Hinter den Kulissen von „Motorrad des Jahres“ 2019

Anmerkungen zu aktuellen Branchenthemen

| Autor: Stephan Maderner

Rasender Reporter: An dieser Stelle redet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner regelmäßig Benzin.
Rasender Reporter: An dieser Stelle redet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner regelmäßig Benzin. (Bild: Vogel Communications Group)

Aus dem Tagebuch des »bike und business«-Chefredakteurs (KW 11/II), Folge 673: Vergangenen Montag 16 Uhr, war es wieder soweit: Die Motorpresse Stuttgart startete ihren großen Branchentreff, die Preisverleihung der Leserwahl „Motorrad des Jahres“ 2019 der Zeitschrift „Motorrad“. Ich fühle mich tatsächlich...

...geehrt, als einer der wenigen Journalisten, die nicht zur veranstaltenden Motorpresse Stuttgart gehören, diesem großen Networkingevent der Zweiradbranche beiwohnen zu dürfen. Vielen Dank an „Motorrad“-Chefredakteur Michael Pfeiffer und Anzeigenchef Marcus Schardt, dass ich wie immer Teil ihrer illustren Runde sein darf. Bietet sich dort für mich doch die einzigartige Chance, Gespräche mit allen wichtigen Vertretern der Hersteller und Importeure, der Zubehörindustrie und wichtigen Händlern zu führen.

Lassen Sie uns also in diesem Speedlog ein wenig hinter die Kulissen dieser Veranstaltung blicken. Vorhang auf im Renitenztheater Stuttgart. Erste Überraschung, der Chefredakteur begrüßt den Moderator des Abends: Michael Gaedt. Der schwäbische Entertainer, Gründungsmitglied der Comedygruppe „Die kleine Tierschau“, ist selbst ein begeisterter Biker und fleißiger Choppersammler. Gekonnt und mit schhhhhwäbissschhhh frechem Witz führt er durch die Preisverleihungen. Nach der Begrüßungsrede von Timm Ramms, Leiter Geschäftsbereich Mobilität, geht es dann Schlag für Schlag weiter mit den Oscar-Verleihungen, den Klassensiegern der einzelnen Kategorien. Grundlage der traditionsreichen Publikumswahl, die dieses Jahr bereits zum 21. Mal stattfand, sind 47.407 Leserstimmen. Sie wählten ihre Favoriten aus insgesamt 222 Modellen in zehn Kategorien.

Auch wenn KTM die meisten Siege davon trug (vier, nämlich 125 Duke, 390 Duke, 1290 Super Duke GT und 1290 Super Duke R), war es für BMW (drei Siegerbikes, S 1000 RR, S 1000 XR, R 1250 GS) nach eigenen Angaben wieder ein „Superwahljahr". Die Münchner landeten im Top-3-Feld mit insgesamt neun von 30 möglichen Modellen - Platz eins in der inoffiziellen Markenrangliste!

Platz zwei ging an Ducati (sechs) vor KTM (vier). Drei Hondas konnten sich platzieren und je zwei Aprilias und zwei Triumphs (mit dem Chopper-Siegerbike Bonneville Bobber/Black und der Thruxton 1200 bei den Modern Classics). Alle anderen vertretenen Marken wie Indian (FTR 1200), Moto Guzzi (V85 TT Enduro) und Yamaha (T-Max) holten sich für je ein Modell eine Urkunde ab; Kawasaki freute sich über den Gewinn der Kategorie Modern Classics (Z 900 RS/Cafe) und Vespa sicherte sich mit der „ewigen GTS Super 300“ den 1. Platz bei den Rollern. Weitere Details im untenstehendem Artikel.

„Motorrad des Jahres 2019“ – Österreich gegen Bayern 4:3

„Motorrad des Jahres 2019“ – Österreich gegen Bayern 4:3

12.03.19 - KTM glänzt bei der Leserwahl 2019 von „Motorrad“ und gewinnt vier von zehn Kategorien. Die Trophäen für die Erfolge in den Kategorien Tourer, Naked Bikes, 125er und in der neuen Wahlkategorie „Einsteiger“ wurden am 11. März in Stuttgart überreicht. lesen

Während bei den Orangenen der PR-Manager Thomas Kuttruf gleich vier Mal allein im Rampenlicht stehen durfte, teilten sich den Glanz bei den Weiß-Blauen Dr. Markus Schramm, Prof. Dr. Karl Viktor Schaller, Henning Putzke und Andreas Müller. Das nenne ich mal Wertschätzung der hochdekorierten Manager aus München für diesen Preis! Lob geht aber auch an die anderen Hersteller, die für die „Honneurs machen“ die oberste Heeresleitung schickten. Für Triumph war Geschäftsführerin Natalie Kavafyan angetreten, für Kawasaki Deutschland Vertriebsleiter Jürgen Höpker-Seibert, für Yamaha Marcel Driessen und für Indian Torsten Zimmer. Die Piaggio-Flagge hielt Ralph Zimmer hoch (er freute sich diebisch über den überraschenden dritten Platz der Moto Guzzi V85 TT in der Enduro-Kategorie). Die Ehrungen für Honda (Africa Twin, Monkey, CB 500 F/CBR 500 R) nahm PR-Mann Erik Mertens entgegen und für Ducati (Panigale V4 R, Panigale V4/S/Corse, Diavel, XDiavel, Multustrada 1260, Hypermotard 950) Deutschland-Pressesprecher Robert Glück mit einem italienischen Kollegen.

