Honda-Schmerzen und der „Social sound“

Anmerkungen zu aktuellen Branchenthemen

| Autor: Stephan Maderner

Rasender Reporter: An dieser Stelle redet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner regelmäßig Benzin.
Rasender Reporter: An dieser Stelle redet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner regelmäßig Benzin. (Bild: Vogel Business Media)

Aus dem Tagebuch des »bike und business«-Chefredakteurs (KW 29/2016/I). „Stephans Speedlog“ ist ein Branchenseismograph für Handel und Industrie rund um Motorrad, Roller und Quad/ATV. Folge 434: + Honda-Diskussion + Andere Mütter haben auch schöne Töchter + Nikomachische Ethik + Sozialverträglicher Sound + Sachsenring contra Geislingen an der Steige + Motorrad-Vögel + Zwei Mal werden wir noch wach

Haben die Honda-Händler Angst vor ihrer Zukunft? Das war das polarisierende Thema in meinem letzten Speedlog Aristoteles und das Kommentierungs-Tool; bestens geeignet, um die neue Kommentarfunktion auf www.bikeundbusiness.de zu aktivieren, was einige User inzwischen auch rege tun. Zum Beispiel derjenige, der die Honda-Diskussion in Gang gebracht hat: „Angst ist sicher nicht angebracht, richtig ist jedoch, dass sich Honda-Händler unabhängig von der aktuellen oder zukünftigen Produktpalette dringendst Gedanken über ihre Zukunft machen sollten. Aktuell sind es ,nur' die Mitarbeiter der Honda-Filialen, die der europäischen Umstrukturierung zum Opfer fallen, der Schweizer Firmensitz in Genf sei da als Beispiel genannt. Dass dieser Kahlschlag schon bald und mit aller Konsequenz im Händler-Netz fortgesetzt wird, ist längst ein offenes Geheimnis. Wie diese Entwicklung zu bewerten ist, sei allen Beteiligten selbst überlassen. Bei aller Liebe zur Marke und den teilweise horrenden Investitionen der letzten Jahre zum Trotz sei vor allem den „kleinen“ Händlern dennoch gesagt: andere Mütter haben auch schöne Töchter. Oder um nochmals Aristoteles zu bemühen: Nicht dem Vergnügen, sondern der Schmerzlosigkeit geht der Vernünftige nach.“

Soweit der O-Ton des Lesers. Das Aristoteles-Zitat aus der Nikomachischen Ethik (ja, wer »bike und business« liest, bildet sich!) bezog sich übrigens auf meinen letzten Tagebuch-Hinweis, wonach uns unsere interne Datenzentrale namens Contiamo jeden Tag einen Spruch liefert, der uns inspirieren soll. Wie urteilen die anderen Honda-Partner über ihr aktuelles Verhältnis zu ihrem Hersteller? Und wie steht Honda Deutschland zu den Vorwürfen? Bestimmt lesen doch auch die Frankfurter den »bike und business«-Newsletter. Sie sind aufgerufen, sich konstruktiv an der Debatte zu beteiligen. Denn wie immer gibt es zwei Seiten ein und derselben Medaille.

Der elektronische Auspuff

Themenwechsel: Am vergangenen Sonntag reihte ich mich ein in die Schar der Biker, die ausnahmsweise nicht auf dem Sachsenring versammelt waren und lieber selber on tour gingen. Da gab's was auf die Ohren. Und zwar in Form eines 500-Kilometer-Sonntags-Ausritts mit der BMW R 1200 GS Triple Black mit Jekill & Hyde-Soundsystem von Würzburg über Dinkelsbühl – Donauwörth – Dillingen –Sontheim/Brenz – Geislingen a. d. Steige – Schwäbisch Gmünd – Schwäbisch Hall – Künzelsau – Bad Mergentheim – Würzburg. Was für eine „Sound Machine“!

The social sound

Für diejenigen unter Euch, die sich vielleicht am Wörtchen „Sound Machine“ stören, der elegante Hinweis: Natürlich liefert das Jekill & Hyde-System in der offenen Version mehr Leistung und Drehmoment. Und natürlich habe ich – meistens jedenfalls – bei der Durchfahrt in Ortschaften auf „leise“ gestellt, „leiser“ übrigens als die Originalversion. The social sound halt! Im Falle der R 1200 GS (wassergekühlt) ergibt sich laut Hersteller ein Mehr an Leistung von 4 kW (bei 5.500 U/min) und plus 7,1 Nm (ebenfalls bei 5.500 U/min). Im Fahrbetrieb spürt man das Performance-Plus tatsächlich gut heraus. Zudem filtert die Anlage hohe Frequenzen im Auspuff heraus. Wie Mitfahrer und Hinterherfahrer bestätigen, entsteht tatsächlich ein warmer, charakteristischer, dumpfer und sonorer Klang. Nächster Auftritt dann auf der Showbühne der Motorradtour 2016 im Saarland und Luxemburg. Countdown läuft: zwei Mal werden wir noch wach.

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