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JF Motorsport geht in die vorläufige Insolvenz

Warenlager des Ober Mörlener Motorradhelmherstellers und Zubehörlieferanten ist voll – Kunden können sich normal bedienen.

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Ulrich Holzhausen zog sich kürzlich auch aus dem IVM-Präsidium zurück.
Ulrich Holzhausen zog sich kürzlich auch aus dem IVM-Präsidium zurück.
( IVM )

Über das Vermögen des Motorradhelmherstellers und Zubehörlieferanten JF Motorsport GmbH mit Sitz in Ober Mörlen wurde ein Insolvenzantrag gestellt. Das Amtsgericht Friedberg hat unter dem Az. 62 IN 198/11 den Kronberger Rechtsanwalt Arno Wolf von dem Büro Amend Rechtsanwälte zum vorläufigen Verwalter bestellt. Das seit 1981 tätige Unternehmen als Zubehör-Großhändler und Hersteller der eigenen Helm-Marke „Marushin“ konnte zuletzt Importeure in 35 Ländern erfolgreich bedienen. Derzeit werden acht Mitarbeiter beschäftigt. Der vorläufige Verwalter kümmert sich derzeit bei der Agentur für Arbeit um die Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes für die Arbeitnehmer und hat sich bereits einen ersten Überblick über das Unternehmen verschafft: „Das Traditionsunternehmen und insbesondere die aus dem Motorrad-Rennsport bekannten Helme der Marke Marushin haben einen hervorragenden Ruf und genießen hohes Vertrauen bei den Kunden bei starker Marktdurchdringung. Ich habe bei meinen ersten Gesprächen festgestellt, dass die Beschäftigten auch in der Krise zu ihrem Unternehmen stehen und sehr engagiert und motiviert sind. Alle sind vom Produkt Marushin und dem Unternehmen überzeugt. Zusammen mit dem aus dem Markt bekannten Geschäftsführer Ullrich Holzhausen begreifen wir die Krise als Chance und sind zuversichtlich, dass es weiter gehen kann. Ich werde alles tun, um eine Fortführung und eine Perspektive für das Unternehmen darzustellen.“ Gespräche mit ersten Interessenten, die von Wolf noch nicht genannt werden möchten, laufen gerade an.

„Als Auswirkung der Weltwirtschaftskrise spürte man in vielen Märkten deutliche Konsumzurückhaltung. Auch wenn man mit Hochdruck weiter an Produkten und Kostensenkung bei JF arbeitete und gleichzeitig große Schritte in Sachen Marktbekanntheit für Marushin erreichte (zuletzt Launch der neuen Website, steigende Fanzahlen bei Facebook etc.) waren die Marktzahlen stark rückläufig“, so Holzhausen. Somit blieb Geschäftsführer Holzhausen keine andere Möglichkeit, als nach 30 Jahren Insolvenz anzumelden.

„Derzeit verfügen wir über ein volles Warenlager, sodass wir unsere Kunden mit dem dortigen Sortiment an Helmen und sonstigem Motorradzubehör ganz normal bedienen können“ so Wolf.

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