Harley-Davidson: Touring-Modelle zurück in die Werkstatt

Halterung der Gepäckkoffer kann fehlerhaft sein

| Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Lena Hofbauer

Modelle wie die CVO Street Glide müssen der Rückruf-Aktion folgen.
Modelle wie die CVO Street Glide müssen der Rückruf-Aktion folgen. (Foto: Harley-Davidson)

Rückruf 0166: Modelle aus dem Herstellungszeitraum vom 3. Mai 2013 bis zum 26. Mai 2015 weisen Probleme auf.

Harley-Davidson startet eine Rückruf-Aktion. Typen und Modelle der Touring-Baureihe aus dem Produktionszeitraum zwischen dem 3. Mai 2013 und dem 26. Mai 2015 müssen nochmal in ihre Werkstätten tuckern. In Deutschland sind die Modelle Road Glide Special, Street Glide Special, Electra Glide Ultra Limited, Electra Glide Ultra Limited Low, Electra Glide Ultra Classic und Road King Classic sowie die limitierten CVO-Sondermodelle CVO Road Glide Ultra, CVO Street Glide und CVO Ultra Limited betroffen.

Fahrzeuge mit dem Fahrgestell-Nummernkreis (VIN) 5HD1KBM, FRM, KEL, PG8, TEN, TAN, PXN, KTM, KRM KKL und KSL können betroffen sein. Der Fehler sei laut Hersteller, dass bei den betroffenen Fahrzeugen die Halterung der Gepäckkoffer fehlerhaft sein kann. Unter ungünstigen Umständen kann es beim Betrieb des Fahrzeugs dazu kommen, dass sich ein Koffer vom Motorrad löst.

Eine Abhilfemaßnahme wird sein, dass der Vertragshändler prüft, ob das Fahrzeug betroffen ist und installiert im Falle der Betroffenheit neue Halter.

Auffällig wurde der Fehler durch interne Qualitätskontrollen von Harley-Davidson selbst. Es sind noch keine genauen Unfallzahlen bekannt, die aufgrund dieses Fehlers zustande kamen. Weltweit sind 229.343 Fahrzeuge betroffen, davon 18.248 in Europa, dem Nahen Osten und Afrika. In Deutschland werden 3.408 Fahrzeuge zurückgerufen.

Die neuen Koffer-Befestigungsklammern sind mit zwei Punkten gekennzeichnet. So ist der Vollzug erkennbar. Harley-Davidson hat den Vorfall beim KBA gemeldet. Die deutschen Fahrzeughalter wurden vom Hersteller angeschrieben und aufgefordert, eine Vertragswerkstatt aufzusuchen. Sollte der Kunde der Aufforderung nicht nachkommen, wird der Fehler des betroffenen Fahrzeugs beim nächsten Serviceaufenthalt in der Werkstatt behoben. Die betroffenen Fahrzeuge sind noch in der Garantie. Künftige Gebrauchtkäufer können also sicher sein, dass der Recall an ihrem Fahrzeug durchgeführt wurde.

Die Aktion startete am 27. Juli 2015, der interne Recall ist mit der Nummer 0166 gekennzeichnet.

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