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Honda NM4 Vultus: Fahrbarer Stealth-Bomber

| Redakteur: Sandra Liermann

Die neue Honda NM4 Vultus erinnert äußerlich an futuristisch gezeichnete Anime- und Manga-Cartoons. Das von jungen Ingenieuren entwickelte Motorrad soll vornehmlich neue Zielgruppen ansprechen.

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Ein fahrbarer Stealth-Bomber: Die Honda NM4 Vultus.
Ein fahrbarer Stealth-Bomber: Die Honda NM4 Vultus.
(Foto: Honda)

Die jungen Ingenieure der Honda NM4 Vultus – durchweg zwischen 20 und 30 Jahre alt – hatten bei Konzept und Gestaltung der Maschine vollkommene Freiheit. Technische Details wie der Zweizylinder-Antrieb und die Chassistechnik werden vielen nicht entgehen, im Vordergrund stehen jedoch das Fahrgefühl und der optische Auftritt der Maschine. Dazu passt auch der Name: Der Begriff „Vultus“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie „Miene“ oder „Antlitz“.

Die Verkleidung mit spitz angestellten Windschild und breiter Front (933 mm von Spiegel zu Spiegel) sticht sofort ins Auge. LED-Richtungsanzeiger sind vorne integriert, der LED-Scheinwerfer wartet zusätzlich mit einer blauen LED-Leiste als Tagfahrlicht auf. Doch neben der futuristisch anmutenden Form ist die Verkleidung auch mit Staufächern ausgestattet. Eine Steckdose ermöglicht, während der Fahrt beispielsweise das Handy aufzuladen. Gepäckkoffer sind optional erhältlich.

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Unter der Verkleidung der Vultus steckt eine Antriebs- und Fahrwerks-Plattform der NC-Baureihe, die für das 2014er-Modelljahr von 700 auf 750 cm³ Hubraum aufgestockt wurde. Mit 3,5l pro 100 Kilometer laut Hersteller geht die Vultus für eine zweizylindrige Maschine sehr sparsam mit Kraftstoff um. Der Tank fasst 11,6 Liter und bietet damit einen Aktionsradius von über 300 Kilometern. Fahrfertig vollgetankt wiegt die 750 Kubik-Maschine lediglich 245 Kilogramm.

Das serienmäßige Doppelkupplungsgetriebe gestattet die Wahl zwischen elektronisch gesteuerten Schaltvorgängen (in D- oder S-Modus) oder per Handtasten geschalteter Gangwahl (im MT-Modus). Die Cockpit-Illuminierung ist an den jeweiligen DCT-Betriebsmodus gekoppelt: Weiß bei N-Stellung, Blau bei D, Pink bei S und Rot bei manuellem MT. Insgesamt stehen 25 Farbtöne zur Auswahl, die der Fahrer selbst wählen kann. Neben dieser technischen Spielerei bietet die digitale Instrumenteneinheit der NM4 Vultus aber auch eine ganze Reihe an praktischen Informationen: Tacho,Drehzahlmesser, Tankuhr mit Verbrauchsanzeige, Ganganzeige, Zeituhr und Kühlmittel-Kontrollleuchte. Ein weiteres Gimmick ist der Soziussitz, der zur Rückenlehne aufgeklappt werden kann und dem Fahrer so mehr Komfort bieten soll.

Die mit lediglich 60 cm sehr niedrige Sitzhöhe, soll die Beherrschung der Maschine auch im Stand oder bei Rangiermanövern erleichtern. Eine verwindungssteife 43 mm Teleskopgabel sowie eine Aluminiumschwinge runden die Konstruktion ab, die mit sicher verzögernden Scheibenbremsen inklusive serienmäßigem ABS ergänzt wird. Das komplett geschwärzte Motorrad mit Applikationen aus Edelstahl ist nur in der Farbvariante mattschwarz erhältlich. Die Zubehörpalette für die Vultus umfasst eine höhere Verkleidungsscheibe, Heizgriffe, Packtaschen-Sets sowie eine Alarmanlage.

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