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Intermot 2012: Die Europäer lassen nicht locker

| Redakteur: Jan Rosenow

Die europäischen Marken Ducati, KTM und Triumph dürften mit ihren Intermot-Neuheiten auf dem Erfolgspfad bleiben.

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Dieses Gesicht dürfte in Zukunft häufiger im Rückspiegel auftauchen: KTM 1190 Adventure.
Dieses Gesicht dürfte in Zukunft häufiger im Rückspiegel auftauchen: KTM 1190 Adventure.
(Foto: Rosenow )

Eine der interessantesten Intermot-Neuheiten kommt zweifellos von KTM: die neue 1190 Adventure. Die Österreicher setzen mit ihr die Strategie fort, die ganz scharfen Kanten ihrer bislang vor allem Spezialisten zugänglichen Ready-to-Race-Modelle abzufeilen und sie in mehrheitsfähige, aber gleichwohl hochwertige und kompetente Motorräder zu verwandeln.

Die 1190 Adventure besitzt einen V2, der mit 110 kW/150 PS den Motor der bisherigen Adevnture zwar locker eindost, aber trotzdem weniger brachial ansprechen und auch bei niedrigen Drehzahlen einfach zu fahren sein soll. Mit 230 Kilogramm vollgetankt markiert die KTM bei den Großenduros auch in puncto Masse einen Bestwert.

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Das Elektronikpaket umfasst unter anderem ABS und Traktionskontrolle mit Offroad-Funktion sowie elektrisch verstellbare Dämpfer. Die 1190 Adventure gibt es in zwei Varianten: als straßentaugliche Normalversion mit den Reifendimensionen 12/70 R 18 und 170/60 R 17 sowie als „R“ mit klassischen 21/18-Zoll-Geländereifen.

Konkurrent Ducati bleibt bei der Multistrada hingegen den 17-Zoll-Straßenprofilen treu, hat das erfolgreiche Modell zur Intermot aber kräftig aufgemöbelt. Prägnanteste Neuerung ist das sogenannte Skyhook-Fahrwerk, bei dem sich die Dämpfer elektronisch in Sekundenbruchteilen auf die aktuelle Fahrsituation einstellen.

Den Testastretta-Motor hat Ducati mit Doppelzündung nachgerüstet und entlockt ihm so fünf Prozent mehr Drehmoment. Laufruhiger soll er ebenfalls geworden sein. Auf Wunsch leuchten LED-Hauptscheinwerfer die Straße aus. Mehr unter die Kategorie „Kosmetik“ fällt die zweite Ducati-Premiere, die Monster Anniversary, die an die Premiere der ersten Monster vor 20 Jahren erinnern soll. Sie ist in exakt der gleichen Farbgebung gehalten wie das Urmodell.

Triumph Street Triple mit ABS

Deutlich größer fallen die Änderungen an der Street Triple aus, der Top-Novität von Triumph in Köln. Ihre Formensprache lehnt sich stark an die größere Speed Triple an, sie ist zudem sechs Kilogramm leichter als bisher und mit ABS ausgerüstet. Der nun untenliegende Auspuff ist schwerpunktgünstiger platziert und soll zusammen mit leicht geänderten Fahrwerksdaten zu einem noch handlicheren Fahrverhalten führen.

Eine puncto Reiseenduro zeigt Triumph in Köln die Tiger Explorer XC mit einem ausgeprägterem Abenteuer-Charakter. Für Reisefreunde, die lieber etwas zurückhaltender auftreten, bietet sich die neue Trophy an, ein Luxustourer mit dem 1.200-cm³-Antrieb der Explorer.

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