Weiterer Höhepunkt der Veranstaltung war die Verleihung der „Best Brands“ in 21 Kategorien aus Sicht der „Motorrad“-Leser. Sie fand heuer zum 14. Mal statt. Wer hier die Nase vorn hatte, lesen Sie im folgenden Artikel.

„Motorrad“-„Best Brand“ 2019: Wachwechsel beim Öl

„Motorrad“-„Best Brand“ 2019: Wachwechsel beim Öl

13.03.19 - Bereits zum 14. Mal verlieh die Zeitschrift „Motorrad“ die Trophäe Best Brand 2019, basierend auf der Leserumfrage im Rahmen der Wahl zum „Motorrad des Jahres“. lesen

Famous last words

Gestatten Sie mir zum Schluss meines wie immer sehr intimen Online-Tagebuchs noch eine persönliche Anmerkung. Sie gilt denjenigen, die mich unlängst kritisierten, dass ich mich an dieser Stelle zu wichtig nähme und endlich von meinem hohen Ross absteigen möge. Ich weise darauf hin, dass dieses journalistische Format auf den Namen „Stephans Speedlog“ hört und ganz bewusst und absichtlich die selbstironisch geschilderten Erlebnisse und Gefühle des Verfassenden wider gibt (Stichwort „Bike-Bundeskanzler“). Hier steht schwarz auf weiß (heute in Folge 673), welche Branchenthemen mich gerade beschäftigen, was mich umtreibt, wo ich unterwegs bin und welche Insides mir durch den Kopf gehen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger! Wem diese Subjektivität gegen den Strich geht, sollte diese Kolumne meiden und seinen Informationshunger einfach im fachlich-objektiven Nachrichtenteil des B2B-Newsletters stillen. Deal? Freue mich über Ihr Feedback.

In touch mit der Motorradfamilie

In diesem Sinne versuche ich nun, die Kurve in meinem Speedlog zu kriegen und erinnere mich noch einmal – gewissermaßen als kleines Gedächtnistraining – an alle meine (kurzen und langen) Begegnungen und Gesprächspartner auf der Motorrad-Oscar-Verleihung in Stuttgart: Darunter waren u.a. Matthias Meier (Harley-Factory Frankfurt), Klaus Limbächer (Limbächer), Mirko Nagler (Sena), Stefan Makowski (Arai), Peter Kaiser (HJC), Richard Bruinhof (Scorpion), Heiko Howe (Dainese),Lou Windau und Dr. Peter Oberkönig (Modeka), Marcel Driessen, Karlheinz Vetter, Nicole Papay (alle Yamaha), Torsten Zimmer (Indian), Andreas Müller (BMW), Uwe Maciejonczyk (Royal Enfield), Hans-Jürgen Weigt (Messeveranstalter Dortmund und Leipzig), Sven Oppenkowski (WD-40), Stefan Wind (Dr. Wack), Matthias Kroner (Rukka), Petra und Hans Jürgen Stadler (Stadler), Dr. Oliver Moosmayer (Paaschburg & Wunderlich), Reiner Brendicke und Achim Martens (IVM), Jörg Diehl (SW-Motech), Jörg Hillmann (Schuberth), André Walek (Nolan), Jochen Schmitz-Linkweiler (LSL), Erik Mertens (Honda), Christelle Dehlinger (Michelin), Natalie Kavafyan und Uli Bonsels (Triumph), Robert Glück (Ducati), Christine Urban und Jürgen Höpker-Seibert (Kawasaki) sowie Michael Pfeiffer, Marcus Schardt, Ralf Schneider, Eva Breutel und Reinhard Oppermann (alle Motorpresse). Sorry, jemand vergessen? Gruß an meine grauen Zellen!

Auf jeden Fall bedanke ich mich von Herzen für all' die inspirierenden Begegnungen und Benzingespräche, die mir an diesem Abend zuteil wurden. Danke für das freundschaftliche Miteinander nebst lukullischer Höhepunkte in der trauten Motorradfamilie. Nächstes Jahr gerne wieder...

Schlag für die Elektromobilität?

PS. Als ich diesen Speedlog finalisiere, erreicht mich über die sozialen Netzwerke die Nachricht vom katastrophalen Brand auf der Rennstrecke in Jerez. Dort sind im E-Paddock in der Nacht zum Donnerstag 18 Einheitsmotorräder der MotoE-Rennserie (Energica Ego) in Flammen aufgegangen, die zwölf MotoE-Rennteams dort gerade am Testen hatten. Die Ursachen für dieses Fiasko sind noch ungeklärt. Der Unfall dürfte die kontroverse Debatte um die Elektromobilität weiter anfachen. Das ist Wasser auf die Mühlen der Stromgegner.

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