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Husqvarna: Lifestyle auf zwei Rädern!

| Autor / Redakteur: Ulf Böhringer/SP-X / Florian Fraunholz

Nur ein Zylinder, ein stylisches Design und eine Sitzposition, die nicht für jeden gemacht ist: Die Svitpilen ist kein perfektes Motorrad, aber ein sehr spaßiges.

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Husquvarna verlangt für die Vitpilen 701 10.000 Euro.
Husquvarna verlangt für die Vitpilen 701 10.000 Euro.
(Bild: fbn/SP-X )

Schwedisch wie in Gründerzeiten der Marke Husqvarna – 115 Jahre liegt das zurück – ist außer dem Namen Svitpilen nichts an diesem Motorrad. Svitpilen heißt „weißer Pfeil“, und den schießt die seit 2013 zu KTM gehörende Marke in eine Richtung ab, wo weit und breit kein Wettbewerber zu sehen ist. Die Svitpilen ist insofern die Antwort auf eine Frage, die niemand gestellt hat. Dass die Motorradwelt ein Einzylinder-Bike für immerhin 10.000 Euro braucht, hat keiner behauptet. Doch nun steht sie da, die Husqvarna Svitpilen 701, und sie ist nicht nur ihres Antriebes wegen anders als die anderen. Ihre Form ist ähnlich gelungen wie die des iPhone: Glatt, kühl, reduziert, wertig die Oberflächen, zudem ist das Krad fein verarbeitet.

Die Husqvarna Svitpilen 701 nutzt als Antrieb einen Motor, der bei KTM bereits im Regal zu finden war: Er treibt die 690 Duke an. Für das schicke Designerbike, das die Svitpilen werden sollte, wurde der flüssigkeitsgekühlte Einzylinder mit zwei Ausgleichswellen ein wenig überarbeitet und leistet nunmehr stramme 55 kW/75 PS - mehr als beachtlich für einen 700er mit nur einem Zylinder. Er bietet in den unteren Gängen ab 3.000 Umdrehungen einen zufriedenstellenden Rundlauf, in den oberen ab 4.000 Touren, will also keinesfalls niedertourig gefahren werden. Doch dann brennt der potente Einzylinder ein wahres Feuerwerk ab, das dank des geringen Gewichts von nur 166 Kilogramm in ausgezeichnete Beschleunigung umgesetzt wird. Ebenfalls überarbeitet hat man das Getriebe, um es für die Ausrüstung mit einem Quickshifter tauglich zu machen. Der Zweiwege-Schaltassistent funktioniert gut, sofern die Motordrehzahl beim Gangwechsel hoch genug ist und der Gashahn auf Volllast steht.

Ein hervorstechendes Merkmal des „weißen Pfeils“ ist seine Handlichkeit; fahrfertige 166 Kilogramm sind eine absolute Rarität. Bereits beim Rangieren ist die geringe Masse spürbar, und beim Fahren natürlich ebenso. Die stark nach vorne orientierte Sitzposition in Verbindung mit dem eher schmalen Lenker macht schnelle Richtungswechsel nicht so einfach, wie das geringe Fahrzeuggewicht vermuten lassen würde. Und bei hohem Tempo, beispielsweise auf der Autobahn, muss ein kräftiger Lenkimpuls gesetzt werden. Wirklich einfach zu fahren ist eine Vitpilen 701 nicht, für Könner ist der Spaß auf kurvenreichen Strecken freilich ein großer.

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