Suchen

IAA 2011: Die kleine Intermot in Frankfurt

Die Zweiräder stahlen den Autos auf der größten Automobilmesse der Welt (fast) die Schau.

Verkehrte Welt auf der IAA: Bei BMW rückten Zweiräder sogar in den Vordergrund.
Verkehrte Welt auf der IAA: Bei BMW rückten Zweiräder sogar in den Vordergrund.
( Maderner )

Die 64. Internationale Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt am Main (13. bis 25. September 2011) ist dieses Jahr eine kleine Intermot. BMW Motorrad hat erstmals eine ersten richtigen Auftritt auf der Messe. Mit dabei in Frankfurt war natürlich auch die BMW-Tochter Husqvarna. Im Mittelpunkt des selbstbewussten Auftritts stand die Onroad-Maschine Nuda 900. Hingucker war zweifelsohne auch die Studie des BMW-Rollers Concept E. Husqvarnas Interpretation der Elektromobilität hörte auf den Namen E-go.

Tradionell zeigte auch Triumph Deutschland auf der großen Autoshow seine heißen Maschinen auf zwei Rädern. Ducati präsentierte auf dem AMG-Stand bei Mercedes die Diavel Carbon AMG Special Edition. Stolz posierten Ducati-Chef Gabriele Del Torchio und AMG-Boss Ola Källenius auf der nackten Kanone.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 32 Bildern

Bei der Mercedes-Tochter Smart stachen dem Besucher sofort die schicken Pedelecs und der neue Elektroroller der kultigen Kleinwagenmarke ins Auge.

Suzuki glänzte auf der Intermot in Halle 3.1 mit einem sehr schönen und edlen Stand. Die Japaner präsentierten dort u.a. die neue Suzuki V-Strom 650 Modelljahr 2012, die Virus 1000 und das Showbike Urban-X-Over. Daneben waren der Showroller Burgman 400 Executive zu sehen und die neue GSR 750 A Modelljahr 2012 sowie das Showbike GSR 750.

Interessant war es auch zu sehen, dass man viele spektakuläre Fahrzeugstudien der Autohersteller – obwohl mit vier Rädern versehen – eher unter der Rubrik „Motorcycle“ eingruppieren müsste. Bei Audi heißt dieser „Kabinenroller“ Urban Concept, bei Volkswagen Nils und bei Peugeot EX1. Opel hatte seiner Aufsehen erregenden Elektro-Designstudie den Namen „RAKe“ verpasst. Nicht allein nur der Anblick des nur 380 Kilo schweren Zweisitzers von hinten beweist, dass in der Opel-Entwicklungsabteilung ein Motorradfahrer am Werk gewesen sein muss. Ein Fahrzeug, scheinbar direkt Science-Fiction-Filmen wie Blade Runner oder Batman entsprungen.

BRP Germany feierte die Europa-Premiere des neuen Quads von Can-Am, den Outlander XT 1000. Weitere Beispiele der Zweiradpräsenz in Frankfurt: Riese und Müller aus Darmstadt stellten aus, der schweizerische Elektrofahrrad-Spezialist Flyer, Helmut Niemeyer mit Tante Paula oder die neue Elektroroller-Marke Etropolis aus China. Bosch ließ es sich nicht nehmen, seinen neuen E-Bike-Antrieb große zu inszenieren.

Lediglich Harley-Davidson, sonst Stammgast auf der IAA, blieb dieses Jahr der Messe fern.

Fazit: Insgesamt war die IAA natürlich wieder eine Show der Autonovitäten, ein Tanz ums goldene Kalb. Gleichwohl hatten die Zweiradprofis einen starken Auftritt auf der IAA. Wohl wissend, dass unter den sieben Millionen Schläfern, die den Motorradführerschein besitzen, aber selbst nicht fahren, sieben Millionen Autofahrer sind. Bike-Potenzial ohne Ende. Und die Plattform IAA goldrichtig für einen fulminanten Auftritt der Zweiradbranche.

(ID:383636)