Honda CBR 650 F: Fahrbericht

Sportliches für Einsteiger

| Autor / Redakteur: SP-X/Heinz May / Fabian Pfeiffer

An dieser Stelle wird schon klar, was die CBR 650 F nicht ist: ein reinrassiger Sportler. Sie geht das Thema vielmehr moderat an, was auch die Sitzposition verrät. Zwar montierte Honda den Lenker ein wenig tiefer, dennoch sitzt man eher aufrecht, ohne sich irgendwie über den Tank spannen zu müssen oder schmerzende Handgelenke zu bekommen. Nein, wenn man einen Oberbegriff für die 650er suchen müsste, dann wäre es eher Sporttourer. Denn auch hinter dem Fahrer sitzt es sich recht bequem.

Zu einem Bike, das seine Erfüllung auf der Rennstrecke sucht, passt auch nicht die Tatsache, dass die Federelemente sowohl vorne als auch hinten gar nicht oder nur beschränkt einstellbar sind. Allein das Federbein erlaubt es, die Federbasis zu verstellen. Vorne kommt eine Showa-Gabel zum Einsatz, die ein wenig mehr Dämpfung als die im Vorgängerbike bietet, was gut zum Charakter des Motorrads passt. Agil wirft es sich in Kurven, bietet allzeit gute Rückmeldung und Handlichkeit. Kein Wunder: Mit 210 Kilogramm Leergewicht trägt es auch nicht allzu viele Pfunde mit sich herum. Die Bremsen agieren standesgemäß, wiewohl es sich nur um Zweikolbensättel vorne handelt, welche die vorderen 32 Zentimeter großen Scheiben im schicken Wave-Design aber effektiv verzögern.

Bei den Armaturen hat sich wenig verändert: Sie sind nach wie vor nüchtern gehalten, bieten auf Knopfdruck auch einige zusätzliche Informationen wie Verbrauch und Reichweite, doch um die kleinen Knöpfe zu bedienen muss man die Handschuhe ausziehen. Eine Ganganzeige fehlt leider immer noch. Gänzlich unbeleckt ist die CBR 650 F, was elektronische Helfer angeht: Es gibt weder Traktionskontrolle noch irgendwelche Fahrmodi; auch ein Schaltassistent wird nicht angeboten.

Stattdessen gibt es die Items, die man von der Marke Honda gewohnt ist: hochwertige Verarbeitung und solide Technik, auf die man sich über viele Jahre verlassen kann. Dafür erhebt Honda einen Preis von 8.990 Euro. Das ist nicht wenig, vergleicht man ihn etwa mit der Z 900 von Kawasaki, die gut 30 PS mehr bereitstellt. Dafür kann man bei der CBR auf die Honda-typischen Eigenschaften wie Wertigkeit und Zuverlässigkeit bauen. Und das ist ja auch was.

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