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Harry, hol‘ schon mal das Moped…

| Autor / Redakteur: Stephan Maderner / Valeria Schulte-Niermann

„Harry hol schon mal das Moped“, hieß im März das Leitmotto für die aus dem Winterschlaf erwachten Biker. Dieser Spruch ist gemünzt auf das gleichnamige Hochdruckgebiet, das im Wonnemonat über Deutschland lag.

(Bild: ©evan_ers/Fotolia.com [M] – Haselmann)

Zuvor hieß es noch Gulliver (was mich an dieser Stelle schon einmal über „Gullivers Reisen“ fabulieren ließ). Die Frühlingswärme lockt die Biker tatsächlich wieder in Scharen auf die Straßen. Und – wie alle Jahre wieder – ist der deutsche Asphalt zu Beginn der Saison ein ganz besonders gefährliches Pflaster für uns Zweiradfahrer. Bereits am ersten Wochenende mussten die ersten Biker ihr Leben lassen. Das hat zwei wesentliche Gründe: zum einen überschätzen die Biker nach der langen Winterpause regelmäßig ihr fahrerisches Können und ihre Leistungsfähigkeit. Zum anderen haben viele Autofahrer die Kollegen auf den Bikes (noch) nicht so richtig auf der Rechnung. Das führt dann leider zu den Negativschlagzeilen. Mein Appell an dieser Stelle: Fahrt vorsichtig und nehmt Rücksicht aufeinander. Macht es zum Beispiel wie die Taiwanesen: dort zählt das große Ganze. Jeder achtet auf den anderen. Nur so lässt sich erklären, dass das gigantische Verkehrsgewimmel zum Beispiel in der Hauptstadt Taipeh fast unfallfrei über die Bühne geht. Lasst uns von den Asiaten lernen. Das rettet Leben, ist gut für unsere Unfallstatistik und hilft, das Image unseres (allzu oft als tödlich-gefährlich titulierten) Hobbies in der Gesellschaft zu stärken. Dazu gehört freilich auch, dass Raser auf zwei Rädern, noch dazu den ungeübten, ein Auslaufmodell sind.

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