Honda: Vorfreude auf die neue Africa Twin

Die neue Enduro für unbegrenztes Abenteuer

| Redakteur: Jacqueline Neumann

Kompakt, leicht und kraftvoll: Der neue Paralleltwin der CRF 1000 L Africa Twin leistet 95 PS bei 7.500 Touren, das maximale Drehmoment beträgt 98 Newtonmeter bei 6.000/min.
Kompakt, leicht und kraftvoll: Der neue Paralleltwin der CRF 1000 L Africa Twin leistet 95 PS bei 7.500 Touren, das maximale Drehmoment beträgt 98 Newtonmeter bei 6.000/min. (Foto: Honda)

Die CRF 1000 L Africa Twin mit kompaktem Paralleltwin im leichten Chassis soll Touring-Komfort und Offroad-Qualitäten in Verbindung mit Alltagstauglichkeit und Agilität verknüpfen. Dabei stehen dem Käufer drei Africa Twin-Versionen zur Auswahl.

Bei der Entwicklung der neuen Enduro hatten die Konstrukteure bei Honda auch die frühere XRV 750 Africa Twin im Hinterkopf, die ihre Fans durch ihre vielfältigen Einsatzweisen begeisterte. Für das neue Modell wurden zwar keine Bauteile des Vorgängers für die Konstruktion übernommen, dennoch soll der Africa Twin-Spirit mit an Bord sein. Laut Herstellerangaben fährt das Feeling Feeling, qualitativ eine gute Wahl getroffen zu haben, wie selbstverständlich mit – auch wenn es dafür keine Ersatzteilnummer gibt.

Mr. Y. Hasegawa, der Projektleiter der 2016er Africa Twin äußerte sich stolz: „Als wir mit den Arbeiten an der neuen Africa Twin begannen, hatten wir klare Zielsetzungen vor Augen. Eine hubraumstarke Adventure-Enduro, deren ausgewogener Charakter für lustvolle Touren auf Asphalt wie für engagierte Offroad-Ausflüge geeignet ist, dazu mit praxisgerechter Vielfältigkeit und hoher Alltagstauglichkeit überzeugt. Die legendären Qualitäten der früheren Africa Twin waren in der Entwicklungsphase immer gegenwärtig und bei Entscheidungsfindungen auch wertvoll. Nach vielen Monaten Forschung, Entwicklung, und Konstruktion sowie intensiven Testfahrten wartet die CRF 1000 L nun als Adventure-Enduro mit multifunktionellen Eigenschaften auf. Die neue Africa Twin überzeugt auf jedem Terrain dank vielfältiger Qualitäten und trägt ihren Namen zweifellos zu Recht.“

Modellübersicht

Allround-Qualitäten erfordern ein Triebwerk, das schmal, leicht und raumsparend baut und die Fahrfreude unterstützt. Bei einer Enduro sollte der Charakter für ausgedehnte Touren ebenso passen wie für Offroad-Ausflüge. Deshalb ist die neue Africa Twin als Parallel-Twin mit 998 Kubikzentimeter Hubraum konzipiert, dem die pulsierende Laufkultur eines V-Twins eingeimpft wurde.

Um kompakte Abmessungen im Bereich der Zylinderköpfe zu ermöglichen, sei auf die Vierventil-Unicam-Bauweise zurückgegriffen worden. Damit werde zu praxistauglicher Leistungsausbeute und mechanischer Zuverlässigkeit eine raumsparende Bauweise ermöglicht, weil nur eine Nockenwelle zum Einsatz kommt. Eine Doppelzündung sorge dazu für stabile und saubere Verbrennung.

Laut Herstellerangaben glänzt der Viertakt-Zweizylinderherz mit linearer Leistungs- und Drehmomententfaltung über das gesamte Drehzahlband und produziert einen angenehmen Sound. Eine Kurbelwelle mit 270-Grad-Kröpfung soll außerdem die Auslegung ebenso wie die Traktion am Hinterrad unterstützen. Daneben gibt es zwei Ausgleichswellen, die unerwünschte Vibrationen im Zaum halten und die Laufkultur unterstützen sollen.

Die moderate Bauhöhe des Motors erlaubt eine Einbaulage, die dem Packaging des Gesamtfahrzeugs wie auch der Bodenfreiheit (250 Millimeter) zu Gute kommt, was von Bedeutung ist, weil sämtliche Komponenten und Anbauteile nicht nur auf die Ästhetik, sondern auch auf die Fahrdynamik Auswirkungen haben. Die Wasserpumpe ist geschützt im Gehäuse auf der Kupplungsseite integriert und wird über eine der Ausgleichswellen mit angetrieben, ebenso wie die Pumpe für den Ölkreislauf. Auch das Design des Kurbelgehäuses trägt zu kompakten Abmessungen bei.

