Hein Gericke Europe: Insolvenz Nummer vier – Läden laufen vorerst weiter

Kanzlei Lambrecht berät

| Autor: Stephan Maderner

Getreu dem Hit der Düsseldorfer Band Tote Hosen „An Tagen wie diesen“ war die Welt von Hein Gericke Europe noch in Ordnung. Das war im April 2014.
Getreu dem Hit der Düsseldorfer Band Tote Hosen „An Tagen wie diesen“ war die Welt von Hein Gericke Europe noch in Ordnung. Das war im April 2014. (Bild: Hein Gericke Europe)

Am 3. November stellte Paul Liao von Hein Gericke Europe einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung.

Nachdem wir bereits im Speedlog des »bike und business«-Chefredakteurs am vergangenen Dienstag verkündeten, wonach der Düsseldorfer Filialist Hein Gericke Europe wohl zum wiederholten Male in den vergangenen zwanzig Jahren in finanziellen Turbulenzen steckt, konnten unsere Recherchen jetzt weitere Fakten ans Tageslicht befördern.

Demnach erreichte die Mitarbeiter des Hein-Gericke-Filialnetzes am vergangenen Montag folgende E-Mail von Paul Liao: „Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitarbeiter, am 03.11.2017 habe ich beim zuständigen Amtsgericht (Anm. d. Redaktion: Düsseldorf) einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. Das Amtsgericht hat antragsgemäß ein vorläufiges Eigenverwaltungsverfahren angeordnet und Herr Rechtsanwalt Haslinger zum vorläufigen Sachwalter bestellt. Hintergrund des Antrages ist die erforderliche Restrukturierung des Unternehmens, die durch die in dem Verfahren zur Verfügung stehenden Instrumente erheblich erleichtert wird.

Im Rahmen des Verfahrens und der erforderlichen Restrukturierung und Sanierung werden wir betriebswirtschaftlich durch die Sanierungsberatung Prof. Dr. Frank Reinhardt und rechtlich durch die hierauf spezialisierte Kanzlei Lambrecht beraten. Der Geschäftsbetrieb wird in Abstimmung mit diesen vollumfänglich fortgeführt. Die Filialen sollen im Rahmen einer Übertragung auf Interessenten erhalten werden, wobei Gespräche mit Interessenten bereits laufen.

Um eine bestmögliche Sanierung des Unternehmens zu erreichen, bitte ich Sie, auch weiterhin Ihre engagierte Arbeit fortzusetzen. Die Gehälter der Mitarbeiter sind in den kommenden drei Monaten, bis Ende Januar 2018, durch das Insolvenzgeld gesichert. Derzeit wird eine Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes vorbereitet. Ich gehe davon aus, dass diese durch die Agentur für Arbeit genehmigt wird.

Aufgrund des nun laufenden Verfahrens dürfen Gutscheine nicht mehr verkauft bzw. ausgegeben werden. Rücknahmen aus Kulanz können nicht mehr erfolgen. Bei Fragen zum weiteren Ablauf des Verfahrens steht Ihnen Herr Rechtsanwalt Michelsen von der Kanzlei Lambrecht jederzeit gerne unter der Rufnummer 0211/836 80510 oder unter der E-Mail: m.michelsen@lambrecht.eu zur Verfügung.“

Die Redaktion hat bei Herrn Michelsen eine E-Mail-Anfrage zur weiteren Zukunft von Hein Gericke Europe gestellt. Wir halten Sie auf dem Laufenden.

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