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Im Teamwork liegt die Kraft

Haben auch Sie mit Ihren Mitarbeitern die Intermot in Köln besucht? Sicherlich haben Sie und Ihre Mannschaft viele positive Eindrücke mitnehmen können. Ganz nebenbei fördern solche Events auch entscheidend das „Wir-Gefühl“ innerhalb eines Teams.

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(Bild: ©evan_ers/Fotolia.com [M] – Haselmann)

In den Mittagspausen der darauffolgenden Tage stellt man förmlich einen ungewohnt lebhaften Meinungsaustausch zwischen den Mitarbeiter fest. Die tollsten Neuvorstellungen sind schnell ausgemacht und die besten Lokationen und Präsentationen der Messe werden nochmals bis in Detail wiedergegeben. Ein gutes Zeichen und bestätigt Ihnen, dass es Ihren Mitarbeitern gut gefallen hat!Für den Fall, dass Sie bis dato noch keine regelmäßigen Briefings/Teambesprechungen durchführen, ist jetzt eine gute Gelegenheit, das Thema noch einmal in Angriff zu nehmen. Dazu folgende Begebenheit, die ich neulich bei einem Händler-Erstbesuch miterleben durfte.Während mein Gesprächspartner kurzfristig zu einem Kunden gerufen wird, nutze ich den „Leerlauf“ und betrachte die ausgestellten Fahrzeuge. Unterdessen betrat eine junge Dame den Verkaufsraum des Händlerbetriebes und fragte freundlich einen Mitarbeiter an der Theke nach einem bestimmten Verkäufer. Da dieser wohl am heutigen Tage Urlaub hatte, sollte ein Kollege die scheinbar vorbereiteten Kauf- und Finanzierungsunterlagen nur noch kurz mit der Kundin durchgehen und dann von selbiger unterzeichnen lassen. Der anwesende Verkäufer legte der jungen Dame einfach die Unterlagen vor die Nase und bat recht unspektakulär um die nötigen Unterschriften. Es erfolgte so gut wie keine Erklärung, kein freundliches Verkäufergebaren oder sonst irgendeine Wertschätzung der Kundin gegenüber. Nach kurzer Sichtung des Kaufvertrages war von der Kundin zu vernehmen, dass wohl das von ihr gewünschte Zubehör nicht mit berücksichtigt wurde und auch der erforderliche Tieferlegungssatz in der Kalkulation gänzlich fehlte. Obwohl der Kollege im Augenblick keine weitere Kundschaft in Bearbeitung hatte, verhielt sich der Verkäufer weiterhin kurz angebunden und wortkarg. Er wisse von nichts und habe nur den Auftrag, sich die Verträge unterschreiben zu lassen. Alles Weitere könne sie ja morgen mit dem Kollegen besprechen.

So nicht!

Peng…, das saß! Die Retourkutsche folgte auf der Stelle. Die junge Dame verweigerte die Unterschrift, stand auf und verließ sichtlich enttäuscht und kopfschüttelnd den Laden. Was blieb, war ein verunsicherter Verkäufer, der sich dann bei seinem ET-Mann über die Dame von gerade eben lustig machte. Nachdem der Inhaber wieder frei war, setzten wir unser Gespräch fort. Nach einer guten Stunde stellte ein Mitarbeiter dem Inhaber einen Anruf durch. Am anderen Ende war die junge Dame von vor einer Stunde und teilte dem Händler mit, dass Sie einen besseren Laden gefunden habe und von dem Angebot, hier ein Motorrad kaufen zu wollen lieber Abstand nimmt. Alle Entschuldigungen, gutes Zureden und selbst ein weiteres Entgegenkommen seitens des Händlers konnte die Dame nicht mehr umstimmen. Der Vertrag ging verloren durch ein Eigentor!

Natürlich wird es im harten Geschäftsalltag immer wieder solche oder ähnliche Grenz-Fälle geben. Dieser hier wäre allerdings absolut vermeidbar gewesen. Schon schlimm genug, dass der erste Verkäufer seinem Kollegen unzureichend vorbereitete Verkaufsunterlagen überlassen hat. Noch schlimmer aber ist die Tatsache, dass der zweite Verkäufer wirklich keinerlei Anstalten machte, die junge Dame entsprechend zuvorkommend zu behandeln. Es wäre für Ihn ein verhältnismäßig kleiner Aufwand gewesen, die fehlenden Zubehörteile und Tieferlegungssatz noch nachträglich einzufügen, um den Vertrag unter Dach und Fach zu bringen.

Mein Tipp: Falls noch nicht geschehen, sprechen Sie dieses Thema doch mal beim nächsten Team-Gespräch an und legen einen klar definierten Verhaltensleitfaden fest. Besser ist das!

Thomas Slany, 2wheelpromotion.com

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