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Intermot 2016: Thunfisch-Nachwuchs bei Aprilia

| Autor: Jan Rosenow

Mit sportlichen 125ern kennt sich Aprilia bestens aus. Umso erstaunlicher, dass es bislang kein passendes Naked Bike gab. Mit der Tuono 125 holt die Marke nun auf.

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Hübsches Gesicht, oder? Das Motorrad natürlich! Mit drei Scheinwerfern ist die Tuono 125 eine echte Aprilia.
Hübsches Gesicht, oder? Das Motorrad natürlich! Mit drei Scheinwerfern ist die Tuono 125 eine echte Aprilia.
(Bild: Rosenow)

Mit der Tuono V4 1100 hat Aprilia eines der mächtigsten Powernakeds auf dem Markt. Und so wie der bei manchen Fans „Thunfisch“ genannte Vierzylinder von der supersportlichen RSV4 abgeleitet ist, so stellt Aprilia nun der bekannten RS 125 ebenfalls eine nackte Variante zur Seite: die Tuono 125.

Sie basiert auf dem gleichen Aluminium-Chassis wie der Achtelliter-Sportler und trägt in der Verkleidungslinie die Züge der großen Tuono: Der typische dreifache Scheinwerfer findet sich hier ebenso wieder wie die knapp geschnittene Kühlerverkleidung. Serienmäßig ist die Tuono 125 für die Montage eines Quickshifters vorbereitet – ein echtes Plus für sportliche Fahrer und einzigartig in dieser Hubraumklasse.

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Mit radial verschraubtem Bremssattel und Bosch-ABS genügt auch die Bremsanlage sportlichen Ansprüchen – der Vierventilmotor mit 11 kW/15 PS dürfte sie jedenfalls nicht an ihre Grenzen bringen. Etwas bequemer als beim großen Thunfisch fällt bei der 125 der Soziusplatz aus: Eine durchgehende Sitzbank sorgt hier für Komfort und Körperkontakt zwischen Fahrer(in) und Beifahrer(in) – ein echtes Plus bei der jungen Zielgruppe.

Mit der Tuono 125 bekommen die Aprilia-Händler ein erfolgversprechendes Modell zur Verfügung – nicht unwichtig, nachdem die meisten anderen Fahrzeuge der Marke nicht auf Euro 4 umgestellt wurden und damit aus dem Programm fallen. Nun kommt es noch auf eine zur KTM Duke 125 konkurrenzfähige Preisnotierung an.

Update: Aufgrund der vielen Nachfragen hier noch einmal die Erklärung für den „Thunfisch“. Selbstverständlich haben die italophilen Leser recht: Tuono heißt „Donner“. Doch schon vor vielen Jahren nannten die ebenso respektlosen und fantasievollen Kollegen der österreichischen Motorradzeitschrift „Der Reitwagen“ die Aprilia Tuono „Thunfisch“, und zwar wegen der phonetischen Ähnlichkeit des Namens zum italienischen Wort „Tonno“. Den kleinen Spaß haben wir hier wieder aufgegriffen.

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Über den Autor

 Jan Rosenow

Jan Rosenow

Ressortleiter Service & Technik, Vogel Communications Group