Das Sechsganggetriebe, dessen Schaltklauenkonstruktion den MX-Modellen CRF 250 R/450 R entlehnt wurde, soll leicht bedienbar sein und sicher einrasten. Ebenso sei auch die Kupplung feinfühlig zu bedienen. Dazu habe man einen Anti-Hopping-Mechanismus integriert, der bei engagiertem Einsatz der Motorbremse oder sportlichem Herunterschalten ein Stempeln des Hinterrads verhindern soll.

Die neue Africa Twin gibt es dabei in drei Versionen. Das Standardmodell für Puristen wird ohne ABS und ohne elektronische Fahrhilfen offeriert. Für Kaufinteressenten, die sich moderne Assistenzsysteme wünschen, ist die CRF 1000 L mit ABS und Traktionskontrolle lieferbar. Das „Honda Selectable Torque Control“ System (HSTC) offeriert vier Setup-Einstellungen (Level 1, 2, 3 und Aus) für die Traktionskontrolle, dazu kann das ABS am Hinterrad speziell für Offroad-Fahren auf losem Untergrund abgeschaltet werden, damit der Fahrer nach Bedarf das Hinterrad blockieren kann. Die dritte Africa Twin-Variante schließlich kommt vollausgestattet mit DCT-Doppelkupplungsgetriebe, HSTC und (abschaltbarem) ABS.

Ein Doppelkupplungsgetriebe wird darüber hinaus angeboten. Im MT-Fahrmodus (Manual Transmission) bleibt es dem Fahrer überlassen, die Gangwahl manuell über Drucktasten am linken Lenkerende vorzunehmen. Im AT-Fahrmodus, in dem das System automatisiert die Gänge auswählt, einlegt und wechselt, kann zwischen zwei Gangstufen (D und S) vorgewählt werden. D soll dabei einen Kompromiss aus komfortbetonter Allround-Fahrweise und günstigem Benzinverbrauch darstellen. Beim S-Modus für sportliche Fahrweise stehen drei Wahlmöglichkeiten für das automatisierte Schaltverhalten offen: S1, S2 und S3.

Weil das neue Bike auch für Offroad-Einsätze geeignet sein soll, kamen neue Funktionen und spezielle Abstimmungen hinzu. Am rechten Lenkerende ist daher nun eine G-Drucktaste hinzugefügt. Bei deren Aktivierung in jedem Riding Mode werden auch Auf- und Abfahrten der Maschine erkannt und berücksichtigt, um dem Fahrer die Kontrolle zu erleichtern.

Die neue Africa Twin soll sowohl beim Kurvenschwingen auf Asphaltstraßen als auch beim Offroad-Ausflug eine gute Figur machen. Sitzposition, Handling und Komfort erfüllen alle Ansprüche, auf Touren wie auf dem Weg zur Arbeit, so der Hersteller. Ein neu konstruierter Stahlrahmen sorge des Weiteren für die notwendige Stabilität bei jeder Gangart und gewährleiste Agilität und Balance. Dies gilt solo wie zu zweit im kurvigen Geläuf und auch mit Gepäck. Das Prinzip der Zentralisierung der Massen werde bei hubraumstarken Enduros einerseits durch die optimale Einbaulage des kompakten Triebwerks praktiziert. Zusätzlich wurde die Batterie in der Nähe des hinteren Zylinderkopfes positioniert, um eine günstige Gewichtsverteilung und damit ein leichtfüßiges Handling zu unterstützen.

Die Showa Upside-Down Teleskopgabel ist voll einstellbar, die Bremsanlage ist mit radial verschraubten Nissin-Verkolbenzangen und schwimmend gelagerten 310 Millimeter Wave-Bremsscheiben bestückt. Beim Showa Hinterraddämpfer der ProLink-Aufhängung kann die Federvorspannung außerdem praxisgerecht im Handumdrehen über einen Drehknauf eingestellt werden. Zusätzlich sind Zug- und Druckstufe der Dämpfung einstellbar. Wie die Dakar Rally-Schwester ist auch die neue CRF 1000 L Africa Twin mit Speichenrädern, vorne 21 Zoll und hinten 18 Zoll groß, bestückt. Vorne ist die Reifendimension 90/90-21 aufgezogen, auf das Hinterrad ein 150/70-18-Pneu.

„Unlimited Adventure“ – so lautete das Design-Motto. Damit das Fahrabenteuer unbegrenzt wird, sei das Bodywork knapp geschnitten und ergonomisch verbessert worden. Dies soll das Handling unterstützen und ein Kontrollgefühl ermöglichen. Zu aufrecht komfortabler Sitzposition offeriere der Vorderbau ausreichend Wetterschutz, ohne den Fahrer übermäßig zu isolieren. Doppelscheinwerfer mit moderner LED-Lichttechnik erlauben neben Ausleuchtung bei Nachtfahrten einen markanten optischen Auftritt. Die Sitzhöhe lässt sich variabel über einen Bereich von 20 Millimeter einstellen, von 850 bis 870 Millimeter. Ein 18,8 Liter-Benzintank sorgt zudem dank moderatem Verbrauch (21,8 Kilometer pro Liter im WMTC-Messmodus mit DTC) für tourenfreundliche Reichweiten bis über 400 Kilometer.

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