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Juchuu, wir haben wieder offen!

Aus dem Tagebuch des »bike und business«-Chefredakteurs (KW 17/I), Episode 772: Was lange währte, wurde gestern endlich wahr (zumindest in großen Teilen der Republik außer in Bayern): Die Motorradshowrooms (ohne Größenbegrenzung) und Bekleidungsläden bis 800 Quadratmeter Fläche durften ihre Tore wieder...

Rasender Reporter: An dieser Stelle redet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner regelmäßig Benzin.
Rasender Reporter: An dieser Stelle redet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner regelmäßig Benzin.
(Bild: Vogel Communications Group )

...öffnen und die ersten Kunden seit des Corona-Lockdowns von vor gut fünf Wochen wieder bedienen. Unter Berücksichtigung von behördlichen Auflagen zum gesundheitlichen Schutz der Kunden und Mitarbeiter versteht sich. Die Rückkehr zu einer „neuen Normalität“, in der mündige Bürger vernünftig agieren, um dem Virus auch weiterhin dauerhaft und nachhaltig sowie maskenbewehrt im öffentlichen Raum die Stirn zu bieten. Im Einklang mit den wichtigen individuellen Freiheiten jedes einzelnen, aber auch geprägt von der Einsicht, dass es ohne eine allmähliche Öffnung des (gesamten) wirtschaftlichen Lebens auf Dauer nicht gehen kann. Und so brach sich der Optimismus nicht nur in den Baumärkten und Gärtnereien sondern auch in der Motorradbranche emotional Bahn. Auf allen Kanälen, auf den Homepages, auf Faceook, Instagram & Co. und in Händlernewslettern war zu lesen: „Yes, we are open“, „Wir sind wieder da!“ oder „Endlich wieder unsere Verkaufsräume für euch geöffnet!“

Auch die ersten kleinen und mittelgroßen Bekleidungsläden (die allerdings nur bis 800 Quadratmeter Fläche) und einige Louis- und Polo-Filialen (bis auf die Megastores) durften aufsperren. Dazu Matthias Kroner von Rukka Germany: „Es lief sehr gut bei einigen unserer Partner. Manche Händler berichten von Kunden, die richtig ausgehungert waren.“ Lesen Sie mehr über die aktuelle Corona-Situation der Motorradbekleidungsszene, die es in der Pandemie nicht so leicht hat(te), im nächsten Newsletter. »bike und business« hat sich im Handel, bei den Lieferanten und Herstellern umgehört.

Unter dem Strich schien der gestrige Montag zu bestätigen: Die meisten Betriebe hatten sich bestens für den Kundenansturm präpariert und es wurde stellenweise prima abverkauft. Das lässt für den weiteren Verlauf hoffen, vor allem in Bayern. Dort müssen die Geschäfte ja allesamt noch bis zum 27. April darben.

Gut vorbereitet für den Kundenansturm war zum Beispiel das Team des BMW- und Suzukihändlers Muschik + Kautz in Arnsberg. Bereits am Sonntag wiesen die Sauerländer auf Facebook auf das besondere Ereignis hin: „Wir haben für morgen alles vorbereitet. Wir öffnen unter neuen Hygienebedingungen. Der Eingang wird zur Einbahnstraße mit Abstandshaltelinien. Maximal dürfen sich zehn Personen im Showroom aufhalten. Jeder kann sich eine Laufkarte ziehen. Wir unterscheiden nach Kaufkunden Fahrzeuge, Werkstattservicekunden und Schauraumkunden. Bei Interesse an Neu- oder Gebrauchtfahrzeugen bitten wir Sie, mit einem unserer Verkaufsberatern telefonisch einen Termin zu vereinbaren. Werkstatt-Wartekunden halten in der Wartezone genügend Abstand zueinander. Desinfektionsmittel stehen für sie bereit und müssen beim Eintritt ins Geschäft benutzt werden. Wir würden uns wünschen, wenn Sie einfache Gesichtsmasken im Geschäft tragen. Wir haben für Kunden auch Masken im Angebot. Jeder Besucher sowie unsere Mitarbeiter sind durch Spuckschutz-Kunststoffwände zusätzlich geschützt. Wenn eine Unterschrift geleistet werden soll, bieten wir jedem Kunden einen desinfizierten Einmalkugelschreiber an. Uns ist es besonders wichtig, dass alle Kunden und unsere Mitarbeiter gesund sind und bleiben. Wir freuen uns darauf sie ab morgen wieder alle bedienen zu dürfen. Bleiben Sie gesund. Ihr M+K Team.“ Ich finde: Abstandsmarkierungen, Spuckschutzwände, Laufkarte, Einbahnstraße, Einwegkugelschreiber – das ist alles sehr vorbildlich gelöst bei Muschik + Kautz und eine Blaupause für alle Motorradhändler. Einige Bilder des Coronaschutzes von Muschik + Kautz finden Sie in der Bildergalerie.

