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Honda bittet Acht- bis Elfjährige in den Offroadsattel

| Autor / Redakteur: Stephan Maderner / Dipl. sc. Pol. Univ. Stephan Maderner

Auf die jugendlichen Einsteiger zielt die neue Honda CRF 110 F. Auch der Rest der Honda-Offroad-Familie wurde für 2013 gründlich überarbeitet.

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Im Bild die neue Honda CRF 450 Modelljahr 2013.
Im Bild die neue Honda CRF 450 Modelljahr 2013.
(Foto: Honda)

Honda hat seine Offroad-Familie für 2013 überarbeitet: Komplett neu kommt die CRF 450 R daher. Von zahlreichen Detailänderungen profitiert ab Herbst auch die CRF 250 R. Ganz neu im Sortiment ist die CRF110F, die aufgrund der Gesamtgröße die CRF 70 F ablöst und für die Zielgruppe der 8- bis 11-Jährigen konzipiert wurde.

Der Markt für jugendliche Offroad-Einsteiger wächst kontinuierlich und dauerhaft wohl auch in Zukunft. Kein Wunder, da das Fahren in Offroad-Parks und auf Motocross-Strecken eine sinnvolle Freizeitangelegenheit ist, bei der die ganze Familie mitzieht. Fahren auf Wiesen und in freiem Gelände ist in frühem Alter bestens geeignet, junge Menschen an das Thema Motorradfahren heranzuführen. Die Beherrschung der Maschine geht nahezu intuitiv in Fleisch und Blut über, was nicht nur grundsätzlich positiv ist und Erfolgserlebnisse beschert, sondern ebenfalls hilfreich ist, falls später ein Umstieg auf Straßenmotorräder oder sogar zu sportlichen Wettbewerben erfolgt.

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Die Honda CRF 110 F ist eine komplette Neuentwicklung, mit der das populäre Modell CRF 70 F ersetzt wird. Angesprochen werden Nachwuchsbiker mit einer Körpergröße zwischen 1,20 und 1,45 Meter und etwa 30 bis 50 kg Gewicht. Die Maschine ist eher für Einsteiger und generelles Offroad-Freizeitvergnügen gedacht.

Das moderne Viertakt-Triebwerk der CRF 110 F hat reichlich Kraft und Durchzug zu bieten, auch der Elektrostarter ist eine angenehme Zugabe. Der neu entwickelte Rahmen mit vollwertigen Federelementen garantiert jederzeit stabiles und sicheres Fahrverhalten. Das Styling ist am Motocross-Topmodell, der CRF450R, angelehnt.

Mit 50 mm Bohrung und 55,6 mm Hub verfügt die CRF110F mit 109 cm3 über deutlich mehr Hubraum als der Vorgänger CRF70F (47 mm x 41,4 mm; 72 cm3). Das luftgekühlte SOHC-Viertakt-Triebwerk ermöglicht so quicklebendige Fahrleistungen.

Beachtliches Leistungsplus

PS- und Drehmomentwerte stiegen von 3,6 kW / 5 Nm auf 5,4 kW / 8,9 Nm; der Kraftzuwachs beträgt 49 Prozent, beim Drehmoment sind es 77 Prozent. Die automatische Kupplung funktioniert über zwei Systeme, einmal zum Anfahren und einmal zum Gangwechseln. Der Umgang damit ist kinderleicht und macht das Lernen einfacher als ein konventionelles System. Das Getriebe verfügt über vier Gangstufen (vorher drei).

Eine Airbox versorgt das Viertaktherz mit notwendiger Frischluft und trägt zur Motorcharakteristik sowie zum niedrigen Verbrauch bei. Ein Schutzschild über dem Auspuffdämpfer soll unliebsame Erfahrungen verhindern. Eine moderne wartungsfreie und zuverlässige Digitalzündung soll die jugendlichen Fahrer durch seine abgestimmte Leistungsabgabe erfreuen.

Um die Power und das erstarkte Drehmoment des Triebwerks nutzen zu können, hat Honda extra ein neues Chassis konstruiert. Der neue Rückgratrahmen aus Stahl und eine stabile Schwinge vereinen Stabilität mit gewichtsparender Bauweise. Der Rahmen ist mit diversen Hitzeschutzabdeckungen versehen.

Moderne Radaufhängungen gewährleisten praktischen Federungskomfort sowie stabile Offroad-Eigenschaften. Die 31 mm Vorderrad-Telegabel weist einen 100 mm-Federweg auf und schluckt Bodenwelle sicher weg. Das Hinterrad mit Mono-Stoßdämpfer bietet 90 mm Federweg. Große Trommelbremsen verzögern dosierbar, wann immer notwendig. Das 14-Zoll-Vorderrad ist mit einem Reifen der Dimension 2,5 x 14 Zoll bestückt, auf das Hinterrad ist ein Pneu in der Größe 3 x 12 Zoll montiert.

Bodywork im Motocross-Look

Das neu entwickelte Bodywork sorgt für attraktiven Motocross-Look. Ein neuer Kettenschutz sieht gut aus und das Lenkerpolster schützt. Breite Fußrasten bieten sicheren Halt und erleichtern die Kontrolle, auch der Kickstarter ist auf jugendliche Nutzer abgestimmt und bei Bedarf besonders einfach zu bedienen. Die Sitzhöhe ist die niedrigste in dieser Fahrzeugklasse und beträgt 660 mm (5 mm mehr als bei der Vorgängermaschine). Der Benzintank bunkert 5 Liter, vollgetankt bringt die Maschine lediglich 72,2 kg auf die Waage.

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