten Montage, Handhabung und Fahrtest mit insgesamt zwölf Einzelwertungen. Vorteil für die klappbaren und entsprechend klein faltbaren Radträger von Bosal, mft, Uebler, Thule und Westfalia, die beim Zusammenbau nicht nur in Minutenschnelle einsatzbereit sind, sondern sich auch problemlos Platz sparend wieder verstauen lassen. Gute Noten vergaben die Prüfer der GTÜ in Sachen Verarbeitungsqualität für die Top 3 von Thule, Uebler und Westfalia, aber auch für Atera und MFT. Das Aufsetzen der Träger auf die Anhängekupplung ließ sich mit Ueblers X21 und Thules Easy-Fold am bequemsten erledigen. Die besten Noten für die Material schonende, solide und einfache Befestigung der Räder erhielten Atera, mft, Thule und Westfalia.

Drei Prüfungen: Ausweichen, Bremsen, Bodenwelle

Beim alles entscheidenden Fahrtest mussten die Fahrradträger drei Prüfungen bewältigen: Ausweichen mit Tempo 50 in der Pylonengasse, volles Bremsen aus 80 km/h und das Überfahren einer Bodenwellenkombination bei Tempo 60.

Erste Übung: Ausweichen. Am besten bewerten die GTÜ-Tester hier Eufab, Paulchen und Uebler, die ungerührt am Heck hängen. Bei Atera, Bosal, Fabbri, MFT und Thule verdreht sich der Träger hingegen auf der Anhängekupplung unterschiedlich stark, ohne dass die Fracht Kontakt mit dem Testfahrzeugs bekäme. Der Fischer-Träger indes dreht sich so weit, dass er deutlich hörbar an die Stoßstange schlägt und auch leichte Spuren am Lack des Testfahrzeugs hinterlässt.

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