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Harley-Davidson: The next big thing

US-Zeitungen berichten, dass Harley-Davidson CEO Matt Levatich in den nächsten fünf Jahren fünfzig neue Modelle auf den Markt bringen und bis 2020 rund 200 neue Dealer außerhalb der USA installieren will.

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Die Marke Harley-Davidson baut seit 1903 an ihrem Unternehmens-Heritage.
Die Marke Harley-Davidson baut seit 1903 an ihrem Unternehmens-Heritage.
(Bild: Harley-Davidson)

Um die im vierten Quartal 2016 von 1 Mrd. (2015) auf 933 Millionen US-Dollar (2016) gefallenen Umsätze wieder anzukurbeln, plant Harley-Davidson President und CEO Matt Levatich in den nächsten fünf Jahren 50 neue Modelle auf den Markt zu bringen. Dies berichtet das „Milwaukee Business Journal“ am 2. Februar.

Im gesamten Jahr setzte die Company laut Onlinedienst „Finanzen.net“ 5,996 Milliarden US-Dollar (nach 5,995 Milliarden US-Dollar 2015) um. 2014 waren es noch 6,228 Milliarden US-Dollar. Mithelfen, der Marke wieder mehr Drehmoment einzuhauchen, sollen außerdem rund 200 Händler, die Levatich bis 2020 außerhalb der USA dem Harley-Netzwerk hinzufügen möchte.

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„Wir wollen weiterhin das liefern, was Biker wünschen“, erklärt Levatich. Mit der erfolgreichen Einführung des Milwaukee-Eight-Motors habe man seine Innovationskraft eindrucksvoll unter Beweis gestellt. „Wir sind absolut sicher, dass uns auch die 2018er-Modelllinie beim Verkaufen hilft“, so Levatich gegenüber dem US-Magazin. Er sei selten so beeindruckt gewesen von den Produkten, die Harley derzeit in der Pipeline habe.

„Wir wollen aber nicht nur neue Motorräder produzieren sondern auch neue Kundenschichten ansprechen. Dazu werden wir viele weitere Händler in Übersee unserem Netzwerk hinzufügen und die Zahl der Harley-Fahrer in den USA steigern, indem wir neue Märkte und Zielgruppen ansprechen, vor allem jüngere Fahrer, Frauen, African-Americans und Hispanics“, so Levatich im „Milwaukee Business Journal“. Impulse liefere dabei in zunehmenden Maße die unternehmenseigene Harley-Davidson Riding Academy, die Menschen helfe, das Motorradfahren zu erlernen. 65.000 Fahrer hätten allein 2016 die Harley-Fahrschule durchlaufen.

Zum Finanzergebnis: Im vierten Quartal 2016 weist Harley-Davidson ein Nettoeinkommen von 47,2 Millionen US-Dollar aus (27 Cent je Aktie); verglichen mit 42,2 Millionen US-Dollar im Vorjahresquartal (22 Cents je Aktie). Die internationalen Verkaufszahlen, die um 2,3 Prozent gestiegen seien, erweisen sich als Lichtblick für die Company. Im vergangenen Jahr fügte Harley seinem Netz 40 neue Händler hinzu. Im letzten Quartal 2016 seien weniger Motorräder verschifft worden, was den Händlern helfe, ihren Fahrzeugbestand abzubauen. Im ersten Quartal 2017 wolle man diese Verknappung fortsetzen, so John Olin, Senior Vice President CFO.

Auf dem South Lawn des Weißen Hauses in Washington haben der neue US-Präsident Trump und sein Vize Mike Pence derweil das Harley-Davidson-Management mit CEO Matt Levatich getroffen; ein standesgemäßer Empfang mit Motorrädern. Ein ursprünglich geplanter Besuch Trumps im Harley-Werk in Milwaukee wurde laut US-Medienberichten jedoch wegen drohender Protestaktionen abgesagt.

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