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HMB-Guzzi: Ersatzteile für alte Moto Guzzi in Kleinserie

Redakteur: Stefanie Michel

Wer Ersatzteile für Moto-Guzzi-Motorräder benötigt, landet oft bei HMB-Guzzi. Sind die Teile im Original nicht mehr erhältlich, übernimmt die Firma SWS CNC Fräsen: Dort setzt man für das Produktdesign und die Produktion auf Steuerungs- und CAD-Technik von Siemens. Damit können auch Kleinserien und Prototypen rentabel gefertigt werden.

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Für die Fertigung der nötigen Ersatzteile für alte Moto Guzzi kommt Siemens-Technik zum Einsatz.
Für die Fertigung der nötigen Ersatzteile für alte Moto Guzzi kommt Siemens-Technik zum Einsatz.
(Bild: Siemens AG/P. Kronfeld)

Alte Motorrad-Modelle von Moto Guzzi haben Liebhaber auf der ganzen Welt, denen eine gute Ersatzteilversorgung für ihr Bike wichtig ist. Dieser Umstand führte dazu, dass Michael Behrendt seine ursprünglich kleine Motorradwerkstatt HMB-Guzzi in Röttenbach bei Nürnberg um einen Webshop erweiterte, der den Inhaber mittlerweile zu einem international bekannten Tuning-Spezialisten für Moto Guzzi gemacht hat. Mit Tuning sind in diesem Zusammenhang nicht das „Aufbohren“ der Maschinen gemeint, sondern das Ersatzteilgeschäft mit dezentem optischem Tuning.

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CAD, CAM und Steuerung aufeinander abgestimmt für Kleinserien

Hier stand Behrendt jedoch schnell vor einem Problem, denn viele Originalteile sind heute kaum noch erhältlich. Hinzu kommt: „Bauteile für Motorräder aus den 70er und 80er Jahren entsprechen dem damaligen Stand der Fertigungstechnologie und Materialien. Das geht heute besser. Mit moderner CNC-Technik und neuen Materialien können wir Teile viel passgenauer und edler fertigen, oft auch deren Funktionalität und Lebensdauer verbessern. Wir entwickeln deshalb auch eigene Teile“, erläutert Michael Behrendt.

Für die Fertigung der Teile hat Behrendt sich Verstärkung in Form von Biker und Moto-Guzzi-Besitzer Manfred Sehr gesucht. In seiner Firma, SWS CNC Fräsen in Schwabach, ermöglichen Produkte von Siemens die Teilefertigung. Extrem komplexe Teile werden in dem 3D-CAD-Programm Solidworks abgebildet, weniger aufwändige Modelle entstehen via Mastercam und werden dann über Shopmill programmiert. „Shopmill ist sehr mächtig und gleichzeitig haben wir eine perfekte Sicht auf das Werkstück und alle Arbeitsschritte“, so Manfred Sehr. Für die Fertigung setzt Manfred Sehr auf ein Fünf-Achs-Bearbeitungszentrum von DMG mit einer Sinumerik-840D-Steuerung sowie vier Drei-Achs-Fräsmaschinen unterschiedlicher Hersteller, die mit einer Sinumerik 810D beziehungsweise 840D automatisiert werden.

Einheitliche Bedienoberfläche von Sinumerik und Shopmill

„Wir fertigen für HMB-Guzzi und andere Auftraggeber Kleinserien von 20 bis 100 Stück. Da punktet Sinumerik einfach in der Handhabung und der einheitlichen Bedienoberfläche mit Shopmill“, so Sehr. Für das Training, das aufgrund der hohen Anforderungen an Maßgenauigkeit und Oberflächenbearbeitung äußerst wichtig ist, nutzen er und seine Mitarbeiter die Trainingssoftware Sinutrain.

Durch die Kooperation mit SWS und des dortigen Einsatzes der Siemens-Lösungen kann HMB-Guzzi sich dauerhaft Wettbewerbsvorteile sichern und seine Kunden langfristig binden.

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