Heiß auf Zweiradmechatronik?

Anmerkungen zu aktuellen Branchenthemen

| Autor: Stephan Maderner

Rasender Reporter: An dieser Stelle redet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner regelmäßig Benzin.
Rasender Reporter: An dieser Stelle redet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner regelmäßig Benzin. (Bild: Vogel Communications Group)

Aus dem Tagebuch des »bike und business«-Chefredakteurs (KW 4/II), Folge 659: Gute Kunde kommt dieser Tage von Bundesinnungsmeister Frank Döring: Die Jugend...

...hat wieder mehr Bock auf den Ausbildungsberuf des Zweiradmechatronikers. Die Lehre in Motorrad- und Fahrradbetrieben bleibe attraktiv, so der oberste Repräsentant des deutschen Zweiradhandwerks, Details dazu in unserem Newsletter. „Seit das Berufsbild 2014 modernisiert wurde, steigen die Ausbildungszahlen“, ist sich der Bundesinnungsmeister für das Zweirad-Handwerk, sicher. Das Bundesinstitut für Berufsbildung registrierte 2018 insgesamt 924 neue Verträge. 60 Prozent davon im Fahrrad- und 40 Prozent im Motorradsektor. Macht also nach Adam Riese rund 554 neue Azubis, die an Fahrrädern schrauben und 370 an Motorrädern. Insgesamt ein Plus von 8,1 Prozent. Das dritte Jahresplus in Folge. Hört sich erst einmal gut an und ist es auch.

Tropfen auf den heißen Stein?

Doch setzt man eher die Brille auf, die das Große und Ganze in den Blick nimmt, trübt es sich doch ein wenig ein. Die ermittelte Zahl von 370 Mechatronikern der Fachrichtung Motorradtechnik ist nämlich angesichts des Fachkräftemangels, der jetzt schon in weiten Teilen Deutschlands in den Motorradwerkstätten herrscht, nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Langfristig lässt sich damit der Bedarf von rund 2.000 Händlerbetrieben in Deutschland und etwa 1.800 Freien Werkstätten kaum befriedigen. Denn gefühlt vergeht kein einzelnes Gespräch mit Händlern oder Werkstattinhabern, ohne dass man beim Thema Nachwuchsprobleme landet. Die bittere Wahrheit ist, dass immer mehr Unternehmen keine Azubis mehr haben möchten, sei es, weil sie die Arbeit mit den Lehrlingen oder die damit verbundenen Mühen scheuen, Angst vor den Kosten haben oder vielleicht einfach keine geeigneten Kandidaten finden. Doch wer nicht in den Nachwuchs investiert, verspielt seine Zukunft. Der demografische Wandel hat seine Dynamik noch nicht zur Gänze entfaltet. Der Run auf gute Fachkräfte nimmt zu. Am freien Stellenmarkt tobt ein Kampf um die besten Köpfe.

Nur wer ausbildet, sichert sich ein Stück Zukunft

Wie halten Sie es mit der Ausbildung? Kümmern Sie sich um eigenen Nachwuchs? Finden Sie immer überhaupt noch Bewerber. Und wenn ja, sind es die richtigen? Wo suchen Sie und wo werden Sie am besten fündig? Sind eventuell unter den vielen zu integrierenden Flüchtlingen Erfolg versprechende Kandidaten dabei? Oder haben Sie sich vom Thema Ausbildung verabschiedet, weil man ohnehin niemand entsprechend Befähigten mehr findet? Was ist zu tun? Wie können Hersteller und Verbände helfen? Oder ist Hopfen und Malz schon verloren? Schreiben Sie mir Ihre Meinung, ich freue mich wie immer auf Ihr Feedback.

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