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Gute Events, schlechte Events

| Autor / Redakteur: Thomas Slany / Valeria Schulte-Niermann

Die kürzeren Tage, das miese Wetter, kaum Ladenkundschaft – rein umsatztechnisch versetzt der Monat November die meisten Motorradbetriebe nicht gerade in verschärfte Glückseligkeit.

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(Bild: ©evan_ers/Fotolia.com [M] – Haselmann)

Einige Betriebe leisten sich in dem „Seuchenmonat“ ein paar Tage Betriebsferien oder halten den Geschäftsbetrieb in Minimalbesetzung aufrecht und sorgen so wenigstens für den dringend benötigten Überstundenabbau bei den Arbeitszeitkonten. Klar, die Saison ist gelaufen und so langsam steht Weihnachten vor der Tür.

Business as usual! Allerdings sollten sie nicht in Stockstarre verfallen und die ruhige Zeit auch nutzen denn: Nach der Saison ist vor der Saison! Da das eigentliche Weihnachtsgeschäft meist noch nicht angelaufen ist, macht es durchaus Sinn, auch mal Ihre Außenaktivitäten und Messen mit Ihrem Team auf den Prüfstand zu stellen. Welche Aktionen und welche Events waren im Nachhinein erfolgreich und welche weniger? Wie viele neue Kunden haben sie bei Events nachweislich dazugewonnen und wie groß war ihr Einsatz? Und, ganz wichtig… was können Sie weiter verbessern? Hier helfen Ihnen ihre eigenen Aufzeichnungen und Ihre EDV schon ein Stück weit weiter. Die CSB Kunden unter Ihnen können z.B. jede generierte Kundenadresse nach Art, Ort und Veranstaltung im Kundenstammdatenblatt klassifizieren. Mit diesem Werkzeug können Sie dann relativ schnell feststellen, wann und zu welchem Anlass sie den Kunden gewonnen haben. Selbst die Wetter- und Temperaturbedingungen zum jeweiligen Messetermin lassen sich im Nachhinein unter der Funktion A/H aufrufen. Aber das nur am Rande.

Zurück zu ihren Eventplanungen. Tatsache ist: Die Zeiten, in denen man am Messestand im großem Stil Kaufverträge ausfüllen konnte sind längst vorbei – egal wie groß und leuchtend Ihre Messesonderpreisschilder auch sind. Auch das „zuschmeißen“ der Messebesucher mit Prospektmaterial nach dem Gießkannenprinzip wird Sie nicht wirklich weiterbringen, da ein Großteil der Hochglanzprospekte eh nur im Altpapiercontainer landet. Viel wichtiger und werthaltiger für Ihr Unternehmen ist, neben dem „gesehen werden“, die eigentlichen Neu-Kundenadressen, um einen direkten und dauerhaften Draht zum Kunden aufbauen zu können. Prospekte und News lassen sich heutzutage kostenfrei mailen, bzw. im Einzelfall auch per Post versenden! Auch erkennt man beim lockeren Plausch am Messestand recht schnell, ob es sich hier um einen potenziellen Kunden oder nur um einen „Seh-Mann“ handelt. Deshalb empfiehlt es sich, solche Events ordentlich zu planen und für sich zu nutzen, um aktiv Kundenadressen zu generieren. Bedenken Sie stets – Ihre Kundschaft wird auf absehbare Zeit eher weniger als mehr werden!

Für all diejenigen, die diesem Thema noch zu wenig Beachtung schenken, hierzu ein krasses Beispiel an „mangelhafter Eventplanung“. Am letzten Oktoberwochenende feierte auch Würzburg einen verkaufsoffenen Sonntag. Der seit Jahrzehnten stets gut besuchte Event zog auch in diesem Jahr gut 150.000 Besucher in die Innenstadt. Unter den vielen Ausstellern waren auch einige Pkw-Händler inkl. Verkaufspersonal, die Neufahrzeuge in die Innenstadt karrten, um für sich und ihre Produkte die Werbetrommel zu rühren. Am Ende des Tages hatten sich die Pkw-Verkäufer als prima Luftballon-, Kugelschreiber- und Schlüsselanhängerverteiler bestens bewährt. Allerdings wurde die Chance, gezielt Neu-Kundenadressen zu generieren, bedauerlicher Weise nicht genutzt. Ob sich der Ausstellungseinsatz der Vierradfraktion, gemessen an den Fixkosten für Standplatz, Personal und Give-aways wirklich gerechnet hat, darf bezweifelt werden.

Der Beitrag stammt von Thomas Slany 2wheelpromotion.com

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