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Honda-Rückruf: Probleme mit Kurbelwelle und Topbox

Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Judith Leiterer

Der Motorradhersteller Honda führt derzeit zwei Rückrufaktionen durch. Bei der Sportmaschine CBR kann der Motor blockieren oder ausgehen, beim Scooter PCX 125 / 150 die als Zubehör erhältliche Topbox herabfallen.

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Um die Gefahr eines ausgehenden oder blockierenden Motors künftig zu bannen, muss bei der CBR 300 RA (Typ NC51) die Kurbelwelle ausgetauscht werden.
Um die Gefahr eines ausgehenden oder blockierenden Motors künftig zu bannen, muss bei der CBR 300 RA (Typ NC51) die Kurbelwelle ausgetauscht werden.
(Bild: Honda)

Die Motorradsparte von Honda hat sich aktuell mit zwei Rückrufen zu beschäftigen. Die erste betrifft die CBR 300 RA (Typ NC51) der Modelljahre 2015 und 2016. „Eine unsaubere Bearbeitung der Hubzapfenbohrung in Verbindung mit Schwefelwasserstoff kann zur Korrosion der Silberbeschichtung des Pleuellagerkäfigs führen. Der Schwefelwasserstoff im Motor entsteht durch Schwefelrückstände im Motoröl und Spuren von Kühlmittel“, erläuterte ein Sprecher von Honda Deutschland.

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Um die Gefahr eines ausgehenden oder blockierenden Motors künftig zu bannen, wird die Kurbelwelle ausgetauscht. Die genaue Dauer des Werkstattaufenthalts sei noch offen, erklärte der Sprecher. Sie dürfte aber ungefähr sechs Stunden betragen. Die Aktion „3HY“ umfasst Maschinen aus dem Bauzeitraum 23. Mai 2014 bis 02. April 2016. Weltweit sind das 50.849 Einheiten, in Deutschland 536.

Die zweite Aktion für die Modelle PCX 125 und PCX 150 ist deutlich kleiner. Zwar ist der Roller ein Volumenmodell, der in Europa über 121.000 Mal verkauft wurde, allerdings betrifft der Rückruf nur diejenigen Halter, die ihr Gefährt mit einer Topbox (Teile-Nr. 08L70-KZY-910, 08L71-K35-J00 und 81200-KWN-780) ausgestattet haben. Das Zubehör wurde zwischen dem 1. April 2012 und dem 31. Dezember 2015 verkauft, in Europa insgesamt 963 und in Deutschland 73 Mal. Die Käufer sind Honda den Angaben zufolge namentlich bekannt und wurden bereits benachrichtigt.

„Es besteht die Möglichkeit, dass die Topbox nicht korrekt auf dem Träger eingehakt ist und sich während der Fahrt löst und herunterfällt“, begründete der Sprecher diese Aktion. Weltweit seien elf Unfälle mit Sachschäden bekannt, die auf dieses Problem zurückzuführen sind. Für den Austausch des Heckträgers ist ein halbtägiger Werkstattaufenthalt vorgesehen. Allerdings kann die endgültige Abhilfemaßnahme erst vorgenommen werden, wenn ausreichend Teile zur Verfügung stehen. Bis dahin wird die Gepäckbox mit Kabelbindern fixiert. Der Aktionscode lautet „3HR“.

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 Niko Ganzer

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Freier Journalist