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Hein Gericke Europe: Künftig nur noch Großhändler

Hein Gericke beantragte Insolvenz in Eigenverwaltung und will sich zukünftig auf das Großhandelsgeschäft konzentrieren. Derzeit laufen Verhandlungen über den Verkauf von Filialen.

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Hein Gericke meldete am 3. November 2017 zum vierten Mal Insolvenz an.
Hein Gericke meldete am 3. November 2017 zum vierten Mal Insolvenz an.
(Bild: Stephan Maderner)

Die Hein Gericke Europe GmbH wird von einem Einzelhändler in einen Großhändler umgewandelt. Dies teilt RA Maximilian Michelsen von Lambrecht, Partnerschaft von Rechtsanwälten mbB, gegenüber "bike und business" mit. Seine Organisation ist mit der rechtlichen Beratung des insolventen Unternehmens beauftragt.

Darin heißt es, dass das Unternehmen bereits in der Vergangenheit wiederholt Umstrukturierungen und Sanierungen durchlaufen habe, die an dem Konzept des Filialisten festhielten. Der engagierte chinesische Investor wolle sich nun zukünftig auf den Großhandel und den Vertrieb der Produkte an den Einzelhandel konzentrieren.

Es sei in den nächsten Monaten vorgesehen, die Strukturen auf den Großhandel auszurichten und die Filialen auf Interessenten zu übertragen. Hier würden bereits erste Gespräche geführt.

Um die gesetzlichen Instrumente des Insolvenzverfahrens nutzen zu können, hätte sich die Geschäftsführung erneut zu einem Insolvenzverfahren entschlossen. Das Amtsgericht hat das beantragte vorläufige Eigenverwaltungsverfahren angeordnet und Rechtsanwalt Bora Haslinger zum vorläufigen Sachwalter bestellt. Durch die Eigenverwaltung soll die Unterstützung durch die chinesischen Finanzierer und Investoren weiterhin gesichert werden.

Im Rahmen des Verfahrens und der erforderlichen Restrukturierung und Sanierung wird das Unternehmen betriebswirtschaftlich durch die Sanierungsberatung Dr. Frank Reinhardt und rechtlich durch die hierauf spezialisierte Kanzlei Lambrecht beraten.

Hein Gericke wurde vor über 40 Jahren gegründet – wie es heißt: „von Motorradverrückten für Motorradverrückte.“ Das Unternehmen betreibt heute rund 30 Filialen in ganz Deutschland und beschäftigt 140 Mitarbeiter. Es bietet seit Beginn Kleidung unter den eigenen Marken wie Hein Gericke und Tuareg an. Die am 3. November beim Amtsgericht beantragte Insolvenz ist bereits die vierte in der bisherigen Unternehmensgeschichte.

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