IVM: Mehr Mobilität für junge Menschen

Autor / Redakteur: Timo Schulz / Andreas Wehner

Der Industrie-Verband Motorrad (IVM) hat sich am Rande der Branchenmesse Intermot erneut für den Mopedführerschein mit 15 ausgesprochen.

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IVM-Präsident Hermann Bohrer
IVM-Präsident Hermann Bohrer
( Archiv: Vogel Business Media )

Der Industrie-Verband Motorrad (IVM) hat sich am Rande der Branchenmesse Intermot erneut für den Mopedführerschein mit 15 ausgesprochen. „Wir als Industrie setzen auf eine sichere und mobile Lösung für junge Menschen, kann doch alternativ zur jetzigen Mofa-25-Regelung mit 15 durch den in Theorie und Praxis umfassenden Führerschein AM die Nutzung von 45 km/h-Fahrzeugen ein besseres Mitschwimmen im Stadtverkehr ermöglichen, jungen Menschen gerade in den ländlichen Flächenbereichen deutlich mehr Mobilität bieten und eine verantwortungsvolle schrittweise Heranführung an die individuelle Mobilität leisten“, betonte IVM-Präsident Hermann Bohrer.

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Reiner Brendicke, Hauptgeschäftsführer des IVM, verwies auf die immer wieder zitierte österreichische Situation, in der Unfallzahlen anstiegen, nachdem ein entsprechender Führerschein für 15-Jährige eingeführt worden sei. Diese Situation sei mit der deutschen Lage nicht zu vergleichen. Ganz im Gegenteil sieht der IVM die aktuelle Entwicklung in Österreich als Paradebeispiel für das Konzept von Industrie, Fahrlehrerschaft und Handwerksverbänden.

„Dort sinken seit Einführung einer umfassenden Mopedausbildung in Österreich die Zahlen der verunglückten Jugendlichen deutlich, um zuletzt 16 Prozent. Ein klares Indiz dafür, dass gute Ausbildung den Weg in den Straßenverkehr sicherer macht. Nicht mehr und nicht weniger fordern wir auch im Sinne der Endverbraucher von Bundes- und Länderpolitikern“, sagte IVM-Präsident Bohrer.

Weiterhin wünscht sich der IVM eine liberalisierte Einschlussregelung für 125 cm³ Leichtkrafträder in den Pkw-Führerschein B mit entsprechender Schulung. Außerdem fordert der IVM den weiterhin gültigen Einschluss der dreirädrigen Fahrzeuge in den Pkw-Führerschein. „Denn warum sollte für zukünftige Mobilitätskonzepte, die kleine Verbrennungsmotoren oder auch drei Räder aufweisen, der Zugang für die große Gruppe der Pkw-Führerscheininhaber eingeschränkt werden,“ so Bohrer.

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