Keine Angst vor dem Umgang mit den Saftspendern

Sachgerechte Lagerung und Behandlung ist die halbe Miete

| Redakteur: Stephan Maderner

Johannes Vix, Keckeisen : „Herausforderungen in der Batterietechnologie – vom Umgang mit Blei- und Lithium-Ionen-Batterien in der Werkstatt.“
Johannes Vix, Keckeisen : „Herausforderungen in der Batterietechnologie – vom Umgang mit Blei- und Lithium-Ionen-Batterien in der Werkstatt.“ (Bild: Vogel Business Media/Johannes Untch)

„Herausforderungen in der Batterietechnologie – vom Umgang mit Blei und Lithium-Ionen in der Werkstatt“ – so lautete der Fachvortrag von Johannes Vix, Keckeisen Akkumulatoren, auf der Fachtagung »bike und business«.

Der Batteriespezialist aus Memmingen ist seit über 40 Jahren erfolgreich auf dem Markt unterwegs. Auf der Fachtagung »bike und busienss« präsentierte der Hersteller sein komplettes Sortiment an Motorradbatterien. Ob Bike-Power Lithium, Gel-Batterien, AGM, HVT speziell für HD oder Classic-Batterien mit Säurepack – Keckeisen hat für jeden Einsatz die passende Batterie.

Als offizieller Vertriebspartner für Exide-Batterien wird ab Frühjahr 2018 auch die Motorrad-Range von Exide bei Keckeisen erhältlich sein. Vertreten wird das Unternehmen durch Anna Wagner und Johannes Vix, der unter anderem zu einem Vortrag mit dem Thema: „Herausforderungen in der Batterietechnologie – vom Umgang mit Blei und Lithium-Ionen in der Werkstatt“ die Teilnehmer über das Marktsegment aufklärte.

Was ist eigentlich eine Batterie genau? Ein wieder aufladbarer Energiespeicher, der beim Aufladen elektrische Energie in chemische Energie umwandeln muss, um sie dann letztlich speichern zu können. Beim Entladevorgang läuft dieser Prozess in umgekehrter Reihenfolge ab. „Damit dieser Prozess möglichst lange funktioniert, muss nach jeder Entladung die entnommene Energie umgehend zu 100 Prozent wieder zugeführt werden“, so Vix. Falls dies über einen längeren Zeitraum nicht möglich sei, erklärt der Batterieexperte, werde auf Grund einer ständig negativen Energiebilanz dieser Akku zwangsläufig früher oder später seinen Dienst verweigern.

Bei der Lagerung von Starterbatterien sei deshalb folgendes zu beachten:

Trockene Batterien: Kühl und trocken lagern (frostfrei), auch die Säure sollte bei gleicher Temperatur wie die Batterie gelagert werden; die ideale Temperatur zur Befüllung und Aktivierung ist über zehn Grad plus.

Gefüllte Batterien: Kühl und trocken lagern (ideal sind 10 bis 20 Grad +). Nicht in die Sonne stellen! Batterie immer möglichst vollgeladen halten, um Ausbildungen größere Bleisulfatkristalle zu verhindern. Batterie niemals im entladenen (auch teilentladenen) Zustand stehen lassen. Auf Lager stehende Batterien regelmäßig kontrollieren (alle drei Monate) und spätestens bei eienr Ruhespannung von 12,4 Volt sofort nachladen.

Was ist bei der Lagerverwaltung zu beachten?

- Beim Verkauf sollte man darauf achten, dass zuerst gelieferte Batterien auch als erste verkauft werden sollten („First in, First out).

- Die neuen frischen Batterien immer hinter die alten stellen und somit die ältesten Batterien immer zuerst verkaufen.

- First in, First out: Lagerverwaltung verlangt wenig Zeit und extra Arbeit, aber man verhindert Reklamationen des Kunden.

- Die Lagerzeit bei vollgeladenen Blei/Säurebatterien ohne Nachladung beträgt ca. drei Monate, nach 15 Monaten sollte die Batterie spätestens zum Einsatz kommen.

-Lithium-Batterien haben eine niedrigere Selbstentladerate.

- Lithium-Batterien sollten nicht im vollgeladenen Zustand gelagert werden, ideal wären ca. 60 Prozent.

Die wichtigsten Funktionsgaranten der Batterie sind die bekannten drei „S“: Sauberkeit, Säure, Spannung!

Sauberkeit: Keine fettigen oder silikonhaltigen Verschmutzungen am Deckel; Oberfläche der Batterie sauber und trocken halten.

Säure: Wenn möglich, Säurestand regelmäßig prüfen, falls erforderlich gereinigtes Wasser nachfüllen; bei hohem Wasserverlust sollte die Regelspannung geprüft werden.

Spannung: Ladezustand der Batterie prüfen.

Vix stellte in seinem Vortrag auch die neuesten Geräte der Lade- und Prüftechnik vor: Multimeter, Säureprüfer und elektronischer Taster.

Schließlich gab er auch noch die ultimativen Tipps für die Winterzeit. „Winterzeit ist Ruhezeit“, sagt Vix. Die Batterie vollladen und dann abklemmen. Verbraucher wie Diebstahlwarnanlagen/Uhren etc. benötigen Strom.Beispiel: 0,025 A x 24h = 0,6 Ah x 120 Tage = 72 Ah.

Die Batterie darf im Motorrad verbleiben. Je kälter es ist, umso niedriger ist die Selbstentladung. Eine vol geladene Batterie gefriert erst bei minus 70 Grad. Wichtig sei es, regelmäßig den Ladezustand zu kontrollieren: ab 12,4 Volt nachladen (Blei). „Zur Kontrolle eignet sich der Battery Guard von Keckeisen.“

Zum Schluss noch einen Tipp für die Entsorgung: „Die bleibasierten Batterien können zu 100 Prozent recycled werden und sind wertvoll. Die Lithium-Batterien müssen getrennt davon entsorgt werden. Das ist kostenpflichtig!“

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