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Harley-Davidson: Rückrufaktion für Touring und Softail

Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Judith Leiterer

Modelle der Baureihen Touring und Softail können Probleme mit dem Geberzylinder der hydraulischen Kupplung aufweisen. Weltweit müssen knapp 35.500 Maschinen überprüft werden.

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Von der Rückrufaktion betroffen: Die Touring Electra Glide Ultra Classic.
Von der Rückrufaktion betroffen: Die Touring Electra Glide Ultra Classic.
(Bild: Harley-Davidson)

Harley-Davidson reagiert mit einer Rückrufaktion auf ein mögliches Problem mit der hydraulischen Kupplung bestimmter Modelle der Baureihen Touring und Softail des Modelljahrs 2016. Wie ein Sprecher der Deutschland-Zentrale des US-amerikanischen Herstellers auf Anfrage mitteilte, umfasst die Aktion die Typen Electra Glide Ultra Classic (FLHTCU), Electra Glide Ultra Limited (FLHTK), Electra Glide Ultra Limited Low (FLHTKL), Street Glide Special (FLHXS), Road Glide Special (FLTRXS), Road Glide Ultra (FLTRU), CVO Street Glide (FLHXSE), Softail Slim S (FLSS), Fat Boy S (FLSTFBS) und CVO Pro Street Breakout (FXSE).

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Außerdem betroffen seien die nicht im deutschen Programm enthaltenen Modelle Electra Glide Ultra Classic Low (FLHTCUL), Electra Glide Police (FLHTP), Street Glide (FLHX) und Road Glide (FLTRX). Die Bikes wurden zwischen dem 17.7.2015 und dem 31.3.2016 in den USA hergestellt. Weltweit sind das 35.495, davon sind in Deutschland 1.013 Einheiten registriert.

„Unter ungünstigen Bedingungen kann es bei einigen dieser Motorräder vorkommen, dass das Hydraulikkupplungssystem nicht genug Hub aufbaut, um die Kupplung nach längerer Standzeit vollständig ausrücken zu können. Grund ist eine chemische Reaktion im Kupplungssystem, die zu Gasblasenbildung führen kann, welche mit einer Verringerung des Kupplungshubs einhergehen kann“, begründete der Sprecher die Aktion. Wenn der Motor mit eingelegtem Gang gestartet oder wenn nach dem Start ein Gang eingelegt werde, sei ein Kontrollverlust über das Fahrzeug möglich.

In der Vertragswerkstatt werden die Maschinen dem Sprecher zufolge umfassend überprüft. Bei Bedarf werde der Kupplungsgeberzylinder überholt beziehungsweise ausgetauscht, falls interne Beschädigungen vorliegen. Da der Überprüfungszeitraum mehr als 24 Stunden betrage, müssten Kunden circa eineinhalb Tage auf ihr Gefährt verzichten. Der Rückruf läuft seit vergangenem Monat unter dem Code „0169“. Unfälle aufgrund des Fehlers habe es bislang keine gegeben.

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 Niko Ganzer

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Freier Journalist