Indian: Nach dem Rekord noch einen Gang höher schalten

Monohändler bevorzugt

| Autor: Stephan Maderner

Torsten Zimmer, Regional Sales Manager Central Europe bei der Polaris Germany (Indian).
Torsten Zimmer, Regional Sales Manager Central Europe bei der Polaris Germany (Indian). (Bild: Polaris)

Die »bike und business«-Saisonstart-Interviews, Teil 12: Indian. Wir sprachen mit Torsten Zimmer, Regional Sales Manager Central Europe bei der Polaris Germany, über die Vertriebserwartungen der Marke Indian für die Motorradsaison 2019.

Redaktion: Mit welchen Wachstumsplänen gehen Sie in die neue Saison 2019?

Torsten Zimmer: „Indian Motorcycle hat 2018 auf dem deutschen Markt so viele Fahrzeuge verkauft wie nie zuvor. Auf diesem Rekordergebnis ruhen wir uns jedoch nicht aus, sondern schalten 2019 in allen Bereichen nochmals einen Gang höher: Wir stellen uns gemeinsam mit unseren Partnern noch besser auf und bringen ein brandneues Bike in die Showrooms. Die Resonanz zu der Indian FTR 1200 ist schon jetzt gewaltig. Mit diesem Bike werden wir neue Zielgruppen ansprechen und unseren Partnern ein neues starkes Produkt zur Verfügung stellen, das ihren unternehmerischen Erfolg zusätzlich steigern wird. Darüber hinaus werden wir 2019 auf noch mehr Events die Indian-Flagge hissen und unsere Fans mit der packenden Indian-Erlebniswelt faszinieren.“

Wie viele Händler sind gegenwärtig Teil Ihres Partnernetzes? Wird es Kündigungen geben? Wo sind auf der Landkarte noch Marktverantwortungsbiete zu besetzen?

„Aktuell sind wir mit 37 Indian-Partnern in Deutschland sehr gut aufgestellt. Unsere Händler bringen die gesamte Marke Indian mit großer Leidenschaft sowie viel Engagement voran und profitieren ihrerseits vom wachsenden Erfolg der Marke. Wir konzentrieren uns auf Monohändler, die sich voll auf die Marke Indian konzentrieren. Sie erzielen sehr lukrative Margen und steuern mit Indian in eine verheißungsvolle Zukunft.“

In den nächsten Jahren gehen viele Inhaber von Motorradhandelsbetrieben und Werkstätten in den Ruhestand – wie unterstützen Sie Ihre Partner bei der oftmals schwierigen Nachfolgeregelung?

„Wir pflegen einen sehr engen Kontakt zu unseren Partnern und stehen ihnen selbstverständlich auch bei derart schwierigen Fragen mit Rat und Tat zur Seite. Jeder Renteneintritt und eine mögliche Nachfolgeregelung muss im Einzelfall konkret betrachtet werden. Soll der Betrieb zum Beispiel innerhalb der Familie übergeben werden, helfen wir bei der Entwicklung klarer Strategien für einen reibungslosen Generationenwechsel. Generell unterstützen wir unsere Händler frühzeitig bei der Suche nach der optimalen Lösung.“

Personalnot: Wie unterstützen Sie Händler bei der Suche nach Fachkräften?

„Auf vielfältige Weise. Wir legen großen Wert darauf, dass der Nachwuchs sehr gut ausgebildet wird. Hier greifen wir unseren Partnern unter die Arme mit maßgeschneiderten Schulungen und Fortbildungen für die Lernenden wie auch für die Lehrenden. Die berufliche Bildung endet jedoch nicht mit dem Ausbildungszeugnis. Auch langjährige Mitarbeiter nehmen interne wie auch externe Angebote gerne und häufig in Anspruch, um neue Methoden sowie Techniken zu erlernen und alte Skills aufzufrischen. Eine branchenübliche Vergütung und Würdigung der erbrachten Leistung darf natürlich nicht fehlen.“

Wie helfen Sie Ihren Partnern besser zu werden?

„Auch hier verfolgen wir eine klare Strategie mit unterschiedlichen Angeboten. Indian Motorcycle hat zum Beispiel diverse Förder- und Schulungsprogramme entwickelt, auf die Partnerbetriebe gerne zugreifen. Dazu zählen spezielle Marketing- und Führungskräftetrainings für Inhaber. Mitarbeiter können an weiteren Programmen teilnehmen, die ihre Fertigkeiten in unterschiedlichen Disziplinen und Unternehmensbereichen verbessern. Darüber hinaus gehen wir in regelmäßigen und gemeinschaftlichen Händler-Meetings Fragen und aktuelle Themen durch. Hier tauschen sich die Indian-Partner auch aus und profitieren so von der guten Zusammenarbeit.“

Nennen Sie uns Ihre wichtigsten Vertriebsaktionen für die Saison 2019?

„Polaris hat Indian 2011 übernommen. 2013 kehrte diese traditionsreiche Motorradmarke mit der Chief, der Chief Vintage und der Chieftain zurück. Seitdem sind zahlreiche Modelle wie die Springfield, die Roadmaster und die äußerst beliebten Scout-Modelle hinzugekommen, die heute Kunden rund um den Globus begeistern. Mit der neuen FTR 1200 öffnen wir ein neues Erfolgskapitel und wollen neue Kundengruppen für die Marken Indian Motorcycle gewinnen. Die FTR 1200 ist jedoch eben nur einer von vielen Wachstumstreibern aus unserem starken Portfolio. Wir haben unsere gesamte Modellpalette für das Modelljahr 2019 überarbeitet und erfüllen damit den Anspruch unserer Kunden, die nach modernster Technik im packenden Design mit einzigartigem Lifestyle verlangen. Hinzu kommt die herausragende Qualität unserer Motorräder, auf die wir fünf Jahre Herstellergarantie geben.“

Herr Zimmer, vielen Dank für das Gespräch.

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