Hein Gericke: Sanierungsplan eingereicht

Gläubiger stimmen vor Weihnachten ab

| Autor / Redakteur: Stephan Maderner / Stephan Maderner

Hein Gericke hat fristgerecht beim Amtsgericht Düsseldorf einen Sanierungsplan vorgelegt.
Hein Gericke hat fristgerecht beim Amtsgericht Düsseldorf einen Sanierungsplan vorgelegt. (Foto: Hein Gericke)

Hein Gericke legt nach eigenen Angaben den nächsten Baustein für eine erfolgreiche Unternehmenssanierung. Viele Gläubiger bleiben dennoch skeptisch.

Hein Gericke stellte am 30. Juli 2012 einen Antrag auf ein eigenständiges Sanierungsverfahren (Schutzschirmverfahren) beim zuständigen Amtsgericht in Düsseldorf. Das Unternehmen kündigte damals an, bis Anfang November 2012 einen Sanierungsplan vorzulegen. Diesem Anspruch ist das Management nun nachgekommen und reichte einige Tage vor Ablauf der gerichtlich eingeräumten Frist den entsprechenden Sanierungsplan zur Restrukturierung des Unternehmens beim Amtsgericht Düsseldorf ein. Bei Konzeption und Erstellung des umfangreichen Sanierungsplans wurde dem Management von Hein Gericke die Restrukturierungs-Erfahrung von Rechtsanwalt Florian Gantenberg aus der Kanzlei LADM in Düsseldorf zuteil. Das Amtsgericht Düsseldorf hat daraufhin plangemäß am 1.11.2012 das Insolvenzverfahren eröffnet und auch hierfür die Eigenverwaltung angeordnet. Als Sachwalter ist weiterhin ein Sanierungsexperte, Rechtsanwalt Georg F. Kreplin aus dem Büro Kreplin & Partner aus Düsseldorf, eingesetzt.

Zu Beginn des Schutzschirmverfahrens initiierte Hein Gericke einen Investorenprozess. Mittlerweile befindet sich Hein Gericke in sehr konkreten Verhandlungen mit mehreren Investoren über deren Beteiligung an dem Unternehmen. Alle Beteiligten sind nach eigenen Angaben sehr optimistisch, dass Hein Gericke mit Unterstützung des neuen Investors nachhaltig saniert werden kann.

Ebenfalls positiv entwickele sich das Geschäft der neu gegründeten Tochtergesellschaft Hein Gericke Motorcycle Equipment UK Ltd. In den ersten Wochen der neuen Geschäftstätigkeit habe die Gesellschaft deutlich über dem Budget liegende Umsätze erzielt. Die Neugründung wurde notwendig, nachdem die vorherige Gesellschaft mit insgesamt 48 Shops in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten war. Mit dem Rückkauf und Überführung der 16 ertragreichsten Shops in die neue Tochtergesellschaft sei ein wesentlicher Beitrag zur erfolgreichen Fortführung der Hein- Gericke-Gruppe geleistet worden.

Den vorgelegten Sanierungsplan sehen indes viele Hein-Gericke-Gläubiger naturgemäß viel kritischer, weil sie fürchten, auf ihren offenen Forderungen sitzen zu bleiben. „Die Lieferanten stehen einer Rettung des Filialisten generell skeptisch gegenüber, weil der nicht zum ersten Mal in finanzielle Schieflage geraten ist und auch schon bei früheren Sanierungen verbrannte Erde hinterlassen hat“, wie ein Brancheninsider »bike und business« berichtet.

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