Indian Motorcycles: Der Häuptling des Modelljahres 2014 scharrt mit den Hufen

Europapremiere der neuen Modelle in Faak

| Autor / Redakteur: Stephan Maderner / Stephan Maderner

Die US-Motorradmarke mit dem Indianerhäuptling als kultige Moped-Galionsfigur kommt Ende 2013 nach Deutschland.
Die US-Motorradmarke mit dem Indianerhäuptling als kultige Moped-Galionsfigur kommt Ende 2013 nach Deutschland. (Foto: Indian Motorcycles/Polaris)

Mit rund 15 deutschen Händlern soll die US-Motorradmarke Indian ab Herbst 2013 an den Verkaufsstart gehen – mit völlig neu konzipierten Modellen.

Fast 36 Millionen Treffer spuckt Googles Suchmaschine aus, wenn man sie mit dem Begriff Indian Motorcycles füttert. Das kommt zwar noch nicht ganz an die 117 Millionen Treffer für Harley-Davidson Motorcycles ran – ist aber ein untrügliches Zeichen dafür, wie bekannt und präsent bis heute die dienstälteste US-amerikanische Motorradmarke Indian (112 Jahre) in den Köpfen der weltweiten Bikergemeinde ist.

1901 in Springfield (Massachusetts) durch George Mallory Hendee und Oscar Hedstrom gegründet, galt eine Indian als das klassische US-Tourenbike der 1900er bis 1950er Jahre, bevor das ursprüngliche Unternehmen 1953 in Konkurs ging und bis zur Übernahme durch den Polaris-Konzern im April 2011 ein stetiges Auf- und Ab erlebte.

Für den Aufbau des deutschen Indian-Händlernetzes ist Torsten Zimmer von Polaris Germany zuständig. Er hat bereits das Victory-Händlernetz in Deutschland und Österreich aufgebaut hat. Im Gespräch mit "bike und business" bestätigt er, dass die Weltpremiere der neuen Indian-Modelle des Modelljahres 2014 vom 5. bis 11. August im Rahmen der Motorradrallye in Sturgis (South Dakota) stattfinden soll. Auf der European Bike Week vom 3. bis 9. September am Faaker See soll laut Zimmer dann die Europapremiere stattfinden, auch oder gerade weil Harley-Davidson die Feierlichkeiten zu seinem 110-jährigen Firmenjubiläum vor kurzem von Kärnten nach Rom verlegt hat.

Der Victory-Verkaufsleiter spricht gegenwärtig mit zahlreichen deutschen Dealern und verspricht, dass ab November/Dezember die ersten Fahrzeuge in den Showrooms hierzulande stehen werden. Es bekomme nicht automatisch jeder Victory-Händler einen Indian-Händlervertrag angedient. „Wir bevorzugen große Victory-Händler“, sagt Zimmer. Vor allem in puncto Indian-Merchandising erhofft sich Torsten Zimmer „Verkaufsimpulse“, weil die Marke Indian immer noch die Herzen vieler Biker berühre.

Gegenwärtig werden die Indian-Fans in den USA mit den vorhandenen 2013er-Modellen Chief Classic, Chief Dark House, Chief Vintage und Chief Vintage LE zu Preisen zwischen 26.499 und 37.899 US-Dollar bedient. Europa-Importeure gibt es u.a. in der Schweiz sowie in Paris oder Madrid. Hierzulande hat sich in den vergangenen Jahren der Münchner US-Auto-Importeur Geiger Cars um den Import der Indian-Motorräder gekümmert. Aktuell befinden sich aber nur zwei Bike-Angebote auf der Homepage; ein Neufahrzeug und ein Vorführer mit 900 Kilometern auf der Uhr. In Zukunft wird das Händlernetz von der Polaris-Germany-Zentrale in Griesheim aus gesteuert, die auch den Aftermarket-Support, die Werbung sowie die Verkaufs- und technischen Schulungen managt.

Axel Wieden, Motokram Fulda, Victory-Händler des Jahres und „Top Five“-Betrieb beim „bike und business“-Award „Motorradhändler des Jahres 2012“, freut sich schon auf das Indian-Business. „Der Verkaufsstart in Deutschland soll im Herbst sein. Ich rechne damit, dieses Jahr noch fünf Kaufverträge abschließen zu können. Die neue Marke, der erste Motorradhersteller der USA, ist für uns ein großer Image-Träger“, schwärmt Wieden. Auch hätten sich bei ihm bereits viele Harley-Fahrer nach der Indian erkundigt. Die Fahrzeuge, die Motokram bekomme, sollen für den Anfang nur die Top-Modelle sein. Später soll es auch günstigere einfachere Fahrzeuge im Angebot geben. „Die ersten offiziellen Informationen gibt es bei der Händlertagung im April auf Mallorca. Polaris führt dann natürlich auch Schulungen für uns Händler durch.“

Indian Motorcyles tritt mit dem Werbe-Motto „Global sourcing, great american story“ an. Die großartige Geschichte der Motorradmarke lässt sich hier nachlesen. Mike Wolfe erläutert im Youtube-Clip die Seele der Marke. Die 112 Jahre alte Indian-Tradition im Bewegtbild mit Sound zu genießen, ist ebenfalls ein Highlight.

Eine hochkarätig besetzte Diskussionsrunde auf der New Yorker Motorradmesse vom 18. Januar 2013 klärte über den aktuellen Stand der Planungen bei Indian auf. An ihr nahmen Steve Menneto (Viizepräsident Motorrad, Polaris Industries), Gary Gray (Director Motorcycles, Produktplanung) und der Designer Michael Song teil. Noch Fragen?

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