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Noch ein Tipp für alle, die sich gerade mit den entsprechenden Sicherheitsartikeln versorgen möchten: Surfen Sie doch mal in den Shop von Vogel Forma – den Spezialisten für Werkstatt- und Bürobedarf. Hier finden Sie garantiert das richtige Produkt, um Covid-19 den Garaus zu machen.

Das Team von MCA Altendiez hat zum Corona-Exit sogar ein kleines Youtube-Video zur Eröffnung produziert.

Claus Carstens, Inhaber von Ducati Schleswig-Holstein in Hennstedt ließ es sich nicht nehmen, sich bei seinen Kunden fürs geduldige Warten zu bedanken verkündete stolz das Ende der Coronasperrung. Ein Stammkunde postete dazu begeistert auf Facebook: „Wie Dieter Thomas Heck, mit 'nem roten Mikro in der Hand“ und setzte ein Victory-Emoji dazu. So geht Kundenbindung in Zeiten von Corona.

PS. Auch »bike und business« präpariert sich für das Leben nach dem Corona-Shutdown, vor allem unsere Eventsparte. Wohl wissend und abwägend, dass für den Rest des Jahres strenge Sicherheitsvorschriften und Auflagen für Face-to-Face-Veranstaltungen gelten werden, halten wir bisher an unseren Planungen fest. Die finale Entscheidung, ob wir vom 16. bis 19. Juli auf unsere 15-Jahre-Jubiläumsmotorradtour gehen dürfen, fällt spätestens am 20. Juni. Wir wollen ganz bewusst ein Signal setzen, dass wir uns aktiv am Neustart des wirtschaftlichen Lebens beteiligen wollen. In diesem Fall geben wir tatsächlich auch unserem Hotel Kappellenberg in Eibelstadt bei Würzburg, das wie die Hotellerie und Gastronomie landauf landab ganz besonders unter dem Corona-Lockdown leidet, neue Umsatzhoffnung.

Das Gleiche gilt auch für unsere Präsenzveranstaltung, der 11. Fachtagung »bike und business« am 19. November in Würzburg, auf der wir den „Motorradhändler des Jahres“ 2020 küren wollen. Seit kurzem können sich die Betriebe für diesen Wettbewerb anmelden:

Motorradhändler des Jahres 2020. Der dreistufige Bewerbungsprozess startet mit einer Online-Bewerbung, die bis spätestens 10. Juli bei uns eingetroffen sein muss. Bis 28. August freuen wir uns auf die eingehenden Bewerbungen für den Award Bike Woman of the year 2020. Geplante Preisverleihung ist hier der 7. Oktober auf der Intermot in Köln. Falls dieses internationale Großevent wegen Corona nicht stattfinden kann, verlegen wir die Zeremonie nach Würzburg. Wichtig für alle an unseren Veranstaltungen interessierten Branchenplayern: Wir haben immer einen Plan B in der Tasche. So ließe sich beispielsweise das Wissen aus den Workshops und Vorträgen der Fachtagung »bike und business« hervorragend auch in Form eines ganztägigen Webinars vermitteln. So was haben wir im Zuge der Corona-Aufklärung am 26. März schon einmal erfolgreich ausprobiert. Wir bleiben dran für Sie!

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