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Indian: Rückruf wegen Brandgefahr

| Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Judith Leiterer

Von dem Polaris-Rückruf betroffen sind Maschinen mit dem 1,8-Liter-Motor. Unverbrannter Kraftstoff könnte sich im Abgassystem entzünden.

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Von der Rückrufaktion betroffen: Die Indian Chieftain.
Von der Rückrufaktion betroffen: Die Indian Chieftain.
(Bild: Indian Motorcycle)

Die Polaris Germany GmbH ruft aktuell Motorräder der Marke Indian zu einem Softwareupdate in die Werkstätten. Bei den Baureihen mit dem Thunder Stroke 111-Motor (1.811 cm³) der Modelljahre 2014 bis 2016 kann die Einspritzmenge unter Umständen zu hoch sein. Bei einer Fehlzündung könnte so unverbrannter Kraftstoff in das Abgassystem gelangen. Dies könnte bei hohen Abgastemperaturen eine Brandgefahr darstellen.

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Namentlich betroffen sind die Modelle Chief Classic, Chief Darkhorse, Vintage, Chieftain, Chieftain Darkhorse, Springfield und Roadmaster. Zum Umfang der Rückrufaktion in Deutschland konnte ein Unternehmenssprecher keine Angaben machen. Für Polaris insgesamt wies das Kraftfahrt-Bundesamt Anfang des Jahres einen Bestand von 1.863 Einheiten aus – eine Zahl mit begrenzter Aussagekraft. Denn neben Indian bietet der Hersteller auch noch die Motorradmarke Victory, sowie ATV und Schneemobile an.

Für die mit dem Code „I-16-02“ versehene Aktion ist ein Flashen der ECU vorgesehen, wofür die Werkstatt etwa eine halbe Stunde benötigt. Anschließend werden die Maschinen durch den Händler im Polaris-System als „erledigt“ gekennzeichnet und mit einem Aufkleber auf der Innenseite des linken Kunststoffseitendeckels versehen.

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 Niko Ganzer

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Freier Journalist