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Harley-Davidson stoppt Livewire-Produktion

| Autor / Redakteur: Holger Holzer/SP-X / Jan Matzke-Volk

Mit der elektrischen Livewire wollte Harley-Davidson ins Elektrozeitalter starten. Das Vorhaben verzögert sich jetzt – mindestens.

Harley-Davidson hat überraschend die Prokuktion der elektrischen Lifewire gestoppt.
Harley-Davidson hat überraschend die Prokuktion der elektrischen Lifewire gestoppt.
(Bild: Harley-Davidson)

Der amerikanische Motorradhersteller Harley-Davidson hat die Produktion seines ersten Elektro-Bikes gestoppt. Begründet wird die Pause für die erst im Sommer vorgestellte Livewire mit einem nicht näher beschriebenen Problem in der Qualitätskontrolle. Weitere Test seien nötig, teilt der Hersteller mit. US-Medien wie das „Wall Street Journal“ berichten von Problemen mit dem Ladegerät der Batterie. Wie lange das Aussetzen der Fertigung dauern soll, ist nicht bekannt.

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Wer wagt, gewinnt?

Das erste E-Motorrad in der 120-jährigen Geschichte Harleys ist Wagnis und Chance zugleich. Beinharte Traditionalisten könnten der US-Ikone den Einstieg in die neue Antriebstechnik übel nehmen, gleichzeitig hofft das Management, mit dem Strom-Bike neue, vor allem jüngere Kunden anzulocken. Denn die Marke leidet seit Jahren an einer überalterten Kundschaft. Ob die Livewire die Lösung für das Nachwuchsproblem sein kann, ist allerdings fraglich: Das 78 kW/106 PS starke Bike mit einer Reichweite von knapp 160 Kilometern kostet in Deutschland stolze 33.000 Euro.

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