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Jürgen Naue: Bei Kawasaki bleibt alles im grünen Bereich

| Autor / Redakteur: Stephan Maderner / Dipl. sc. Pol. Univ. Stephan Maderner

„Motorradbosse blicken in die Kristallkugel“ Teil 4: Jürgen Naue. Der Geschäftsleiter von Kawasaki Motors Europe N.V., Niederlassung Deutschland, über die Businessaussichten der Motorradmarke Kawasaki 2013 und wie die Händler von den neuen Führerscheinregeln profitieren.

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Jügen Naue, Geschäftsleitung Kawasaki Motors Europe N.V. Deutschland.
Jügen Naue, Geschäftsleitung Kawasaki Motors Europe N.V. Deutschland.
(Foto: Kawasaki )

Redaktion: Mit welchen Vertriebserwartungen (Neufahrzeuge, Gebrauchtfahrzeuggeschäft) gehen Sie in die neue Saison 2013? Auf welchem Modell ruhen die stärksten Verkaufshoffnungen?

Jürgen Naue: Wir erwarten 2013 eine Fortsetzung der positiven Entwicklung für die Marke Kawasaki. Es ist sicherlich keine Überraschung, dass unsere neuen Modelle die hauptsächlichen Hoffnungsträger sind. Darüber hinaus zählen jedoch auch die ER6-Modelle zu den Volumenbringern. Die Vororder des Handels hat uns gezeigt, dass sich die Erfolgsgeschichte von Kawasaki fortsetzen wird.

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Wie viele Händler haben Sie gegenwärtig im Portfolio und sind in diesem Jahr wichtige Änderungen im Händlernetz geplant? (Investitionen, Zu- und Abgänge, wo werden noch Händler gesucht?)

Für den Vertrieb der Straßenmotorräder haben wir 230 Händler im Einsatz. Diese Zahl wird sich nicht wesentlich verändern. Die normale Fluktuation pro Jahr beträgt etwa zehn Händler, die aus verschiedenen Gründen ausscheiden. Im gleichen Umfang gewinnen wir jedes Jahr ca. zehn neue Händler hinzu. Für Neuhändler dient unsere Homepage als Übersicht der vakanten Gebiete.

Wie hat sich die Renditesituation Ihrer Händler in den Bereichen Verkauf, Service/Werkstatt und Zubehör entwickelt?

Die Renditesituation im Handel ist insgesamt stabil, wobei dies von Händler zu Händler aufgrund verschiedener externer und interner Einflussfaktoren variiert. Kawasaki unterstützt diese Stabilität u.a. auch dadurch, dass die Anzahl der Verkaufskampagnen gegenüber früheren Jahren drastisch reduziert wurde.

Wie unterstützen Sie dieses Jahr Ihre Handelspartner konkret bei der operativen Arbeit?

Unsere Händler werden auch 2013 wieder den gewohnt guten Service von uns erhalten. In der Händlerzufriedenheitsstudie 2013 von der Agentur CSM hat Kawasaki den ersten Platz belegt. Insofern sind wir wohl auf dem richtigen Weg. Weitere Details sind noch nicht für die Veröffentlichung frei.

Welche Hausaufgaben müssen ihre Händler 2013 in Angriff nehmen, um erfolgreich der Krise die Stirn zu bieten?

Wir sehen nicht, dass wir einer Krise begegnen müssen. Die Marktsituation ist stabil bis leicht besser werdend. Unsere Händler wissen sehr genau, dass sie speziell ihre Finanzen und die Kontakte mit den Banken besonders ernst nehmen müssen. Der Ausbau unseres neuen Markenimages ist sicherlich eine weitere wichtige Aufgabe und wird im Handel auch so verstanden und umgesetzt.

Wodurch wird die Motorrad-Konjunktur 2013 befeuert (neuer Führerschein etc.) und von welchen generellen ökonomischen und gesellschaftlichen Trends geht die größte Gefahr für die Motorradbranche aus?

Sicherlich ist die neue Führerscheinregelung einer der wichtigsten Hoffnungsfaktoren und die ersten Monate haben bereits gezeigt, dass Kunden diese Neuregelung nutzen wollen.Nachdem jetzt der überwiegende Teil der Deutschen glaubt, dass die Eurokrise im Griff ist, stehen auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf Grün. Die größte Gefahr geht momentan von den Unberechenbarkeiten der Politik aus, die speziell im Wahljahr besonders hoch sind.

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