Heldenhafter Händler in Südafrika

Exklusiv-Reportage von der BMW GS Trophy 2010

17.12.2010 | Autor / Redakteur: Jochen Vorfelder / Stephan Maderner

Thomas Donnecker, KTM- und Suzuki-Vertragshändler aus Bad Soden-Salmünster, kämpfte mit dem Team Germany bei der BMW GS Trophy 2010 in Südafrika.
Thomas Donnecker, KTM- und Suzuki-Vertragshändler aus Bad Soden-Salmünster, kämpfte mit dem Team Germany bei der BMW GS Trophy 2010 in Südafrika.

Alle zwei Jahre lädt BMW 30 Motorradfahrer zur Internationalen GS Trophy ein. 2010 ging es für die Teilnehmer durch den Süden Afrikas; einer von ihnen war diesmal der Suzuki- und KTM-Händler Thomas Donneker aus Bad Soden-Salmünster. „bike und business“-Autor Jochen Vorfelder hat ihn und das deutsche Team begleitet.

Ganz geheuer ist Thomas Donnecker der Campingplatz nicht. Obwohl, so haben die Ranger vom Phinda Wildpark betont, die beiden Elektrodrähte, die rund um die siebzig Zelte gespannt sind, würden Elefanten, Nashörner und Giraffen in der Nacht von ungebetenen Besuchen abhalten. Aber was ist mit den Hyänen, den Löwen und dem sonstigen kleinwüchsigen Getier? Den Affen, die einen Steinwurf entfernt im Unterholz toben? Thomas Donnecker macht sich schon seine Gedanken, als in Phinda die Sonne blutrot im Dschungel versinkt, denn Camping in Südafrikas wildester Gegend ist sonst seine Sache nicht.

Im wirklichen Leben ist der 47jährige Donnecker Suzuki- und KTM-Vertragshändler im hessischen Bad Soden-Salmünster; er führt Motorrad Donnecker zusammen mit seinem Bruder schon fast zwanzig Jahre. „Es ist eigentlich jetzt das erste Mal, dass wir das Geschäft komplett dicht gemacht haben, mein Bruder ist gerade bei einer Veranstaltung für die zwanzig besten deutschen KTM-Händler auf Mallorca,“ sagt Donnecker. „Ich wäre sonst zu Hause geblieben, aber so eine Chance wie die GS Trophy, die kann man sich doch nicht entgehen lassen.“

Die GS Trophy - dieses Jahr vom 13. bis 21. November - ist kein Rennen, sondern eine Gruppen-Rallye, bei der nicht die gefahrene Zeit, sondern Ausdauer, Pfiffigkeit und Teamwork zählt. Die dreißig Fahrer haben ihr Ticket bei den nationalen Vorausscheidungen, den „Challenges“, in dreizehn Ländern gewonnen. BMW veranstaltet die Trophy, um die Markführerschaft in der Klasse der Groß-Enduros zu festigen und um die hauseigene GS-Modellreihe zu bewerben. Deshalb ist die Trophy auch kein Profi-Rennen wie etwa das „Roof of Africa“: Alle GS-Eigner weltweit sollen sich als potentieller Teilnehmer und Abenteurer fühlen können.

Und ein Abenteuer ist es für Thomas Donnecker und seine beiden Team-Kameraden Dirk Remmel und Thomas Modelmann allemal. Ein hartes sogar: Die Trophy wird während zwanzig Sonderprüfungen entscheiden und führt an sieben Tagen über rund 2.000 Kilometer durch Südafrika, Swasiland und Mosambik. Von den Ländern sehen die Fahrer dabei wenig; die grandiose Landschaft und die Eindrücke fliegen vorbei. Stopps sind nur an den Sonderprüfungen vorgesehen; Pausen gibt es nur an den Zapfsäulen.

Statt dessen ist die Veranstaltung ein Experiment in Gruppendynamik. Zehn Mannschaften; jeweils drei Fahrer, drei Einzelkönner, die sich innerhalb kürzester Zeit zu einen gut funktionierenden Team zusammenraufen müssen - unter Bedingungen, die alles andere...

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