Insolvenzen im Kfz-Gewerbe legen im Oktober 2019 zu

Weniger Händler betroffen

| Autor: Andreas Wehner

(Foto: Grimm)

Im vergangenen Oktober mussten erneut mehr Betriebe aus der Kfz-Branche den Gang zum Insolvenzgericht antreten als noch ein Jahr zuvor. Gute Nachricht: Mit einer weißen Weste kam der Zweiradsektor davon.

Die Zahl der Insolvenzen im Kfz-Gewerbe hat im vergangenen Oktober wie schon im Vormonat zugelegt. Wie das Statistische Bundesamt am 10. Januar 2020 mitteilte, wurden 53 Insolvenzverfahren ausgewiesen. Das waren elf Fälle beziehungsweise 26,2 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. 38 Verfahren wurden eröffnet, 15 mangels Masse abgewiesen.

Während das Statistische Bundesamt unter den Handelsbetrieben im Oktober 2019 mit 19 Insolvenzverfahren einen Rückgang verzeichnete, verdoppelte sich die Zahl der Pleiten bei den Werkstätten im Vergleich zum Vorjahresmonat auf 18 Fälle. Zudem mussten fünf Lackierbetriebe, zwei Waschanlagen und sechs Teilehandelsbetriebe den Gang zum Insolvenzgericht antreten.

Für die ersten zehn Monate des vergangenen Jahres verbuchte das Statistische Bundesamt 513 Insolvenzen in der Kfz-Branche. Das entspricht einer Steigerung von 4,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Auch im Jahresverlauf waren die Pleiten im Handel rückläufig (210 Verfahren, minus 3,2 Prozent), während unter den Werkstätten mehr Betriebe betroffen waren (158 Verfahren, plus 18,8 Prozent). Zudem wies das Statistische Bundesamt für den Zeitraum von Januar bis Oktober 30 insolvente Lackierbetriebe, 23 Pleiten bei Autowaschanlagen, 64 Insolvenzen im Teilehandel und 18 zahlungsunfähige Zweiradbetriebe aus.

In der deutschen Gesamtwirtschaft sank die Zahl der Insolvenzen in den ersten zehn Monaten 2019 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,7 Prozent auf 15.973 Fälle.

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