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IVM-Neuzulassungen April 2020: Sehnsucht nach sonnigeren Zeiten

Mit 12.064 Motorrad-Neuzulassungen schneidet der April um 28,14 Prozent schlechter ab als der Vorjahresmonat. Schuld daran ist, Sie ahnen es, die Corona-Krise.

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Nach tiefer Nacht geht irgendwann auch mal wieder die Sonne auf: Von dieser Hoffnung fühlen sich viele Motoradhändler in Zeiten von Corona getragen.
Nach tiefer Nacht geht irgendwann auch mal wieder die Sonne auf: Von dieser Hoffnung fühlen sich viele Motoradhändler in Zeiten von Corona getragen.
(Bild: Rene Rauschenberger auf Pixabay )

In manchen Gebieten, in denen die Kfz-Zulassungsämter nicht ganz so Corona-zugeknöpft waren, konnten Motorradhändler selbst im Lockdown-April noch etliche Fahrzeuge an den Mann oder die Frau bringen. Andernorts ging aber fast gar nix. Und so beißt die Maus keinen Faden ab: Die April-2020-Statistik ist grottenschlecht, hätte aber – siehe Automobilhandel – noch weitaus gruseliger ausfallen können. In der Gesamtbilanz über alle Motorrad-Fahrzeuggruppen im April hinweg bedeuten die 17.604 Einheiten ein Minus von 25,18 Prozent. Dies meldet der Industrie-Verband Motorrad (IVM).

Das Zulassungsranking nach Markenpower

BMW Motorrad hat in den ersten vier Monaten des Jahres 11.478 Motorräder neu zugelassen, ein Minus von 11,29 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das entspricht einem Marktanteil von exakt 27,11 Prozent. Neben der erfolgreichen GS 1250 platzierte BMW mit der R 1250 RS (Platz 4), S 1000 RR (Platz 6) und der R 1250 R (Platz 79 drei weitere Bikes in den Top Ten. Auf den Plätzen 13 bis 16 folgen die S 1000 XR, F 900 XR, F 750 GS und F 900 R.

Den zweiten Platz in der Markenwertung sichert sich Kawasaki: Die 5.023 Einheiten (minus 14,09 Prozent im Vergleich zu den ersten vier Monaten 2019) bedeuten einen Marktanteil von 11,86 Prozent. Mit der Z 900 (2. Platz) und der Z 650 (3. Platz) sind die Grünen ganz vorne mit dabei. Auf Platz drei folgt KTM mit einem Minus von 19,35 Prozent (4.585 Einheiten/10,83 Prozent Marktanteil).

Bei den Spitzenreiter-Modellen sieht es im März folgendermaßen aus: Die BMW R 1250 GS steht mit 3.955 Einheiten an der Spitze des Rankings. Dahinter die Kawasaki Z 900 (1.339) vor der Kawasaki Z 650 (820). Dahinter die BMW R 1250 RS (808), Yamaha MT-07 (744), BMW S 1000 RR (711), KTM 690 SMC (707), Yamaha Ténéré 700 (706), BMW R 1250 R (651) und KTM Duke 790 (649).

In der Bildergalerie nochmals zum Vergleich die Top 25-Bikes des Vorjahres.

Die Top-25-Bikes 2019

Bildergalerie mit 26 Bildern

Die Kraftroller

Die 1.637 neu zugelassenen Kraftroller im Berichtsmonat bedeuten ein Minus von 28,86 Prozent in diesem Fahrzeugsegment im Vergleich zum Vorjahresmonat. Kumuliert wurden in den ersten vier Monaten 5.003 Kraftroller neu zugelassen, ein Minus von 19,50 Prozent zum vergleichbaren Vorjahreszeitraum.Die Spitze im Modellranking besetzt Piaggio souverän mit der „ewigen“ Vespa GTS 300 Super (2.003 inheiten). Es folgen Yamahas X-Max 300 (236) vor Hondas Forza 300 (221).

Die Leichtkraftroller

Mit 2.051 Einheiten schneiden die 125er-Scooter nur 3,84 Prozent schlechter ab als im April des Vorjahres. In der Kumulation der ersten vier Monate der Saison stehen 6.569 Einheiten in der Bilanz, ein Plus von 22,44 Prozent. An der Spitze der beliebtesten Roller steht weiterhin die Vespa Primavera (900 Einheiten), vor der Vespa GTS Super 125 (620) und dem Piaggio Liberty 125 (370).

Die 125er-Leichtkrafträder

Das Fahrzeugsegment Leichtkrafträder verzeichnete im April 1.852 Einheiten, ein Minus von 26,10 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Kumuliert bedeuten die 6.803 Einheiten einen Zuwachs von 7,71 Prozent. An erster Stelle der Lieblingsbikes der Jugend sowie der seit diesem Jahr zusätzlich auf den Plan getretenen A1-in-B-Kundschaft steht die KTM Duke 125 mit 1.006 Einheiten. Dahinter landet die Honda CB 125 R (706) und die Yamaha MT-125 (490).

Fazit: Über alle Fahrzeuggruppen hinweg wurden im April 2020 17.604 Fahrzeuge neu zugelassen. Das sind 25,81 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Kumuliert Januar, Februar, März und April sind es 60.718 Fahrzeuge, ein Minus von 10,65 Prozent. Alle Motorrad-Statistiken seit 2006 finden Sie hier (PDF-Download).

Anmerkung der Redaktion

Es sei an dieser Stelle explizit erwähnt, dass die hier präsentierten Zahlen auf Grundlagenmaterial des Industrie-Verbandes Motorrades beruhen, der die Zahlen und Daten des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) aufbereitet. Diese beinhalten leider keinerlei Aussagen über gewerbliche Händler- und Herstellerzulassungen, welche zu einer echten Transparenz beitragen und die echten Marktverhältnisse ehrlicher widerspiegeln würden.

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