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Jan Breckwoldt: Von Suzuki zu Peugeot Motocycles

Top-Personalie in der Importeursliga: Jan Breckwoldt, General Manager Sales and Marketing Motorcycle und ATV bei der Suzuki Deutschland GmbH, wechselt zu Peugeot Motocycles Deutschland nach Mörfelden. Er übernimmt dort die Aufgaben des ehemaligen Geschäftsführers Volker Klein, der zu PSA Auto zurückkehrt.

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Jan Breckwoldt wechselt von Suzuki zu Peugeot Motocycles Deutschland.
Jan Breckwoldt wechselt von Suzuki zu Peugeot Motocycles Deutschland.
(Bild: Suzuki )

Die mit zahlreichen Entlassungen verbundene Umstrukturierung der Suzuki Deutschland in Bensheim erreicht einen weiteren Höhepunkt. Wie aus gut unterrichteten Kreisen verlautet, hat Jan Breckwoldt, General Manager Sales and Marketing Motorcycle entschieden, das Unternehmen aus freien Stücken zu verlassen. Er hatte diesen Posten seit 2014 inne, zuvor war er bei Polaris Germany. Breckwoldt tritt ab 2. Mai bei der Peugeot Motocycles Deutschland GmbH in Mörfelden-Walldorf an und soll dort in die Fußstapfen von Volker Klein treten, der laut Bekanntmachung des Handelsregisters seit 19. März 2019 nicht mehr Geschäftsführer ist. Nach Angaben von North Data fungiert in dieser Position gegenwärtig interimistisch Enrico Pellegrino, Global Commercial Director Peugeot Motocycles S.A. Volker Klein wechselt wieder zu PSA Auto, wo er zum Leiter der Teiledistributionsplattfprm bei PSA Retail aufgestiegen ist. Sein Büro soll er – wie zu hören war – im Wiesbadener (Opel)-Lager aufschlagen.

Jan Breckwoldt freut sich auf seine neue Geschäftsführeraufgabe bei Peugeot Scooters. „Neben dem Rollerbusiness wartet auf mich die Herausforderung des Strategiewechsels, wonach Peugeot wie kürzlich angekündigt wieder ins Motorradgeschäft einsteigen wird“, sagt er gegenüber »bike und business«. Geplant seien u.a. 125er- und 300er-Modelle für die Urban Mobility, Commuter auf Elektrobasis für die Pendler in Großstadtzentren.

Hintergrund zur Top-Personalie: In Bensheim wird seitens der Japaner seit Ende vergangenen Jahres Tabula Rasa gemacht: rund 180 der einst 360 Mitarbeiter sollen entlassen werden, weil die Japaner die für Gesamteuropa zuständigen Abteilungen für IT sowie für Teile und Zubehör von Bensheim an den Produktionsstandort Esztergom in Ungarn verlegen wollen. Der Importeur in Bensheim hatte deshalb angekündigt, jede zweite Stelle in Deutschland streichen zu wollen. Bensheim soll sich künftig nur noch auf die Vertriebs-, Aftersales- und Teileaktivitäten für den deutschen Markt konzentrieren. Die schrittweise Verlagerung der betroffenen Bereiche soll in diesem Jahr abgeschlossen sein. Man rechne mit einem „reibungslosen Ablauf für Kunden, Händler und Lieferanten“. Wie aus Suzuki-internen Kreisen verlautet seien nicht nur Mitarbeiter aus den nach Ungarn verlagerten Abteilungen freigesetzt worden, sondern aus allen Abteilungen. Die Konzentration auf Vertriebs-, Aftersales- und Teileaktivitäten für den deutschen Markt soll mit deutlich weniger Leuten erledigt werden als bisher.

Die durch Breckwoldts Weggang entstandene Lücke in der Motorradleitungsebene des Importeurs soll nach »bike und business«-Informationen Stefan Fleschhut füllen. Fleschhut bekleidet bei Suzuki derzeit den Posten des Managers Sales Coordination Motorcycle and ATV. Er soll Vertriebsaufgaben von Jan Breckwoldt übernehmen. Jürgen Weidmann wiederum erbt den Posten von Gerald Steinmann, Manager Marketing & PR Motorcycle and ATV, der ebenfalls nicht mehr bei Suzuki ist. Jan Otto bleibt verantwortlich für die Händlernetzentwicklung Motorrad.

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