Indian Roadmaster Classic: Labsal für amerikanische Bikerseelen

Kreatives Weglassen

| Autor / Redakteur: Ulf Böhringer / Stephan Maderner

Der Sehnsuchts-Cruiser: Die neue Indian Roadmaster Classic verbindet moderne Technologie mit klassischen Stilelementen.
Der Sehnsuchts-Cruiser: Die neue Indian Roadmaster Classic verbindet moderne Technologie mit klassischen Stilelementen. (Bild: Indian/Todd Williams)

Die Motorradmarke Indian piekst Harley-Davidson. Die neue Roadmaster Classic mit viel Leder und Fransen trifft perfekt ins amerikanische Herz, will aber auch in Europa zahlungskräftige Kunden finden.

Indian verstärkt seine Politik der Nadelstiche gegen den übermächtig scheinenden Konkurrenten Harley-Davidson. Mit dem in Deutschland 29.900 Euro teuren Modell Roadmaster Classic gibt die US-Marke mit dem ewig langen Stammbaum ein 422 Kilogramm wiegendes Statement ab. Wie Harley kreiert auch Indian auf Basis vorhandener Modelle durch Beifügen neuer oder veränderter Teile oder auch durch Weglassen von Teilen neue Versionen. Genauso lief es im Falle der neuen Roadmaster Classic, die auf der 2015 vorgestellten, exakt gleich schweren Roadmaster fußt. Auch in Deutschland soll das Indian-Wachstum von zuletzt plus 73,5 Prozent auf 911 Fahrzeuge (2015: 525 Einheiten) weitergehen.

Wo die 30.400 Euro teure Roadmaster ein riesiges 64-Liter-Topcase spazieren fährt, ist jetzt ein 62 Liter fassender, mit Echtleder bezogener Heckkoffer montiert, aus den Kunststoff-Seitenkoffern mit jeweils 32,5 Liter Volumen wurden Ledertaschen mit 30 Litern Fassungsvermögen, an deren Vorderseite drei mechanisch zu bedienende Verschlussschnallen prangen und Lederfransen auf die Kultzeiten der 1901 gegründeten Marke verweisen. Die elektrische Zentralverriegelung mit Fernbedienung entfällt. Ebenfalls nicht vorhanden sind die Beinschilde samt der dort bei der Basisversion zu findenden Handschuhfächer sowie die Ablage in der Verkleidung. Ein wenig abgespeckt wurde auch die 200-Watt-Audioanlage; Classic-Fahrer müssen sich mit 100 Watt begnügen. Nicht gelitten hat aber der Sitzkomfort: Selbstverständlich ist auch der voluminöse, beheizbare Sattel mit Echtleder bezogen und imprägniert; die Sitzhöhe liegt bei sehr moderaten 67,3 Zentimetern.

Auch die Classic-Variante, die sich mit zahlreichen Chrom- und Leder-Accessoires nach individuellem Geschmack individualisieren lässt, ist trotz ihres Retro-Auftritts ein von vorne bis hinten von moderner Technik gekennzeichnetes Motorrad im XXL-Format. Merkmale sind ein Aluminium-Gussrahmen und ein luft-/ölgekühlter V2 mit satten 1811 cm³ Hubraum und 84 PS/62 kW Maximalleistung und satten 135 Nm Drehmoment bei nur 2. 500 U/min. Up-to-date ist auch das Ride Command Infotainment-System mit Navigationssystem, Audioanlage und einem umfangreich ausgestatteten Bordcomputer. Dass schlüsselloses Starten und ein Tempomat serienmäßig sind, versteht sich angesichts von Herkunft und Preisklasse von selbst.

Inhalt des Artikels:

  • Seite 1: Indian Roadmaster Classic: Labsal für amerikanische Bikerseelen
  • Seite 2: Technische Daten

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