Honda CBR 650 F: Fahrbericht

Sportliches für Einsteiger

| Autor / Redakteur: SP-X/Heinz May / Fabian Pfeiffer

Mit der CBR650F hat Honda einen der wenigen verbliebenen Sportler unterhalb der Viertelliterklasse im Portfolio.
Mit der CBR650F hat Honda einen der wenigen verbliebenen Sportler unterhalb der Viertelliterklasse im Portfolio. (Bild: Honda)

Mit der CBR650F hat Honda einen der wenigen verbliebenen Sportler unterhalb der Viertelliterklasse im Portfolio. Mit der großen Schwester Fireblade kann sie nicht mithalten – will sie auch gar nicht.

Wer es sportlich und mit Vollverkleidung liebt, der findet in den mittleren Hubraumklassen derzeit nur wenig Auswahl. Aus der einstmals stark umkämpften 600er-Supersporlterliga überlebte aufgrund der Anforderungen von Euro 4 nur die Yamaha R6, und Kawasaki bietet die Ninja 650 an. Ansonsten werben lediglich die Einsteigerbikes mit 300 Kubikzentimeter Hubraum und 42 PS um diese Klientel.

Somit offeriert Honda mit der CBR 650 F ein Konzept, das in ein Nischendasein abgerutscht ist. Viel moderner mag da die baugleiche, aber unverkleidete Schwester CB 650 F erscheinen, die, weitgehend identisch mit der CBR, als Streetfighter antritt. Diesen Anspruch kann die CBR nicht erheben, dafür bietet sie die sportliche Optik und damit das Image der stärkeren Racer, was den Kunden knapp 9.000 Euro kostet.

Anders als bei vielen anderen Motorrädern hat die Überarbeitung der CBR 650 F aufgrund der Anforderungen der Euro-4-Norm offenbar nicht viel Mühe bereitet. Die Honda-Ingenieure veränderten nur das Mapping und öffneten die Auspuffanlage ein wenig, deren Ansaugtrichter nun auch zwei Zentimeter kürzer ausfällt – fertig. Wohl dem, der über so moderne und pflegeleichte Triebwerke verfügt. Viele andere 600er haben das nicht bewältigt. Und das Schöne daran: Mit nunmehr 91 PS ist der Reihenvierer um vier PS erstarkt.

Das spürt man beim ersten Angasen freilich nicht. Die Kraftentwicklung verläuft nach wie vor sehr gleichmäßig bis hin zur maximalen Drehzahl von 11.000 Touren. Das stärkste Drehmoment von 64 Newtonmeter wird bei 8.000 Umdrehungen erreicht, die gesamten 91 PS liegen erst bei 11.000 Touren an. Zu Beginn leise schnurrend, zeigt der Motor ab 7.000 Touren Zähne und beißt recht ordentlich zu, ohne aber die Performance des 600ers erreichen zu können, die einstmals die CBR 600 RR auf den Asphalt brannte. Willig dreht er bis 11.000 hoch, wenn auch gegen Ende ein wenig zäher. Zwischendurch hängt die Honda immer gut am Gas, offenbart nirgendwo ein Leistungsloch und lässt sich gut dosieren – auch wenn sie noch nicht mit einem Ride-by-wire ausgestattet ist. Einzige Ausnahme. Nach dem Kaltstart dreht der Motor ein wenig höher, und die ersten Meter verlaufen ein wenig ruckelig. Das Getriebe wurde ein wenig kürzer ausgelegt, was der Lebendigkeit des Antriebsstrangs zugutekommt. Es lässt sich knackig durchsteppen, lediglich zwischen dem ersten und dem zweiten Gang ist der Schaltweg ein wenig zu weit – bisweilen landet man im Leerlauf.

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