Intermot-Besuch ist Händlers Pflicht

Anmerkungen zu aktuellen Branchenthemen

| Autor: Stephan Maderner

Rasender Reporter: An dieser Stelle redet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner regelmäßig Benzin.
Rasender Reporter: An dieser Stelle redet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner regelmäßig Benzin. (Bild: Vogel Communications Group)

Aus dem Tagebuch des »bike und business«-Chefredakteurs (KW 39/II), Folge 632: Im Vorfeld der alle zwei Jahre stattfindenden wichtigsten Motorradmesse hierzulande, der Intermot in Köln, ist die Diskussion über den Stellenwert und die Sinnhaftigkeit...

...eines für alle Beteiligten teuren Messe-Events auf deutschem Boden und angesichts des starken Wettbewerbers aus Norditalien, der EICMA Mailand, wieder neu entflammt. Jetzt, wo die Kölner Messe am 2. und 3. Oktober für die Presse und Fachbesucher ihre Tore öffnet, kommt ein aufrüttelnder Leserbrief aus der »bike und business«-Community zur rechten Zeit: „Leider hören auch wir immer öfter, dass viele Fachhändler den Besuch der Intermot für nicht notwendig halten. Sicherlich gibt es dafür Gründe. Aber wer behauptet und glauben machen möchte, dass der so genannte Fachhändler immer weniger an Messen aller Art teilnimmt oder besucht, der setzt das falsche Zeichen.

Eines sollte der Fachhandel nämlich vielleicht bedenken: die Hersteller, Importeure und Lieferanten präsentieren auf Intermot und Co. sich und ihre Produkte. Produkte, die der Verbraucher beim Fachhandel kaufen soll. Das kostet viel Geld. Was passiert, wenn Hersteller, Importeure und Lieferanten darauf keine Lust mehr haben? Weil der Fachhandel keine Lust mehr auf Messen hat. Wozu braucht der Hersteller noch Importeure, Großhandel oder den Handel? In Zeiten des Internets (Amazon, Ebay usw.). Nur noch zum Einbau der Teile. Nicht für den Verkauf. Und wenn mich nicht alles täuscht, lebt der Fachhandel vom Verkauf.

Es sollte doch möglich sein, alle zwei Jahre mal die Intermot zu besuchen. Ohne wenn und aber. Ohne Intermot überlassen wir der EICMA in Italien diesen Part. Und mal Hand auf´s Herz; wer fährt den wirklich nach Mailand oder spricht nicht nur davon. Ohne Intermot bekommt auch der Verbraucher, von dem wir alle leben wollen, erheblich weniger Informationen. Denkt mal drüber nach.“ Leserbrief Ende.

Diese Info geben wir jetzt mal einfach so rein in den Diskussionstopf der »bike und business«-Community. Werdet ihr die Messe in Köln besuchen und den Standort Deutschland und die Branche sowie die eigene Position stärken? Ich für meinen Teil packe meinen Koffer und nehme mit: eine gehörige Portion Vorfreude auf eine interessante Messe mit jeder Menge Neuheiten, Neugierde für tolle Storys, Lust auf einen fruchtbaren Gedankenaustausch bei guten Gesprächen, bereichernde neue Kontakte, inspirierende Produkte und Ideen. Kurzum, das volle Zukunftspaket. So eines auch von der Art, das ich am 29. November auf meiner eigenen Veranstaltung, der Fachtagung »bike und business«, für meine Leser und User aus dem Fachhandel schnüre. Auch diesem mittlerweile einzig verbliebenen reinen B2B-Fachevent der Branche bleiben viele Händler und Werkstätten – gleich ob bewusst oder unbewusst – und trotz eines einzigartigen Fachprogramms gerne mal fern. Es liegt aber an uns, diese seriösen Fachangebote schon aus Eigennutz anzunehmen und nicht durch unsere Abwesenheit zu glänzen. Honorieren wir die Anstrengungen der Anbieter und Macher, die viel Energie und Esprit investieren. Schenken wir ihnen unsere uneingeschränkte Empathie.

Ich für meinen Teil bin nächste Woche insgesamt fünf Tage auf der Intermot! Freue mich riesig, möglichst vielen von Ihnen von Montag bis Freitag in den Deutzer Messehallen zu begegnen. Ich verspreche Ihnen wie immer ein offenes Ohr für Ihre Anliegen. Notizblock und Kamera sind gezückt!

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