Indian Summer am Rhein

Premiere auf der Intermot

| Autor / Redakteur: Ralf Schütze / mid / Viktoria Hahn

Die Preise für die neuen Indian FTR 1200 und FTR 1200 S sind noch nicht bekannt, dürften aber bei mindestens 14.000 Euro beziehungsweise 16.000 Euro (1200 S) liegen.
Die Preise für die neuen Indian FTR 1200 und FTR 1200 S sind noch nicht bekannt, dürften aber bei mindestens 14.000 Euro beziehungsweise 16.000 Euro (1200 S) liegen. (Bild: Indian Motorcycle)

Es ist der Urknall zur Motorrad-Messe Intermot 2018: Indian enthüllt in der Kölner Event Location „Dock One“ endlich die lang ersehnte Weltpremiere der 120 PS starken FTR 1200, eines sportlichen Naked Bikes im Stile der amerikanischen Flat-Track-Rennen.

Damit will die traditionelle US-Marke Indian Motorcycle (gegründet 1901) neue Kunden ansprechen und weltweit mehr in Erscheinung treten. Das drehmomentstarke Power-Bike dürfte vom Fahrgefühl her zwischen Ducati Monster und Ducati Diavel liegen. Als eines der schillernden Glanzlichter der Intermot sorgt die neue FTR für einen regelrechten „Indian Summer“ am Rhein.

Mit der großen Polaris-Gruppe im Rücken verzeichnet Indian seit 2011 eine wahre Renaissance, nachdem die Marke 1953 in Konkurs gegangen war und mehrere Wiederbelebungsversuche gescheitert waren. Inzwischen angelten sich die US-Amerikaner sogar den ehemaligen Chef-Designer von BMW Motorrad, Ola Stenegard, und sind scheinbar zu großen Taten bereit. Die im Rahmen der Intermot 2018 in Köln enthüllte Indian FTR 1200 und der besonders hochwertige Ableger FTR 1200 S dürften dabei erst der Anfang sein.

Euphorie beim Hersteller

Regelrecht euphorisch gibt sich Indian-Präsident Steve Menneto angesichts der FTR-Weltpremiere: „Wir wollten schon immer mehr sein als eine Motorradmarke, die traditionelle amerikanische V-Twins baut. Indian Motorcycle will ein breites Publikum begeistern, und die FTR 1200 ist dabei ein entscheidender Schritt.“ Herausragende Performance und Innovationsstreben zählten laut Menneto seit jeher zu den zentralen Werten der Marke. Beides habe bereits die Gründer der Marke vor 117 Jahren ausgezeichnet. Menneto wörtlich: „Die logische Konsequenz aus der ruhmreichen Geschichte der Marke ist die FTR 1200, auf die wir extrem stolz sind.“

Der Mythos Indian Motorcycle ist groß. In den USA gelten die Maschinen meist im traditionellen Blutrot als urig und schier unverwüstlich - ein Ruf, den sich die Bikes in Deutschland vor allem als jahrzehntelang absolut verlässliche Bikes der tollkühnen Volksfest-Steilwandfahrer erworben haben. Darauf aufbauend hat sich Indian seit 2011 auch wieder auf seine sportlichen Wurzeln konzentriert. Folge: Mit dem Rennmotorrad FTR 750 konnten die Amerikaner gerade erst ihren Fahrer- und Konstrukteurstitel in der „American Flat Track“-Meisterschaft erfolgreich verteidigen. Dieses Race Bike sowie die Studie „FTR 1200 Custom“ von 2017 waren jetzt die Vorbilder für die Serienmotorräder FTR 1200 und FTR 1200 S, die ab Frühjahr 2019 bei den Indian-Händlern in Deutschland stehen werden.

Neuer Antrieb

Den charaktervollen Maschinen ist viel zuzutrauen, alleine schon von der Papierform her. Als kraftvoller Antrieb dient in FTR 1200 und FTR 1200 S ein neu entwickelter V2-Motor mit 1.203 cm³ Hubraum. Mit 90 kW/120 PS Leistung und 115 Newtonmeter Drehmoment bringt er beste Voraussetzungen für einen klassischen Power-Bike-Antrieb mit. Indian verspricht eine flache Drehmomentkurve, hohe Durchzugskraft und gleichmäßige Leistungsabgabe. Die Geometrie des Gitterrohrrahmens, eine sportliche Sitzposition sowie eine Upside-down-Vorderradgabel und das Hochleistungs-Bremssystem von Brembo sollen die sportlichen Eigenschaften des Flat Trackers für die Straße steigern.

Hohe Fahrdynamik

Besonderer Hinweis auf mögliche hohe Fahrdynamik: Der Tank liegt schwerpunktgünstig unter dem Fahrersitz. Stattdessen ist wie beim Racing-Bike FTR750 der Luftfilter direkt über dem Motor platziert. Nach eigenem Anspruch zentralisiert Indian dadurch die Massen. Der Schwerpunkt des gesamten Motorrads rückt näher an den Asphalt, was das Handling der FTR entscheidend verbessern soll - alles Maßnahmen, die auffallend an Harley-Davidsons ehemalige sportliche Submarke „Buell“ erinnern und somit ein weiterer Hinweis darauf, dass die FTR-Modelle auch einen Frontalangriff auf den direkten Konkurrenten aus den USA darstellen.

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