Horex VR6 Classic: Die Schöne ist ein Biest

Die neue Horex-Variante unterscheidet sich nicht nur optisch vom Grundmodell

| Autor / Redakteur: Jan Rosenow / Jan Rosenow

Die Horex VR6 Classic ergänzt die weiterhin angebotene Roadster-Variante.
Die Horex VR6 Classic ergänzt die weiterhin angebotene Roadster-Variante. (Foto: Rosenow)

Mit einer neuen Modellvariante, verbesserter Motorsteuerung und vergrößerter Fertigungskapazität startet Horex nun durch. Händleranfragen sind weiterhin willkommen.

Es tut sich was bei Horex: Am 31. Juli stellte die Motorradmanufaktur in Augsburg die neue VR6 Classic vor. Von ihrem Schwestermodell Roadster unterscheidet sich die Neuerscheinung durch Designelemente, die sich an den legendären Horex-Modellen der fünfziger Jahre orientieren – beispielsweise Speichenräder, eine Sonderlackierung mit Zierlinien und eine abgesteppte Sitzbank.

Doch die Classic ist weit mehr als nur eine Optikvariante: Technische Details wie die überarbeitete Einspritzsteuerung, die Krümmeranlage mit Interferenzrohren und die speziell für Horex ausgelegten Kineo-Speichenräder zeigen, wie ernsthaft und professionell das kleine Team bei der Entwicklung seiner Modelle vorgeht.

Und so sind die technischen Startschwierigkeiten, die den Produktionsanlauf bei Horex im letzten Jahr noch verzögert hatten, längst überwunden. Im Vergleich zum Vorserienmodell, dass »bike und business« vor genau einem Jahr fahren konnte, zeigte die Roadster ebenso wie die Classic ein Laufverhalten, das den Produkten weit größerer Hersteller in nichts nachsteht. Sicherer Start auch im heißen Zustand, ein gleichmäßiger Drehmomentverlauf ohne Ruckeleien und ein Fahreindruck, der den Katalogwert von 118 kW/161 PS (Classic: 93 kW/126 PS) bestätigt: Das ist der Horex-Jahrgang 2013.

Ein Sound wie ein historischer Rennwagen

Dabei sollte sich der Interessent von dem eleganten, klassisch-schönen Erscheinungsbild der beiden Maschinen nicht täuschen lassen: Das ist kein gemütliches Retrogefährt zum Blümchenpflücken – die Horex ist ein waschechtes Sportmotorrad. Das straffe Fahrwerk (jetzt mit ZF-Sachs-Federbein) macht zielgenaues Fahren auch bei hohem Tempo möglich und überzeugt mit unerschütterlicher Stabilität, ohne die Handlichkeit zu vernachlässigen.

Der Sechszylinder bietet zwar eine starke Drehmomentbasis, aber macht doch deutlich, dass er gedreht werden will. Ab 5.000 Umdrehungen geht die Post dann mächtig ab: Untermalt von einem einzigartigem Sound, der mehr an historische Rennautos denn an aktuelle Motorräder erinnert, dreht der VR6-Motor frei und kraftvoll bis an den fünfstelligen Bereich.

Mit seiner Statur, die auch größeren Fahrern einen passenden Sitzplatz bietet, und der Masse von 249 Kilogramm (ohne Benzin) ist das deutsche Motorrad weniger eine Konkurrenz zu sportlichen Naked Bikes wie der Triumph Speed Triple, der Ducati Streetfighter oder der MV Agusta Brutale, sondern ihr individuelles Pendant für Fahrertypen, denen diese Maschinen einfach zu zierlich sind. Technisch und leistungsmäßig mithalten kann die Horex mit den genannten allemal – bis hin zum serienmäßigen ABS.

Die Horex VR6 Classic kostet 24.500 Euro zuzüglich Überführung, 2.000 Euro mehr als die weiterhin angebotene Roadster.

Konfigurator mit herausragender Bildqualität

In puncto Individualisierung kann sowieso kein Großserienhersteller der Augsburger Manufaktur das Wasser reichen. Aus nicht weniger als zehn Lackfarben, zwei Rahmenfarben und unterschiedlichen Sitzbankmaterialien kann der geneigte Interessent sich seine ganz persönliche Horex zusammenstellen. Dabei hilft ihm ab Herbst ein Konfigurator, der in der Fahrzeugbranche seinesgleichen sucht.

Auf Basis der CAD-Daten des Fahrzeugs hat Horex eine 3D-Animation erstellt, mit der sich das Motorrad auf Mausklick in allen Farb- und Ausstattungsvarianten darstellen lässt – und das in hochaufgelöster 3D-Optik und aus allen Positionen. Sogar das kleine Infodisplay im Cockpit lässt sich am Bildschirm gestochen scharf erkennen. Dieser Konfigurator lässt sich auch im Handel ideal als Informations- und Beratungswerkzeug einsetzen.

Mit mittlerweile 21 Angestellten und einer Produktionskapazität von 12 bis 15 Maschinen pro Woche ist laut Horex auch die Verfügbarkeit der Maschinen sichergestellt. Deshalb verstärkt das Unternehmen nun wieder die Händlersuche. Eine Reihe von Vertriebsgebieten vor allem im Norden Deutschlands ist noch frei – Informationen dazu gibt es auf der Homepage.

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