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Insider, Outsider oder die Zukunft von Hein Gericke Europe

Aus dem Tagebuch des »bike und business«-Chefredakteurs (Kalenderwoche 5/2016/II). Ein aktuelles Stimmungsbarometer aus Handel und Industrie rund um Motorrad, Roller und Quad/ATV – ein Radar, das Branchentrends von morgen auf dem Schirm hat.

Rasender Reporter: An dieser Stelle redet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner regelmäßig Benzin.
Rasender Reporter: An dieser Stelle redet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner regelmäßig Benzin.
(Foto: Ducati/Collage: Elisabeth Haselmann)

Würzburg, den 5. Februar 2016 – Eigentlich hatte ich meine Anmerkungen zu den Branchenthemen für den heutigen Newsletter längst unter Dach und Fach, als gestern unser Bericht über den von der Gläubigerversammlung genehmigten Sanierungsplan von Hein Gericke Europe hohe Wellen schlug, vor allem in den sozialen Netzwerken. So hohe Wellen, dass ich mich an dieser Stelle angetrieben sehe, ein Update des Geschehens zu bringen. Zum Glück bin ich Frühaufsteher und es bleibt bis zur Versendung des heutigen Newsletters noch ein wenig Zeit, die richtigen Worte zu finden. Denn einige Kommentare machen dies aus meiner Sicht erforderlich. Wenn Sie den Artikel noch nicht kennen, klicken Sie doch erst einmal rein, bevor Sie hier weiterlesen.

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Was war passiert? Am Donnerstag landete die Pressemitteilung mit den erfolgten, neuen Weichenstellungen über die Zukunft von Hein Gericke Europe in meiner Mail-Box. Gleich darauf erstellte die Redaktion einen Bericht auf »bike und business« ONLINE. Wichtigste Inhalte der News: Die Gläubigerversammlung hat dem in Eigenverantwortung erstellten Insolvenzplan mit großer Mehrheit (98 Prozent) zugestimmt, der Fortbestand der Gesellschaft ist gesichert. Die Kernpunkte der Sanierung sind die Straffung des Filialnetzes und eine damit einhergehende Anpassung der Personalstruktur. Zudem erhöhen Eigenmarken die Wertschöpfung des Unternehmens mit Beginn der Saison 2016.

So weit, so gut. Ergänzt haben wir diese positiven Zukunftsperspektiven aus Sicht des Investors Rutian „Paul“ Liao mit der Meinung eines Hein Gericke Europe-Mitarbeiters, der den akuellen Kurs der Firma eher skeptisch sieht - und haben dafür prompt Schelte kassiert. Man wirft uns vor, unreflektiert so genannten Insidern ein Forum zu geben, ohne die Fakten zu recherchieren. Diese Vorwürfe stammen nicht aus irgendeinem Forum, sondern von einem namentlich bekannten Mitarbeiter, die auch gestützt oder ergänzt werden von anderen uns vorliegenden Mitteilungen und Quellen.

Meine Antwort auf diese Facebook-Posts: In dem Artikel haben wir die Position von Hein Gericke Europe ausführlich und fair dargestellt und eine - in der Tat kritische Gegenposition - unter Informantenschutz veröffentlicht; und das nach reiflicher Überlegung, weil dieser Insider tatsächlich dem Unternehmen angehört. Übrigens lediglich eine kritische Position von uns vorliegenden vielen Dutzend anderer. Sollten wir dieser großen Zahl an Andersdenkenden etwa keine Stimme geben? Hein Gericke Europe hat heute morgen um 11 Uhr auf eine Anfrage unsererseits reagiert und Stellung zu den erhobenen Vorwürfen bezogen. Sie wurden bereits in einem Update des Onlineartikels veröffentlicht.

(ID:43855019)

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